Im Tabellenkeller wird es ganz eng

SAMUEL WÖRZ 16.04.2016
Der Abstiegskampf tobt in der Kreisliga B. Und der TV Unterhausen II steckt mittendrin. Gegen den direkten Konkurrenten FC Dottingen/Rietheim baut der TV morgen auch auf unerwartete Verstärkungen.

Nachdem der TV Unterhausen II schon vor der Saison drei Leistungsträger an die erste Mannschaft abgeben musste, war schon absehbar, dass in der aktuellen Spielzeit wohl keine Höhenflüge zu erwarten sind. Der vierte Platz, der der TVU II am Ende der vergangenen Spielzeit belegt hat, war deshalb kein Maßstab für die Saisonziele.

Nun, nach 15 absolvierten Begegnungen, steckt Unterhausen II mitten im Abstiegskampf. Punktgleich mit der SGM Honau/Holzelfingen II, dem FC Dottingen/Rietheim und dem SV Zainingen II belegt das Team vom Fuß der Schwäbischen Alb momentan die Plätze sieben bis zehn.

Und während die SGM Kohlstetten/Gächingen als Tabellenletzter mit vier Punkten schon abgestiegen scheint, hat sich der TSV Genkingen II, der mit zwölf Punkten zwei Zähler weniger auf dem Konto hat als die Tabellennachbarn, die vor ihm stehen, noch längst nicht mit dem drohenden Gang in die C-Liga abgefunden. Auch der FC Engstingen II, der zwar auf Platz sechs steht, aber dennoch nur drei Punkte mehr vorzuweisen hat, als der Pulk auf den Plätzen unter ihm, darf sich noch nicht in Sicherheit wiegen.

Nach dem wichtigen 3:2-Auswärtssieg gegen den SV Zainingen II am vergangenen Sonntag steht dem TV Unterhausen II nun eine weitere Partie gegen einen direkten Abstiegskontrahenten bevor. Zuhause empfängt Unterhausen morgen den FC Dottingen/Rietheim.

"Das ist ein Begegnung auf Augenhöhe und ein sogenanntes Sechs-Punkte-Spiel", sagt der TVU-Abteilungsleiter Andreas Dollinger. Nach der knappen 3:4-Niederlage in der Hinrunde will der TV jetzt die Revanche, nicht zuletzt um dem Saisonziel Nichtabstieg ein bedeutendes Stückchen näher zu kommen. Trotz der starken vergangenen Spielzeit, hat man in Unterhausen aktuell eine bescheidene Erwartungshaltung: "Wenn wir drin bleiben, wäre das ein Riesenerfolg," sagt Dollinger.

Helfen sollen hierbei auch drei Neuzugänge, die über die Winterpause zum Team gestoßen sind. Schließlich war die Personalsituation in letzter Zeit stets etwas wacklig. "Wir spielen selten mit der gleichen Aufstellung," bedauert der Abteilungsleiter, was natürlich auch damit zusammenhängt, dass die erste Mannschaft Priorität genießt und dort die personell auftretenden Lücken gestopft werden müssen.

Marco Rometsch kam vom VfL Pfullingen II aus der Kreisliga A und verstärkt die Defensive, während mit dem Rumänen Horatiu Radu und dem Gambier Dawda Boidoh Baldeh zwei Mittelfeldmänner ins Boot geholt wurden. Boldeh floh aus seinem kleinen Heimatland an der Westküste Afrikas nach Deutschland und wurde nach einem über seine Gastfamilie organisierten Probetraining nahtlos in das Team integriert. Auch die Sprachbarriere wurde aufgrund von soliden Englischkenntnissen schnell überwunden. Zudem lernt Baldeh mittlerweile auch fleißig Deutsch. "Die Kommunikation auf dem Platz ist kein Problem," freut sich Andreas Dollinger, und fügt hinzu: "Das Ganze ist eine super Sache!"