Dettingen hat schon gefeiert

Auch gegen den aktuellen Tabellenzweiten WSV Mehrstetten hat der Meister TSV Dettingen/Erms II (rechts Markus Müller) beide Spiele dominiert. Foto: Peter Wörz
Auch gegen den aktuellen Tabellenzweiten WSV Mehrstetten hat der Meister TSV Dettingen/Erms II (rechts Markus Müller) beide Spiele dominiert. Foto: Peter Wörz
KLAUS-PETER NEEF 25.05.2013
Die beiden Nachholspiele am Mittwoch haben es in sich gehabt: Der TSV Dettingen/Erms II machte sein Meisterstück und der Zweitplatzierte WSV Mehrstetten brachte sich im Relegations-Endspurt in Startposition.

Der 7:1-Erfolg des TSV Dettingen/Erms II gegen den TSV Genkingen im Nachholspiel am vergangenen Mittwoch war nicht nur eine Revanche für die Hinspielniederlage beim Tabellensechsten, sondern noch einmal eine Demonstration der Ausnahmestellung, die der Bezirksliga-Absteiger in der Münsinger A-Liga innehat. Der mit Abstand beste Sturm der Liga, der im Durchschnitt 3,6 Tore pro Spiel erzielte, und die beste Abwehr (20 Gegentreffer in 25 Spielen) dominierten die Liga eindeutig.

"Unser erklärtes Ziel war der Aufstieg", sagte der Dettinger Abteilungsleiter Thomas Anhorn, "aber, dass wir so problemlos durch die Saison in der Münsinger A-Liga gehen würden, hätte ich nicht erwartet." Von Beginn dieser Spielzeit war klar, dass die stärkere Mannschaft der Ermstäler als Dettingen II firmiert, um in der gegenüber der Reutlinger A 2 doch etwas schwächer eingestuften Staffel 1 die sofortige Rückkehr in die Bezirksliga zu bewerkstelligen.

Gegen Genkingen trumpfte die Dettinger Offensive mit Markus Müller, der ebenso dreimal traf (7./66./71.) wie Enzo Liotti (40./54./76.) und Carlo Liotti (51.) groß auf. "Damit haben wir uns für die Niederlage in der Hinrunde revanchiert", sagte der Dettinger Spielertrainer Marc Le Pretre, "aber natürlich bin ich auch insgesamt stolz auf meine Truppe. Wir haben über die gesamte Saison einen tollen Zusammenhalt gezeigt, alle haben voll mitgezogen."

Die restlichen drei noch ausstehenden Spiele in der A-Liga können die Dettinger nun ganz entspannt angehen. Eine große Aufgabe wartet aber doch noch auf das Team. Am kommenden Donnerstag will der TSV im Finale des Bezirkspokals in Kirchentellinsfurt gegen die ebenfalls bereits als Bezirksligameister feststehende TSG Youngboys Reutlingen für eine Überraschung sorgen.

Aufgaben anderer Art stehen dem WSV Mehrstetten bevor. Die Mehrstetter sind auf dem besten Weg, sich die Relegation zu sichern. Ihre Ausgangslage haben die Mehrstetter am Mittwoch mit einem 2:0 (0:0) im Nachholspiel gegen den abstiegsgefährdeten TSV Kohlstetten verbessert. Der WSV kam indes erst nach der Pause richtig in Fahrt. In der 55. Minute war es Markus Buck, der einen Traumpass von Sebastian Gresch aufnahm und überlegt am Torhüter der Gäste vorbei einschob. Der WSV machte weiterhin das Spiel und konnte in der 65. Minute auf 2:0 erhöhen, als Christian Kuhn einen Eckball von Sebastian Gresch per Kopf verwertete.

Mit diesem Erfolg ist der Vorsprung der Mehrstetter auf den Tabellendritten TSV Upfingen - dem einzig verbliebenen Konkurrenten um den Relegationsplatz - auf vier Punkte angewachsen. Den nächsten Schritt kann der WSV nun morgen im Heimspiel gegen den SV Hülben machen. Danach stehen noch die Aufgaben in Würtingen und zuhause gegen den TSV Steinhilben an. Die TSG Upfingen empfängt morgen den TSV Genkingen, muss dann zum SV Hülben und hat zum Abschluss ein Heimspiel gegen Würtingen.

Wer sich am Ende auch immer durchsetzen sollte, hat - Siege in den jeweiligen Relegationsspielen vorausgesetzt - einen Marathon mit Duellen gegen den Vizemeister der Kreisliga A 3, der A 2 und zuletzt mit dem Bezirksliga-Nichtabsteiger vor sich (siehe nebenstehende Meldung).

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