Zainingen prüft den Spitzenreiter

Der SV Zainingen mit David Birgel (Mitte) will sich morgen auch gegen den Spitzenreiter SSV Reutlingen II durchsetzen.
Der SV Zainingen mit David Birgel (Mitte) will sich morgen auch gegen den Spitzenreiter SSV Reutlingen II durchsetzen. © Foto: Peter Wörz
GIOVANNI DE NITTO 16.04.2016
Titelaspirant SSV Reutlingen II gibt seine Visitenkarten beim Aufsteiger SV Zainingen ab. Der FC Engstingen will beim Schlusslicht in Rübgarten die Punkte holen, die ihm den Klassenverbleib endgültig sichern.

Mit dem ersten Dreier im Jahr 2016 fährt der Tabellenachte FC Engstingen (32 Punkte) zu der Auswärtsaufgabe gegen das Schlusslicht SSV Rübgarten (13). "Wir wollen nachlegen, um endgültig nichts mehr mit dem Abstieg zu tun zu haben", sagt FCE-Trainer Nico Gotthardt, der aber weiß, dass die Aufgabe nicht einfach wird: "Rübgarten hat natürlich zuletzt beeindruckt.

Sie haben sich in der Winterpause verstärkt und werden vermutlich nach dem letzten Strohhalm am Wochenende greifen. Demnach geh ich von einem sehr intensiv geführten Spiel aus, das wir unbedingt gewinnen wollen."

Die Albkicker können nach der Rückkehr von Sven Vöhringer wegen einer Gelb-Rot-Sperre personell aus dem Vollen schöpfen. Nach vier Spielen ohne Niederlage, musste sich Rübgarten vergangene Woche etwas unglücklich Gomaringen mit 2:3 geschlagen geben, und zu allem Überfluss verloren die Grün-Weißen ihre Stammspieler Alexander Greineck und Leutrim Goxhuli durch Platzverweise.

Nach fünf Spielen ohne Niederlage hat es den SV Zainingen (39 Punkte) zuletzt in Engstingen (0:1) erwischt. Dennoch ist Platz fünf für einen Aufsteiger, bei zwei Spielen weniger als die Konkurrenz, eine ganz starke Vorstellung. Mit dementsprechend viel Selbstvertrauen können die Schützlinge von Trainer Frank Klinger in das Heimspiel gegen den Titelaspiranten SSV Reutlingen II (49) gehen, zumal die Albkicker bereits im Hinspiel, als klarer Underdog an der Kreuzeiche, das Kunststück fertig brachten, einen 0:2-Rückstand noch in einen 3:2-Auswärtssieg zu drehen. Bei den Gästen kristallisiert sich eine Schwäche in dieser Saison heraus und das ist die unkonstante Spielweise. So konnte die Mutapcic-Elf nur zwei ihrer letzten fünf Partien gewinnen und musste letzte Woche sogar die Tabellenführung an Tübingen abgeben. Dennoch besitzt der SSV II eine qualitativ hochwertige Mannschaft und kann vor allem durch die gefährlichste Offensivreihe der Liga (77 Treffer), davon haben Marcel Brandstetter 16 und Heiko Schall 14 Tore erzielt, jederzeit eine Partie entscheiden.

Der Aufsteiger SG Reutlingen (46) hat einen Lauf. Sieben Spiele ohne Niederlage, davon sechs Siege, haben die Kurth-Elf mittlerweile auf Platz drei in der Tabelle klettern lassen. Morgen gastiert nun Kellerkind TSV Genkingen (19) auf dem Kunstrasenplatz im Reutlinger Stadtteil Orschel-Hagen und die Rollen dürften klar verteilt sein. "Dass dies eine wirklich schwere Aufgabe wird, ist uns absolut klar. Trotzdem werden wir wieder alles mögliche geben um etwas zu holen", erklärt Genkingens Kapitän Patrick Deh.

Zu einem Lokalderby kommt es im Neuwiesenstadion, denn der heimische TSV Dettingen/Erms (36) empfängt den TSV Wittlingen (30). Beide Mannschaften sind nach der Winterpause schlecht aus den Startlöchern gekommen, wobei die Ermstäler nach vier Niederlagen in Folge zuletzt gegen Derendingen (2:2) punkteten und in Genkingen (1:0) gewannen.

Die Gäste von der Uracher Alb sind hingegen noch auf der Suche ihrer starken Form der Vorrunde. Die Luik-Elf wartet seit acht Partien auf einen Sieg, ist aber mit neun Unentschieden der Remis-König der Liga. "Wittlingen ist in den letzten Wochen unberechenbar. Es wird nicht einfach, aber wir wollen natürlich drei Punkte holen", sagt Dettingens Trainer Türkoglu.

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