Die Mehrstetter Ski-Langläuferin Lena Mettang konnte am Samstag bei den Deutschen Nachwuchs-Meisterschaften in Oberstdorf eine zweite Silbermedaille erobern. Mettang musste sich über fünf Kilometer Klassisch in der Kategorie U16 nur Selina Franz aus Dorfchemnitz geschlagen geben. Beim abschließenden Massenstart-Rennen belegte Mettang am Sonntag Rang sechs.

Zwei Mal die Zweitbeste

Nach Sprint-Silber am Freitag durfte sich Lena Mettang am Samstag erneut Edelmetall um den Hals hängen lassen. Im Einzelstart-Wettkampf über fünf Kilometer produzierte Lena Mettang die zweitbeste Zeit. Die Sächsin Selina Franz war an diesem Tag klar die Schnellste, 17,9 Sekunden Vorsprung auf Mettang wurden für Franz gemessen (15:26,1). Bronze ging an Emily Herrnkind (Oberhof), die 19,4 Sekunden Rückstand hatte.

„Heute war es echt super, aber wieder richtig hart“, kommentierte Lena Mettang mit Blick auf die 2,5-Kilometer-Runde, die über Teile der Weltcup-Strecke führte. Trotz warmen Temperaturen sei die Klassik-Spur noch in Ordnung gewesen. „Der Ski war eigentlich echt gut, vielleicht ein bisschen spitz, aber echt schnell“, so Mettang.

Dritte Medaille verpasst

Beim abschließenden Massenstart über 7,5 Kilometer in der Freien Technik fehlte Lena Mettang nicht viel zur dritten Medaille. Dreimal wurden die jungen Damen den Burgstall-Anstieg hinaufgejagt. Und als dort zum letzten Mal hinauf geklettert wurde, da waren noch sieben Läuferinnen der Kategorie U16 zusammen.

Auf den letzten 50 Metern des Anstiegs fiel die Entscheidung. Emily Herrnkind, Charlotte Böhme (Stützengrün) und Magdalena Richter (München) entkamen. „Beim dritten Mal Burgstall habe ich dann die Rennen vom Samstag und Freitag gemerkt und meine Beine ziemlich gespürt“, bekannte Lena Mettang.

4,1 Sekunden fehlen zu Bronze

In der Abfahrt zum Stadion kam die Verfolgerinnen mit der Älblerin zwar noch mal näher, doch es reichte nicht mehr zu den Medaillenrängen. Mit 5,9 Sekunden Rückstand auf Emily Herrnkind (21:37,7) wurde Lena Mettang Sechste, 4,1 Sekunden von Bronze entfernt.

„Ich war immer vorne dabei und hätte es in der letzten Runde vielleicht vorher mal auf einem flachen Stück probieren sollen“, überlegte Mettang.

Doch das änderte nichts daran, dass sie für sich das DM-Wochenende als sehr gelungen betrachtete. „Das war richtig super an allen drei Tagen, das hätte ich nicht gedacht“, so Mettang, die ihre Führung in der Deutschland-Pokalwertung verteidigen konnte.

Schiller noch nicht fit

Ihr Mehrstetter WSV-Vereinskollege Felix Schiller war nach seinem langwierigen Infekt noch nicht fit. Am Sonntag wurde er in der Kategorie U18 über 15 Kilometer 28., 5:39 Minuten hinter Elias Keck (Buchenberg, 37:13,4 Minuten). Am Samstag wurde es im klassischen Stil der 33. Rang, 4:23,3  Minuten hinter Marius Kastner (Neubau, 25:23,7).

Fink knapp besiegt

„Felix war angeschlagen. Wenn du auf dieser schwierigen Runde nicht fit bist, dann ist es schwer“, erklärte Trainer Michael Mettang. Felix Schiller habe sich „nicht fit“ gefühlt und wenn man fünf Mal den Burgstall erklettern muss, dann werden die Karten natürlich auf den Tisch gelegt.

Am Sonntag tauchte auch Pia Fink vom SV Bremelau auf der Startliste auf. Die Hundersingerin befindet sich in einer Trainingsphase und nutzte das Deutschland-Pokal-Rennen der Damen für eine schnelle Einheit. Für die Wahl-Allgäuerin war das ein Heimspiel, das sie nach zehn Kilometern in der Skating-Technik im Sprint nur knapp gegen ihre Nationalmannschaftskollegin Laura Gimmler (Oberstdorf, 24:26,8) verlor. 0,9 Sekunden fehlten Pia Fink zum Sieg. Dritte wurde mit Celine Mayer eine weitere Oberstdorferin (+37,1).

„Das war mehr als Training gedacht“, meinte Fink. Am nächsten Wochenende will das Ass des SV Bremelau beim Continental-Cup in Plancia (Slowenien) an den Start gehen.