Ski Nordisch Michael Mettang läuft mit Bleifüßen zum Bezirkstitel

Münsingen / Sabine Zeller-Rauscher 11.02.2019

Kein Teilnehmerrekord, aber dennoch eine prächtige Stimmung war am Sonntag bei den Langlauf-Bezirksmeisterschafen im Münsinger Stadtteil Bremelau geboten.

Rätschen und lautstarke Kehlen pushten die 69 Teilnehmer der Bezirksmeisterschaften durch den Langlaufparcours rund ums Bremelauer Sportheim. Sowohl der Hobbysportler, dem man den Hang zum Breitensport bereits von weitem ansah, als auch die regionalen Cracks, welche sich wie angebrannt durch den Rundkurs kämpften, erfuhren einmal mehr einen gigantischen Beifall. In Bremelau gilt dies seit vielen Jahren schon als Garant.

Neu heuer war der Biosphären Nordic Race, in welchen die Bezirksmeisterschaften eingebunden waren. Eine Veranstaltung, welche ins Leben gerufen wurde, nachdem die Bezirke Alb-Donau, Mittlere Alb und Ostalb zum Bezirk Ost zusammengefasst wurden. Wenn die Langlauf-Bezirksmeisterschaften im nächsten Jahr zum Beispiel vom SC Heubach-Bartholomä ausgetragen werden, kann der SV Bremelau der regionalen Langlaufszene dennoch mit dem Biosphären Nordic Race eine Veranstaltung – dann eben ohne Meisterschaftswertung –  bieten. Heuer waren beide Veranstaltungen ineinander verschmolzen.

„Die eher geringe Teilnehmerzahl ist wohl dem geschuldet, dass die Ulmer bei einer Parallelveranstaltung am Start sind“, war von Peter Häbe vom Bremelauer Organisationsteam zu erfahren.

Ganz groß kamen gleich zu Beginn der Meisterschaft die kleinsten Teilnehmer raus. Allen anderen voran lief Kjell Berger vom SC Heubach-Bartholomä mit der Startnummer 1. Dem sechsjährigen Burschen, der seit seinem zweiten Lebensjahr auf den Langlaufskiern steht und der sich vermutlich bereits bei seiner Zeugung mit dem Langlaufvirus infizierte, war als einziger Bambinistarter sein Bambinimeistertitel bereits im Vorfeld gesichert.

Der Titel in der U8 bis U11 ging mit Thalita Etzel zur SZ Römerstein und blieb mit Robin Schlecker beim Gastgeber SV Bremelau. Wie beim Bambinirennen war auch in der U12- bis U15-Meisterschaftwertung der Titel mit Lena Mettang (WSV Mehrstetten) und Simon Bächtle (SZ Römerstein) bereits im Vorfeld für so manchen Zuschauer so gut wie zementiert, was sich bei Lena Mettang nach 9:33,1 Minuten und bei Simon Bächtle nach 8:41,2 und einem Vorsprung  von 44,4 Sekunden zum zweitplatzierten Nico Waibel (TV Weiler in den Bergen)  auf der vier Kilometer langen Strecke bestätigte. Wesentlich knapper ging es im spannenden Herrenrennen her. Hier trennten lediglich 14,4 Sekunden den erstplatzierten Michael Mettang (WSV Mehrstetten) vom zweitplatzierten Matthias Etzel (SZ Römerstein). Beide gingen wie Frank Füllemann von der SZ Römerstein quasi mit Blei in den Beinen an den Start, nachdem sie am Tag zuvor beim 100-Kilometer-Rucksackrennen von Schonach nach Belchen teilgenommen hatten. Sieger dabei wurde Michael Mettang nach sechs Stunden und acht Minuten.

„Vor dem Start fühlte ich mich noch, als hätte ich die Bleiweste an. Sobald ich dann meine Startnummer anhatte, war ich im Race-Modus und es lief gut bei mir“, meinte Etzel im Ziel der Bremelauer Meisterschaften.

Damentitel an Hagmaier

Der Titel bei den Damen ging an Isabelle Hagmaier vom SV Bremelau. Über leicht schwere Beine klagte auch das Mehrstetter Nachwuchstalent Paulina Lange nach den Meisterschaften. Kein Wunder, gab sich die Elfjährige doch am Wochenende mit nur einer Meisterschaft nicht zufrieden. An den beiden Tagen zuvor, mischte die robuste und kernige Frohnatur bei der offenen Vereinsmeisterschaft des WSV Mehrstetten sowohl im Langlauf als auch im Riesenslalom sowie als einziges Mädchen auch im Skisprung mit Erfolg mit.

Für den Altersklassensieg in Bremelau reichte es dennoch locker auf der Vier-Kilometer-Distanz mit einem Vorsprung von 45,1 Sekunden auf Alina Hieber vom TV Weiler in den Bergen.

Info Sämtliche Ergebnisse finden sich online auf der Homepage des SV Bremelau unter www.svbremelau.de

Auf den Spuren der verhinderten Topathletin

Wie die gestern im Münsinger Stadtteil Bremelau teilnehmende Jugend hat auch Pia Fink vom SV Bremelau einst bei den Bezirksmeisterschaften mitgemischt. „Diesmal kann sie nicht dabei sein, weil sie sich auf die WM vorbereitet“, erklärte Pias Vater Ulli Fink. Lob für die erstklassig organisierte Veranstaltung erfuhren sowohl die Kampfrichter Markus Strauß und Herbert Bögel als auch die Cheforganisatoren Josef Leicht und Andreas Scheu, ebenso wie Wilfried und Peter Häbe, die unter anderem als Streckenchefs fungierten. Nicht zu vergessen Wettkampfchef Stefan Allgaier, der in gewohnt routinierter Art seinen Job verrichtete. szr

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