Ski Nordisch Pia Fink gelingt in Finnland der Saisoneinstand

Im finnischen Muonio bestritten die deutschen Langläufer am Wochenende ihre ersten Saison-Rennen. Pia Fink (SV Bremelau) überzeugte auf den Plätzen fünf und acht. Sie blickt nun in Richtung Weltcup-Auftakt, der in zwei Wochen ebenfalls in Finnland stattfindet.
Im finnischen Muonio bestritten die deutschen Langläufer am Wochenende ihre ersten Saison-Rennen. Pia Fink (SV Bremelau) überzeugte auf den Plätzen fünf und acht. Sie blickt nun in Richtung Weltcup-Auftakt, der in zwei Wochen ebenfalls in Finnland stattfindet. © Foto: Eibner
Region / Erhard Goller 15.11.2018

Im finnischen Muonio haben die deutschen Langläufer am Wochenende ihre ersten Saison-Rennen bestritten. Pia Fink vom SV Bremelau erwischte mit den Plätzen fünf und acht einen gelungenen Einstand und blickt nun in Richtung Weltcup-Auftakt, der in zwei Wochen ebenfalls in Finnland stattfindet.

Dunkel sei es hier im Nordwesten Finnlands, die Tage kurz und überdies immer bewölkt. Die Sonne hätten sie in den zwölf Tagen, die sie mit dem Nationalkader in Muonio weilten, noch nicht gesehen, berichtet Pia Fink in einem Telefonat aus Lappland. Zumindest nicht am Himmel.

Sonne gibt es in ihrem Sportler-Leben trotzdem, denn bis zum jetzigen Zeitpunkt ist die Vorbereitung in ihrer ersten Saison, die sie als Mitglied der Weltcup-Mannschaft angeht, gut verlaufen.

Prüfungen bei Bundespolizei

Trotz der Prüfungen bei der Bundespolizei in Bad Endorf, durch die das Training bis Ende August etwas dosiert werden musste, konnte sie sich eine gute Verfassung erarbeiten. So gut, dass schon vor den Wettkämpfen in Muonio fest stand: Pia Fink gehört zum dem Teil der DSV-Truppe, die am Wochenende 24./25. November in Kuusamo den Weltcup-Auftakt bestreiten werden.

„Das hat mich auch etwas überrascht, ich habe mich sehr gefreut. Der Sommer war nicht so einfach mit der Ausbildung“, gesteht Pia Fink, die im Vorjahr mit dem Auftakt zur Tour de Ski in Lenzerheide ihre Weltcup-Premiere gefeiert hat. Und die Tour dann entgegen der Erwartungen zu Ende laufen konnte und weitere Weltcup-Einsätze verbuchte.

In den beiden Distanz-Wettkämpfen in Muonio konnte die Münsingerin aus dem Stadtteil Hundersingen dann auch überzeugen. Über fünf Kilometer in der klassischen Technik belegte Pia Fink am Samstag Rang fünf, 29,2 Sekunden hinter Siegerin Victoria Carl (Zella-Mehlis, 12:06,1 Minuten), die 14,7 Sekunden vor Katharina Hennig und 28,0 Sekunden vor der Polin Justina Kowalczyk. Aufs Podest fehlten Fink da also nur 1,2 Sekunden.

In der freien Technik am Sonntag war die Konkurrenz größer, weil einige Sprinterinnen den Start in der Klassischen Technik ausgelassen hatten. Mit 1:01,0 Minuten Rückstand auf Natalya Nepryaeva (22:10,8) wurde sie nach zehn Kilometern als viertbeste Deutsche Achte.  Die U23-Weltmeisterin aus Russland siegte mit 9,8 Sekunden Vorsprung auf Victoria Carl und 30,2 Sekunden vor Sandra Ringwald (Schonach).

„Ich kann mich nicht beschweren, das hat schon gepasst. Am Samstag war es ziemlich hart, weil es im Endeffekt auch nur 4,3 Kilometer waren. Am Sonntag ging es dann schon besser“, resümierte Pia Fink die ersten Wettkampf-Kilometer in der Saison 2018/2019.

Neuer Nationaltrainer

Während die in Fischen lebende Älblerin im Allgäu weiter unter den Fittichen von Markus Hofmann trainiert, arbeitete die Lautertälerin in Finnland unter der Regie vom neuen Damen-Nationaltrainer Erik Schneider (Gräfenroda). „Da gibt es trainingstechnisch schon mal neue Reize, jeder Trainer hat ein wenig andere Ansichten“, erklärt Pia Fink.

Neue Reize setzt auch der neue Chef-Coach Peter Schlickenrieder. Der Ex-Weltklasse-Läufer vom, der jahrelang für die ARD als Experte tätig war, hat die Seiten gewechselt. Und der Bayer legt Wert auf Team-Spirit.

„Wir unternehmen auch was abseits vom Sport und er legt Wert auf Kommunikation“, gibt Pia Fink preis. Es gibt Team-Abende und andere Aktivitäten, die eine förderliche Atmosphäre kreieren sollen.

„Ich war schon positiv überrascht“, bekennt Pia Fink. Was bisher war, kennt sie allerdings nur von Erzählungen.

Das Nationalmannschaftsumfeld bringt auch noch mal neue Erfahrungen und Anregungen, nicht zuletzt von den routinierteren Damen wie Steffi Böhler und Sandra Ringwald, beides ja auch Baden-Württembergerinnen. „Da sieht man, woran es einem noch fehlt“, sagt Pia Fink. Um was es für sie in dieser Saison geht? „An konkrete Platzierungen denke ich nicht wirklich, auch wenn es schön wäre, meine Bestmarke Platz 19. zu verbessern. Aber für mich geht es darum den ganzen Winter im Weltcup laufen zu dürfen, das ist das übergeordnete Ziel“, meint die 23-Jährige.

Zurück nach Deutschland

Am Mittwoch fliegt die DSV-Truppe wieder zurück nach Deutschland um eine Woche in heimischen Gefilden zu trainieren, bevor es dann wieder nach Finnland geht, um dann nach Lillehammer zur Mini-Tour weiter zu ziehen.

„Ich bin schon froh noch mal eine Woche zu Hause zu sein“, gibt Pia Fink zu und lacht. „Damit ich mal wieder die Sonne sehe.“ Am Himmel.

Florian Notz von der SZR steckt noch zurück

Florian Notz (SZ Römerstein) ist auch in Finnland, hat aber die Wettkämpfe ausgelassen. Sein Vater Dieter sagt, dass der aus Dettingen stammende Filius etwas angeschlagen war und deshalb vorsichtshalber auf die Einsätze verzichtete. Florian Notz wird den Weltcup-Auftakt wohl nicht laufen, vermutlich dann eine Woche später einsteigen. „Im intensiven Training ist es am Sonntag aber schon ganz gut gegangen“, lässt Trainer Dieter Notz wissen.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel