Nur rasch eine Jacke anziehen im Südschwarzwald. Am Leistungszentrum Notschrei, gut 1100 Meter über den Meeresspiegel, herrschten am Wochenende Minus-Temperaturen, Wind zog über die Lichtung, doch dass Lena Mettang schnell nach einem Kleidungsstück suchte, hatte auch mit der Woche zu tun, die hinter ihr lag.

Mit einem Infekt lag sie im Bett und musste Antibiotika schlucken. Der Arzt riet ihr in den Schwarzwald zu fahren und vor Ort zu schauen, wie es ihr geht.

Und zumindest am Samstag ging der Mehrstetterin in der Schülerklasse U15 sehr gut. Da gab es einen zwei Kilometer langen Prolog im Klassischen Stil, an dessen Ende eine so genannte Motorik-Wertung abgenommen wurde. Das waren im Grunde die letzten 70 Meter der Distanz, auf der extra die Zeit gemessen wurde.

Für die besten Acht dieser Wertung gab es zusätzliche Punkte für die Gesamtwertung. Lena Mettang wurde Neunte und ging damit leer aus. Im Ziel allerdings wurde für sie auf den zwei Kilometern die Bestzeit gemessen. Mit 6:01,1 Minuten war sie 1,23 Sekunden schneller als Ilva Kesper vom SC Willingen und verbuchte damit ihren ersten Saisonsieg im Schülercup.

„Das ist unglaublich nach dieser Woche, damit hätte ich nie gerechnet“, kommentierte Mettang den Erfolg.

Substanz-Verlust

Nicht ganz überraschend musste die Mehrstetterin am Sonntag über drei Kilometer in der Skating-Technik etwas Federn lassen. Mit 14,3 Sekunden Rückstand auf Charlotte Böhme (Stützengrün, 7:16,5) reichte es zu Rang vier, 3,2 Sekunden hinter Rang drei, den Nelly Hartwig (Biberau) belegte.

Ob sie den Substanz-Verlust aus der Krankheit spürte? Lena Mettang zuckte mit den Schultern. „In den Beinen habe ich es schon gespürt, aber das haben andere nach dem Prolog vom Vortag auch gesagt. Ich bin jedenfalls voll zufrieden. Platz eins und vier ist super“, bilanzierte sie.

Simon Bächtle von der SZ Römerstein lieferte am Samstag in der männlichen U14 eine sehr gute Vorstellung ab. Er wurde mit 28,56 Sekunden Rückstand auf Tobias Buschek (Furth im Wald, 5:40,14) mit der 14. Zeit notiert. In der Motorik-Wertung landete Bächtle auf Platz 13.

„Ich war ja letzten Winter auch schon in den Top 15, deshalb habe ich mir das auch ausgerechnet“, erklärte Bächtle. Dass er das über fünf Kilometer am Sonntag nicht wiederholen konnte, das hatte auch mit der Disziplin zu tun. „In der zweiten Runde sind mir die Beine komplett zugegangen, aber ich habe mich durchgebissen. Ich mag die langen Distanzen eigentlich mehr, aber dann in der Klassischen Technik, da bin ich stärker“, so Bächtle, der mit 1:39,9 Minuten Rückstand auf Tobias Buschek (11:56,9) 22. wurde.

Marius Mettang (WSV Mehrstetten) belegte Rang 40 (+2:40,1), Levin Etzel von der SZ Römerstein landete auf Position 44 (+3:12,6).

Gegenüber dem Prolog war das für Beide eine Steigerung: Marius Mettang wurde da 44. (+1:12,13), Levin Etzel 49. (+1:43,95).

Erste Punkte knapp verpasst

In der weiblichen U14 war Hanna Schiller bei ihrem ersten Auftritt im Deutschen Schülercup ein wenig nervös, wie sie im Ziel bekannte. Doch die Mehrstetterin verfehlte als 27. über drei Kilometer ihre ersten Punkte nur um zwei Plätze und knapp zehn Sekunden. 1:05,3 Minuten Rückstand auf die Siegerin Ella Paul (Hirschau, 7:50,1) wurden gemessen.

Im Prolog war es Platz 34, 1:03,9 Minuten hinter Ella Paul (6:18,9). In der Motorik-Wertung hatte sie immerhin die 28. Zeit. „Das war für die Premiere auf jeden Fall prima“, fand WSV-Trainer Michael Mettang.

In der männlichen Jugendklasse U15 stand Jari Alber von der SZ Römerstein am Start. Für ihn wurde am Sonntag über fünf Kilometer ein 40. Rang notiert, 2:53,5 Minuten hinter Sieger Emil Herzog (Weiler-Simmerberg, 11:20,7), der die Konkurrenz auch am ersten Tag dominiert hatte. Da hatte Jari Alber die 38. Zeit (+1:05,3) abgeliefert. „Ja, ich bin eigentlich zufrieden“, nickte Jari Alber.