Mit einem Kraftakt besiegten die Black Eagles der TSG Reutlingen am Sonntagabend in der Eishockey-Landesliga die EKU Mad Dogs Mannheim 1b mit 7:4 in der Eishalle an der Rommelsbacher Straße. TSG-Trainer Roberto Cazacu konnte bis auf drei verhinderte Spieler im Feld auf seine Bestbesetzung zurückgreifen. So konnten die Black Eagles mit drei Blöcken gegen den Tabellenvierten agieren.

Gegen das junge Team aus der Kurpfalz sollte dies auch das probate Mittel sein. Im Hinspiel konnten die Black Eagles das Tempo der EKU Mad Dogs 1b nicht mitgehen und unterlagen deutlich. Vor heimischer Kulisse setzten die Achalmstädter die taktischen Vorgaben besser um und konnten durch die bessere Besetzung von Anfang an Druck machen.

Brenzlige Situation

Die Mannheimer hatten zu keinem Zeitpunkt die Freiräume, um ihr Spiel aufzuziehen, wie dies noch im Hinspiel der Fall gewesen war, als die Black Eagles fast 70 Schüsse auf das eigene Gehäuse zugelassen hatten. Nach einer brenzligen Situation zu Beginn der Partie, behielten die Reutlinger die Oberhand und gingen durch Pirmin Hamm in Überzahl in der 6. Minute in Führung.

Die Gäste konnten in der 17. Minute zwar ebenfalls in Überzahl ausgleichen, die besseren Chancen lagen jedoch auf Seiten der Black Eagles. Insgesamt gestaltete sich eine sehr ausgeglichene Partie.

Der Kapitän gleich aus

Die TSG-Führung durch Matthew Lewis in der 22. Minute wurde nur 20 Sekunden später durch die Gäste egalisiert und nur 30 Sekunden später gar zum 2:3 gekontert.

Es dauerte bis zum 31. Minute, bis Kapitän Tobias Feierabend in Überzahl am Torpfosten am schnellsten reagierte und die Scheibe im Fallen über die Linie zum 3:3 schob.

Die neuerliche Führung durch Maximilian Enz zu Beginn des Drittels erwiderten die „Verrückten Hunde“ in der 45. Minute. In der 48. Minute war es dann der erst 17-jährige Enrico Fritz, der mit einem sehenswerten Schuss unter die Latte die wichtige 5:4-Führung herstellte.

Die Gäste versuchten zwar mit allen Mitteln den Ausgleich herzustellen, mussten sich jedoch zwei Minuten vor Schluss der Vorentscheidung zum 6:4 durch Marc Welsch beugen.

Den Schlusspunkt setzte Maximillian Enz 24 Sekunden vor Schluss zum 7:4.

Was die Black Eagles in voller Besetzung und bei Einhaltung der taktischen Vorgaben leisten können, wurde in dieser Partie deutlich. Klar wurde aber auch, dass es in der Landesliga ohne drei Blöcke kaum Chancen auf Punkte gibt.

Derby in Balingen

Weiter geht es für die Reutlinger Adler am kommenden Samstag beim Derby in Balingen. Die Eisbären unterlagen zuletzt knapp gegen die ESG Esslingen und stehen derzeit mit zwölf Punkten auf dem dritten Tabellenplatz. Bei 14 Zählern bis zum zweitplatzierten ESG Esslingen dürfte der zweiten Tabellenplatz der Landesliga außer Reichweite sein.

Weil von hinten die punktgleiche EKU Mad Dogs Mannheim 1b drängt, wird das Team von der Zollernalb gegen die Black Eagles alles geben, sodass es für die Reutlinger ein ungleich schwereres Spiel werden wird.

So spielten sie

TSG Black Eagles Reutlingen: Tor: Rogge, Kehrer – Verteidigung: Welsch (1), Hamm (1), Trybus, Cazacu, Deglhofer, Simin – Sturm: Feierabend (1), Enz (2), Lewis (1), Schmitt, Kramer, Fritz (1), Koncsag, Erdmann, Stöcker.

Strafen: TSG 22 Minuten, EKU 22 Minuten.