Handball Riesenjubel in lila-weiß

Lila-Weißer Megajubel: Die Mannschaft des TV Großengstingen feiert den vorzeitigen Titelgewinn in der Handball-Bezirksliga Achalm/Nagold mit den mitgereisten Fans in Calw.
Lila-Weißer Megajubel: Die Mannschaft des TV Großengstingen feiert den vorzeitigen Titelgewinn in der Handball-Bezirksliga Achalm/Nagold mit den mitgereisten Fans in Calw. © Foto: Privat
Engstingen / swp 28.03.2018

Vor einer erneut beeindruckenden Kulisse in Calw - deutlich über 100 Zuschauer fanden den Weg von Engstingen in den Nordschwarzwald - lieferten sich beide Mannschaften im Bezirksliga-Handballspiel einen harten Kampf und vor allem die SG Hirsau/Calw/Liebenzell gab bis zuletzt keinen Millimeter nach. Am Ende konnte der TV Großengstingen dennoch als Sieger vom Platz gehen und dank der zeitgleichen Niederlage der SG Tübingen in Schönaich die vorzeitige Meisterschaft bejubeln.

Der Gastgeber von der SG Hirsau/Calw/Bad Liebenzell fand allerdings vor allem in Form von Philipp Eberhardt zunächst deutlich besser ins Spiel und legte auf 7:4 in der 12. Minute vor. Michael Keller hatte seine Mannschaft gut auf die Gäste von der Alb eingestellt und so war schnell klar, dass in der Walter-Lindner Sporthalle keine Geschenke verteilt werden sollten. Es entwickelte sich ein hart geführtes aber zu jeder Zeit faires Handballspiel, in dem die Engstinger erst nach 19 Minuten erstmalig den Ausgleich zum 9:9 erzielen konnten. Ein gehaltener Strafwurf von Julian Rinker sowie zwei schnelle Treffer der Engstinger sorgten nur fünf Zeigerumdrehungen später sogar für die 10:13-Führung. Ein zu schnell abgeschlossener Angriff kurz vor dem Halbzeitpfiff und eine darauffolgende Nachlässigkeit im Abwehrverhalten ermöglichte es der SG HCL noch einmal auf 14:15 ranzukommen.

Sieben in sieben

Sieben Engstinger Treffer in den ersten sieben Minuten der zweiten Halbzeit bei gleichzeitig nur zwei Gegentreffern führten zur 16:22-Führung in der 37. Minute. In dieser Phase spielten sich die von ihren Fans beflügelten Engstinger förmlich in einen Rausch, der mit einer Auszeit auf Seiten der Calwer allerdings erfolgreich unterbunden wurde. Kurz nach der Auszeit erzielte dann Topscorer Daniel Heisler einen vermeintlichen Treffer aus dem Rückraum, der von den Schiedsrichtern zunächst anerkannt wurde, ehe sowohl Heisler selbst, als auch Trainer Michael Keller korrigierend einschritten und darauf aufmerksam machten, dass der Ball hinter dem Tor einschlug. Obwohl dieser Treffer aufgrund der herausragend fairen Geste zurückgenommen wurde, kamen die Hausherren Zug um Zug wieder näher ran und schnupperten in der 38. Minute beim Spielstand von 25:26 sogar am Ausgleich.

Dann allerdings zog Drazen Sinicic das taktische Mittel das Teamtimeouts und stellte seinen Mannen noch einmal auf die letzten 20 Minuten ein. Nach 54 Minuten betrug der Vorsprung wieder vier Treffer, ehe Calw kurz vor Schluss die dritte und letzte Timeout-Karte zog. Als dann durchsickerte, dass Tübingen in Schönaich gepatzt hat, begann beim TVG das Nervenflattern. Trotz allem konnte der Vorsprung über die Zeit gerettet werden, ehe dann alle Dämme brachen und der Jubel keine Grenzen kannte.

TVG-Abteilungsleiter Peter Staneker bejubelte die erste Meisterschaft des TVG in der Bezirksliga Achalm/Nagold seit 19 Jahren: „Wahnsinn. Harter Kampf, tolle Mannschaftsleistung, verdienter Sieg und verdiente Meisterschaft.“

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