Dettingen Anja Knapp mit Licht und Schatten

Anja Knapp lief den eigenen Ansprüchen in Lausanne hinterher.
Anja Knapp lief den eigenen Ansprüchen in Lausanne hinterher. © Foto: pr
Lausanne / swp 22.08.2018
Triathlon: Der 17. Platz im Feld der Weltcup-Triathletinnen in Lausanne ist zwar recht ordentlich, aber für die eigenen Ansprüche der ehrgeizigen Dettingerin immer noch nicht gut genug.

Nach den zurückliegenden Wochen mit Höhen und Tiefen sowie gewissen Rhythmusstörungen auf Wettkampf- und Gesundheitsbasis war die Dettingerin Anja Knapp (startet für die TG Witten) gerade wieder auf einem guten Weg, zur gewünschten „Hamburger Form“ zurückzufinden.

Allerdings war der Neubeginn im westschweizerischen Lausanne eine nicht ganz einfache Herausforderung, denn erstmals wieder war ein „olympischer Wettkampf“ mit 1,5 Kilometern Schwimmen, 40 km Radfahren und zehn km Laufen, gegenüber den zurückliegenden Sprintdistanzen, an der Tagesordnung. Dazu kam noch eine heftig anstrengende Radstrecke mit sieben Runden und deftigen Anstiegen in der Stadt Lausanne, die es zu meistern galt.

Das Schwimmen im Genfer See mit einem zweimal zu durch-schwimmenden Rechteckkurs war alles andere als ermunternd, denn Anja Knapp bekam „einiges auf die Mütze“ im dichten Startgedränge, fand keinen Schwimmrhythmus mehr und stieg völlig ungewohnt und frustriert als 21. Schwimmerin mit 1.07 Minuten Rückstand aus dem Wasser.

Während wechselte ein Trio mit Hall aus England, Kingma aus den Niederlanden und Gorman aus den USA mit  mehr als einer Minute Vorsprung aufs Rad in der Zone an Land. Auf den ersten zwei Runden  schloss Nicola Spirig, die große Favoritin aus der Schweiz, zur Spitze auf und forcierte das Tempo.

Nach der siebten Runde bestimmte ein Quartett das Geschehen und ein riesiger Pulk mit Triathletinnen von Platz fünf bis 23 folgte innerhalb von 15 Sekunden. Diese Verfolger-gruppe fuhr geschlossen in die Wechselzone.

Hoch erfreulich aus Wittener und Dettinger Sicht, dass sich auch Anja Knapp von Runde zu Runde verbesserte, prächtig in Szene setzen konnte und mittendrin auf Rang sieben nunmehr in die Laufschuhe schlüpfte. Aus dem Spitzenquartett löste sich Nicola Spirig und lief ungefährdet ihrem Sieg entgegen – gefolgt von Knibb (USA), Steinhauser (Italien) und Riveros (Spanien).

Die Hoffnungen mussten die Fans von Anja Knapp bald begraben, denn irgendwie konnte die Ermstälerin nicht an die Hamburger Laufdemonstration anknüpfen und verlor Platz um Platz auf den vier 2,5 Kilometer  langen Runden bis zum Zielstrich.

Platz 17 unter 52 Assen

Eine Erklärung konnte Knapp selbst nicht geben, weshalb sie das Tempo in Lausanne nicht halten konnte. Im Ziel war es dann für sie unter 52 Starterinnen der 17. Platz im Feld der Weltcupasse.

Nicht schlecht, aber auch nicht gut genug, um die selbstgesteckten Erwartungen und Ziele in der Westschweiz erfüllen zu können.

In zwei Wochen gilt es beim nächsten Wettkampf wieder Flagge zu zeigen und eine weitere Steigerung erkennen zu lassen, die das Dettinger Triathlon-Ass weiterhin, auch für ihre Trainer und Fans, unbedingt zeigen will.

Anja Knapp gibt sich allen Widrigkeiten zum Trotz als nimmermüde Kämpferin, auch wenn die Top-10-Platzierungen im Weltcupgeschehen der Triathletinnen noch etwas auf sich warten lassen.

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