Region Ein guter Schluss ziert alles

Der Bad Uracher Martin Frey hat auch die letzten Hindernisse überwunden und sich den Gesamtsieg in der U23-Bundesliga gesichert.
Der Bad Uracher Martin Frey hat auch die letzten Hindernisse überwunden und sich den Gesamtsieg in der U23-Bundesliga gesichert. © Foto: Erhard Goller
ERHARD GOLLER 22.09.2015
Zum Ende der Saison hat der Bad Uracher Martin Frey in Bad Säckingen noch mal einen schönen Erfolg verbucht. Der Mountainbiker vom Team Bulls gewann die Gesamtwertung der U23-Bundesliga.

Sechs Tage Antibiotika in der Woche nach der Weltmeisterschaft, ernsthaftes Training erst drei Tage vor dem Bundesliga-Wochenende in Bad Säckingen - das waren keine optimalen Voraussetzungen für Martin Frey, um seine Führung in der U23-Gesamtwertung zu verteidigen. Zumal sie vor dem Finale am Hochrhein äußerst gering war.

Deshalb stellte sich Martin Frey auch am Samstagabend beim Short-Race an den Start. Er kämpfte sich nach einer halben Stunde Vollgas auf Rang fünf und holte sich damit ein kleines Polster für das Cross-Country-Rennen am Sonntag. Im international besetzten Feld beendete er die Konkurrenz auf dem zehnten Rang. Mit 2:04 Minuten Rückstand auf den Niederländer Milan Vader (1:30:20) war er aber viertbester Deutscher und seine größten Konkurrenten in der Gesamtwertung lagen alle hinter ihm. "Es ging um das Gesamtklassement. Ich bin jetzt super happy, dass es geklappt hat. Das ist zum Saisonende noch mal ein Erfolgserlebnis", kommentierte Frey den Liga-Gewinn vor Philipp Bertsch und Milan Vader.

Bei den Juniorinnen erreichte Freys Dettinger Vereinskollegin Anna-Lena Nicolai das Ziel als Fünfte. Nachdem sie schon eine Weile eine Achillessehnenentzündung hat, war sie vor dem Rennen nicht überzeugt, dass es funktionieren würde. In der Startphase kam Anna-Lena Nicolai noch ganz gut mit, doch dann begann sie sich "kraft- und energielos" zu fühlen und spürte "am ganzen Körper Schmerzen". Dazu kamen Atemprobleme.

Das sind eigentlich genügend Gründe, um das Rennen vorzeitig zu beenden. In der dritten Runde stoppte Nicolai an der Verpflegungszone, dachte kurz über einen Ausstieg nach, fuhr dann weiter zur nächsten Verpflegungszone, wo ihr Teamchef Michl Weber vom MHW-Cube-Team stand.

Doch zwischenzeitlich hatte ihre Vereinskollegin Lea David aufgeben müssen und Nicolai war auf Rang fünf vorgerückt. "Da beschloss ich das Rennen zu Ende zu fahren. Für die letzte Runde bekam ich dann Cola und das gab mir noch einen kleinen Kick", so Nicolai. Mit 6:19 Minuten Rückstand auf Hannah Grobert (Freiburg, 1:02:52) wurde sie schließlich notiert. "Ich bin schon sehr enttäuscht darüber, dass es wieder nicht hat sein sollen und ich schon wieder so gebremst werde", sagte die Dettingerin.