Die entscheidenden Duelle

An der Spitze streitet sich ein Quartett um Platz zwei, der SV Würtingen (weiße Trikots) kämpft um den Klassenerhalt. Foto: Albert Pukall
An der Spitze streitet sich ein Quartett um Platz zwei, der SV Würtingen (weiße Trikots) kämpft um den Klassenerhalt. Foto: Albert Pukall
KLAUS-PETER NEEF 19.05.2012
Zwei Spieltage vor dem Saisonende kämpfen vier Teams um die Relegation zur Bezirksliga. Upfingen, Zainingen, Mehrstetten und Genkingen - rein rechnerisch haben all diese Mannschaften noch die Chance.

Besonders brisant ist, dass sich die Konkurrenten nun direkt gegenüberstehen. Morgen empfängt der Tabellenzweite TSG Upfingen den Dritten SV Zainingen. Der Viertplatzierte WSV Mehrstetten erwartet den Fünften TSV Genkingen. "Wir haben zwar unser Ziel erreicht und sind, allein schon wegen der anhaltenden Verletzungsmisere, froh über das bisher Erreichte", sagt Genkingens Trainer Thorsten Fock, dessen Mannschaft mit fünf Punkten Rückstand auf Rang zwei die kleinste Relegationschance eingeräumt wird. Dennoch sagt Fock: "Klar wäre es für den Verein und die Aktiven ein tolles Erlebnis, die Relegation mitzumachen."

Die über die ganze Saison anhaltenden Verletzungsprobleme bestehen immer noch, sodass Genkingens Trainer wahrscheinlich mit einem Zwölf-Mann-Kader nach Mehrstetten reisen muss. "Aus der zweiten Mannschaft kann ich keinen Spieler nachziehen, da sich das Team für die Relegation zur Kreisliga B qualifiziert hat und in Frage kommende Nachrücker dann nicht in der Relegation mitspielen dürften", schildert Trainer Fock seine Situation.

Dennoch bescheinigt er seinem Team das Potenzial, Mehrstetten und Upfingen, das im letzten Rundenspiel der Gegner ist, aus dem Rennen zu werfen. In Genkingen könnte man auch weiter oben stehen, wenn die Feinabstimmung in der Defensive besser wäre. Die Offensive hat zum Teil "Bezirksliga-Niveau" ( Fock).

In dieser Liga würde die TSG Upfingen auch gerne spielen. Deshalb stehen alle Zeichen auf Sturm und das bis auf einen verletzten Spieler komplette Team um Trainer Stefan Steinhilber will die letzten Begegnungen positiv abschließen. "Wenn wir uns nicht wieder selbst im Weg stehen, können wir aus eigener Kraft die Relegation schaffen", meint Upfingens Trainer - und sieht es schon als großen Erfolg an, nach den vielen verletzungsbedingten Nackenschlägen, dass man auf Platz zwei steht.

In der Partie gegen Zainingen erwartet Steinhilber ein taktisch geprägtes und offensiv geführtes Spiel. "Für beide Teams dürfte es schwer sein, die optimale Leistung abzurufen und man sieht ja auch an den teilweise schwachen Ergebnissen der Zaininger, dass sie noch nicht ihr System gefunden haben", sagt Steinhilber.

Die Motivation stimmt auf jeden Fall. "Vor bis zu tausend Zuschauern zu spielen, darf man eigentlich nicht verpassen", blickt Steinhilber in Richtung Relegation.

Beim WSV Mehrstetten, der Überraschungsmannschaft um Trainer Patrick Eberhardt, will man das auch tun und letztlich mehr erreichen. Der Kader ist komplett und ausgeglichen, was auch die Stärke der Mannschaft in dieser Runde war. "Wir hatten das Glück, dass wir Ausfälle immer kompensieren und unser System durchziehen konnten", sagt Patrick Eberhardt. "Außerdem sind wir sehr heimstark und haben dadurch unnötige Auswärtsniederlagen wett gemacht."

So findet er es selbst auch erstaunlich, dass seine Jungs mit nur 43 Punkten kurz vor Saisonende so weit oben stehen und unter Umständen die Relegation schaffen. Möglich ist dies auch nur, weil die direkten Konkurrenten ebenfalls schwankende Leistungen hingelegt haben.