Schneeschauer und Sonnenschein waren die Begleiter der knapp 700 Läuferinnen und Läufer beim Finale des Alb-Gold Winterlauf-Cups am Samstag in Trochtelfingen. Nach drei Läufen bei Sonnenschein und recht warmen Temperaturen kamen beim anspruchsvollen Finallauf Tobias Babel (LAV Tübingen) und Catherine Malloy (TF Feuerbach) am besten mit den Bedingungen auf der Alb zurecht. Beide gewannen überlegen den Hauptlauf über zehn Kilometer rund um das Kundenzentrums des Hauptsponsors.

Beim Start ist alles gut

Beim Aufbau am Morgen hatten die Helfer des TSV Trochtelfingen noch mit Schneegestöber und kaltem Wind zu kämpfen. Doch dies alles legte sich pünktlich zum ersten Start um 14 Uhr. 119 Kinder wollte sich ein letzten Mal im Rahmen des Cups messen und schlugen vom Start weg ein hohes Tempo an. Die längste Runde für die Kids im Rahmen der Serie stand auf dem Programm und ein kluge Renneinteilung war gefragt. Ausgezeichnet machte dies Yannik Graf (TSV Gomaringen), der in 6.34 Minuten als Erster das Ziel erreichte. Leonard Holzer (6.39 Min., LG Steinlach) und Dominik Wiedenmann (7.13 Min., VfL Sindelfinden) vervollständigten das Podium. Graf sicherte sich mit drei ersten Plätzen auch den Seriengesamtsieg.

Bei den Mädchen war einmal mehr Johanna Schmid (SG Dettingen/Erms) in 6.49 Minuten die Schnellste. Sie kam als Gesamtdritte ins Ziel und war in diesem Jahr bei den Schülerinnen nicht zu schlagen, was ihr natürlich auch den ersten Platz in der Cup-Wertung einbrachte. Auf die Plätze zwei und drei schafften es Cara Neuhäuser (7.12 Min., SSV Ulm) und Elfie Forstmann (7.32 Min., LAV Tübingen).

Spitzenläufer gehen fremd

Beim Hauptlauf war das Starterfeld nicht ganz so gut gefüllt wie beim AOK-Kids-Cup. Zum einen waren einige Spitzenläufer bei der Deutschen Cross-Meisterschaft in Sindelfingen am Start, und zum anderen scheuen sich traditionell manche Läufer, den Weg auf die Alb anzutreten. Punkt 14.30 Uhr gab Trochtelfingens Bürgermeister Christoph Niessler den Startschuss für das Hauptfeld, und das Läuferband machte sich auf den Weg.

Auch in diesem Lauf galt es zunächst, die Einführungsrunde von zwei Kilometern, mit dem schmierigen Wiesenstück, zu durchlaufen. Bereits beim ersten Durchlauf vor dem Kundenzentrum hatte sich Tobias Babel (LAV Tübingen) von der Konkurrenz abgesetzt. Und auch Catherine Malloy (TF Feuerbach) machte auf den ersten zwei Kilometern Druck und setze sich bei den Damen ab.

Die ersten im Ziel waren dann die Fünfkilometerläufer. Luca Hauser (19.52 Min., TSV Glens) gewann vor Christian Reusch (20.04 Min., SG Dettingen) und René Boss (20.12 Min., albside running). Bei den Damen hieß die Siegerin Karina Kornmüller vom Post SV Tübingen in 22.46 Minuten, vor ihren beiden Teamkameradinnen Greta Groten (22.46 Min.) und Ilsa Beig (23.32 Min.).

Keinath läuft sehr klug

Über die Zehn-Kilometer-Distanz bildete sich hinter Babel eine Dreiergruppe mit Peter Keinath (TSV Glems) Marc Meßmer (TSV Straßberg) und Sebastian Kestler (LG Welfen). Der Tübinger ließ auch auf der zweiten Runde nichts mehr anbrennen und siegte souverän in 32.44 Minuten. Routinier Peter Keinath legte sich eine kluge Renntaktik zurecht und nutzte den leichten Anstieg zum Ziel, um sich endgültig von seinen Verfolgern abzusetzen. Mit einem langen Sprint schüttelte er in 33.34 Minuten Meßmer (33.42 Min.) und Kestler (34.02 Min.) ab.

Haas in Quarantäne

Catherine Malloy war bereits beim Serienauftakt die Schnellste. Mit dem Sieg in 39.07 Minuten beim Finale sicherte sie sich auch den Wanderpokal für die Serie. Den zweiten Platz in der Tageswertung sicherte sich Katrin Götz (39.26 Min., Ohmenhausen) vor Silke Holzmann (39.47 Min., Physiotherapie Weimar) auf Platz Drei. Ein kleiner Wehrmutstropfen bei der Seriensiegerehrung blieb: Der Cup-Sieger bei den Herren, Michael Haas, vom AST Süßen, konnte zum Finale nicht antreten. Seine Freundin hatte Kontakt mit einem Corona-Verdachtsfall und somit musste er in häuslicher Quarantäne bleiben.

Lob bekamen die Ausrichter von zahlreichen Läufern, dass das Rennen trotz der allgemeinen Verunsicherung durch die Corona-Thematik ausgetragen wurde. Mit Humor nahm es Gebhard Hölle, der aus Radolfzell nach Trochtelfingen angereist war. „Ist schon besser gelaufen“, gab er im Ziel nach rund einer Stunde Laufzeit zu Protokoll. „Aber jetzt gehe ich erstmal einen Kofferraum voll Nudeln kaufen“, sprachs und zog mit einem Grinsen davon.

Der Alb-Gold Winterlauf-Cup war wieder einmal ein voller Erfolg. 780 Sportler hatten sich für einen Serienstart entschieden und bei drei Läufen wurde die Schallmauer von 1.000 Meldungen durchbrochen. Dass die Läufe nicht nur die Menschen vor Ort antreiben, sondern auch gesellschaftlich einiges bewegen, zeigen die ausrichtenden Vereine mit ihrer Spende an die Nachbarschaftshilfe Trochtelfingen. 1000 Euro der Startgeldeinnahmen werden jedes Jahr an eine gemeinnützige Institution gespendet. So kann jeder einzelne Läufer Gutes tun.

Gemeinsam wollen die vier ausrichtenden Vereine und der Titelsponsor auch 2021 die Erfolgsgeschichte des Winterlauf-Cups weiterschreiben.

Info Die vollständigen Ergebnisse sind unter https://my.raceresult.com/120530/?lang=de  abrufbar.