Mountainbike Wörz und Alberti siegen bei Alb-Gold-Trophy

Knapp 1250 Akteure waren am Wochenende bei der Alb-Gold-Trophy rund um Trochtelfingen im Einsatz. Bei den Damen siegte Paulina Wörz und bei den Herren Matthias Alberti.
Knapp 1250 Akteure waren am Wochenende bei der Alb-Gold-Trophy rund um Trochtelfingen im Einsatz. Bei den Damen siegte Paulina Wörz und bei den Herren Matthias Alberti. © Foto: Klumpp
Trochtelfingen / Von Matthias Klumpp 09.10.2018

Die Sieger der 22. Alb-Gold-Trophy in Trochtelfingen heißen Paulina Wörz (3:16:44 Stunden, RSC Kempten) und Matthias Alberti (2:4:20 Stunden, Team Texpa Simplon).  Zum Saisonabschluss waren knapp 1250 Radlerinnen und Radler auf die Schwäbische Alb gekommen. Und zu lachen hatten nicht nur die Clowns im Dienst e.V., die im Rahmen der Charity „Strampeln für ein Lächeln“ mehr als 4500 Euro Spenden bekommen haben. Sondern auch die Sportler und Veranstalter, die bei Bilderbuchwetter und idealen Bedingungen einen goldenen Oktobertag erlebten.

Klare Sieger auf der Langdistanz

435 Sportler machten sich um 9.20 Uhr auf die Strecke über 88 Kilometer. Wie gewohnt ging es in der Spitze von Beginn an mit einem sehr hohen Tempo über die ersten Hügel der Kuppenalb rund um Trochtelfingen. Früh setzte sich eine kleine Gruppe mit den Sieganwärtern vom Rest des Feldes ab. Kurz vor der Halbzeit konnten sich dann Matthias Alberti und Markus Kaufmann (Team Centurion Vaude) auch hieraus noch lösen.

Beide arbeiteten gut zusammen und am Ende hatte Alberti im letzten Anstieg die besseren Beine. Kaufmann, der erst 48 Stunden zuvor von einem Mehretappenrennen aus Costa Rica zurückgekommen war, musste sich sieben Sekunden hinter Alberti mit dem zweiten Platz zufriedengeben. Das letzte Treppchen auf dem Podium besetzte Lokalmatador Uwe Hardter (2:51:45 Stunden) aus Münsingen.

Bei den Damen war es eine klare Sache für Pauline Wörz. Durch extrem starkes Fahren an den Bergen konnte sie ihre Schwächen in der Abfahrt ausgleichen. Dadurch setzte sie sich früh von ihren Konkurrentinnen Gabi Stanger (Team Centurion Vaude), Lisa Sulzberger (Expoline-Radhaus Winterlingen) und Annette Griner (Texpa-Simplon) ab. Im Endspurt musste sich die Dettingerin Gabi Stanger, in ihrem letzten Rennen als Lizenzfahrerin, der 28 Jahre jüngeren Sulzberger geschlagen geben.

Im 20-Minuten-Takt gingen dann die Bikerinnen und Biker der kürzeren Rennen auf die Strecke. Auf den perfekt ausgeschilderten Runden und dem trockenen Untergrund ließen sich Spitzenzeiten erzielen. Bereits nach gut eineinhalb Stunden bogen Cedrik Bitzer (Winterlingen) und Stefan Schairer (Albstadt) auf die Zielgerade vor der Werdenberghalle in Trochtelfingen ein. In einen packenden Sprint sicherte sich der Youngster Bitzer eine Reifenbreite vor Schairer den Sieg auf der knapp 50 Kilometer langen Runde. Mit gut 90 Sekunden Rückstand kam Gabriel Sindlinger (Albstadt) auf den dritten Platz. Bei den Damen siegte ebenfalls eine U19-Fahrerin: Simone Roßberg aus Dettingen benötigte 1.45.11 Stunden und war damit gut zwei Minuten schneller als Julia Holder (Nattheim) und der Schweizerin Irina Lützleschwab.

Beim Mini-Marathon über knapp 30 Kilometer waren Luca Effinger vom SV Reudern in 59:51 Minuten und Luisa Daubermann (1:02 Stunden) die Schnellsten. Auf der ganz kurzen Strecke treffen Schüler, Jugendliche und Einsteiger aufeinander und sorgen für eine bunte Mischung.

Country-Tour für E-Biker

Bereits um neun Uhr fiel jedoch schon der erste Startschuss. Knapp 30 E-MTB Fahrer machten sich auf die 48 Kilometer lange Country-Tour. Die Tour ist ein Angebot für alle, die mit dem E-Bike einmal das Gefühl und den Service eines Rennens genießen wollen: abgesperrte Strecken, Verpflegung und natürlich auch die Zuschauer an der Strecke und im Ziel machen die Stimmung aus. Eine Wertung nach Klassen oder auch Siegerpreise waren nicht ausgeschrieben. Nichts desto trotz, waren einige Fahrer äußerst sportlich und schnell unterwegs. Andere hingegen gingen die Sache etwas gemütlicher an und hatten mehr Zeit, um die herbstliche Alb-Landschaft zu genießen.

Gute Laune und ein dickes Grinsen hatten die Teilnehmer und Zuschauer im Ziel nicht nur wegen ihrer Leistungen und dem sonnigen Wetter. Unter die Fahrer hatten sich auch wieder rotnasige Clowns gemischt, um auf den Verein Clowns im Dienst aufmerksam zu machen. Bei der im Rahmen des Rennens ausgetragene Charity „Strampeln für ein Lächeln“ wurde mit rund 4500 Euro ein Rekordergebnis erzielt.

Mit diesem Geld können einige Einsätze in Krankenhäusern und Pflegeheimen absolviert werden, die hoffentlich die gute Laune bei der Alb-Gold-Trophy auch dorthin tragen werden.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel