Ski Nordisch SZ Römerstein glücklos beim Griff in den Wachstopf

Erhard Goller

Die Römersteiner und Mehrstetter Langläufer haben sich beim traditionellen Brendschild-Lauf in Neukirch von einer Schokoladenseite präsentiert. Schülerin Lena Mettang lief über die vier Kilometer die zweitschnellste Zeit aller Damen und insgesamt vier Klassensiege für die Mehrstetter.

5,7 Sekunden fehlten Lena Mettang (U15) auf der klassisch gelaufenen Vier-Kilometer-Distanz zur Gesamt-Bestzeit von U17-Läuferin Amelie Wehrle aus Hinterzarten. Lina Gold aus Heubach-Bartholomä, ebenfalls aus der U17, hatte bereits 23,9 Sekunden Differenz. Kein Wunder, dass bei der WSV-Truppe auf der Heimfahrt gute Laune herrschte.

„Es lief echt gut“, bestätigte Lena Mettang. Trainer und Vater Michael, der die Kategorie Herren 41 (8km) vor seinem Römersteiner Trainerkollegen Matthias Etzel (+37,6 Sekunden) gewann, verwies auf das „gute Material“, das alle 13 Mehrstetter bei Schneefall unter den Füßen hatten. Dass Lena Mettang so nahe am Gesamtsieg und damit dem Gewinn des begehrten Brendschild war, wusste die Schülerin allerdings erst beim Studieren der Ergebnisliste. Wehrle war erst gestartet, als die Älblerin schon im Ziel war.

Konkurrenz düpiert

Paulina Lange düpierte in der Schülerklasse U12 über zwei Kilometer in 6:54,4 Minuten die Schwarzwälder Konkurrenz. Flora Kuß von der gastgebenden SZ Brend wurde mit 11,3 Sekunden Differenz Zweite.

Und in der U9 gelang dem WSV Mehrstetten durch Juliane Mettang (4:40,2) über 1,4 Kilometer, Annabel Schiller (+0:13,3) und Bettina Baisch (+0:50,4) gar ein Dreifach-Erfolg.

Moritz Schiller wurde in der U8 Zweiter, 11,8 Sekunden hinter dem Breitnauer Fin Rießle (5:16,9), Simon Schiller lag als Achter 45,6 Sekunden dahinter.

WSV-Läuferin Hanna Schiller schaffte als Dritte in der U14 (+1:23,4) als Dritte den Sprung aufs Podium. Leonie Maier von der WSG Feldberg (12:56,2) gewann diese Kategorie.

Felix Schiller wiederum hätte schon besser sein können als Rang fünf in der U16. Doch dem Mehrstetter brach ein Stock. „Er musste eine Runde lang ohne Stock laufen“, berichtet Michael Mettang, der mit seinem Team durchweg zufrieden war. Der Stockbruch brockte Felix Schiller einen beträchtlichen Teil seiner 2:49,1 Minuten Rückstand auf Sieger Matteo Lewe (Kirchzarten, 21:29,0) ein. Jonas Schwenk von der SZ Römerstein wurde mit 3:20,8 Sekunden Sechster.

Allerdings war er zuletzt auch krank. „Ich vermute aber, dass ihm auch ein wenig die Spritzigkeit fehlt“, meinte Trainer Matthias Etzel.

Der sah, dass sein Schützling Tim Feller in der U12 auf Platz vier landete. Allerdings nur 17,9 Sekunden hinter dem Sieger Luis Schuler (Kirchzarten, 6:19,9) und grade mal 15 Sekunden hinter Rang drei. „Da mache ich mir keine Sorgen“, meinte Matthias Etzel. Das galt auch für Simon Bächtle, dem als Siebter in der U14 nur 33,8 Sekunden auf den Sieger Timo Horelt (Niederwangen, 11:45,2) verlor. Marius Mettang (Mehrstetten, +46,7) wurde Achter, Levin Etzel (Römerstein, 2:02,7) Zwölfter.

Wachs nur teilweise geeignet

Bei der SZ Römerstein war der Griff in die Präparationskiste nur teilweise gelungen. „Das Hartwachs war bei Schneefall für die Jüngeren okay, bei den Älteren wurde es dann bei sich verändernden Bedingungen etwas spitz“, gestand Matthias Etzel. Daher relativiert sich auch das eine oder andere Ergebnis.

In der U13 landete die Mehrstetterin Hanna Raible auf einem guten sechsten Rang und hatte dabei über zwei Kilometer nur 26,5 Sekunden Rückstand.

Mia Etzel entschloss sich nach Krankheit erst kurzfristig zum Start und wurde Zwölfte (+1:22,9), die sehbehinderte Linn Katzmeier wurde 14., hatte aber auch nur 1:40 Minuten Differenz.

Thalita Etzel (Römerstein) verfehlte das Podest in der U11 (1,5 km) trotz Sturz nur um 7,7 Sekunden und wurde mit 29,2 Sekunden Differenz auf Mattea Grieshaber (Agenbach, 4:06,5) Fünfte.

Carlo Steinle (Römerstein) feierte seinen Einstand in den Langlaufsport mit 1:15,4 Minuten Rückstand auf Hanspeter Schuler (Kirchzarten, 4:04,9) als 17. in der U10 und schließlich ist da noch Rang neun für Stefan Eich (Römerstein) bei den Herren 51 zu notieren. Für ihn wurden 11:08 Minuten Rückstand auf Altmeister Walter Kuß (Brend, 21:45,0) gemessen.