Basketball TSG Reutlingen mit zuviel Pech an den Händen

Auch Topscorer Marques Charlton tat sich zunächst schwer. Die Körbe wollten einfach nicht fallen.
Auch Topscorer Marques Charlton tat sich zunächst schwer. Die Körbe wollten einfach nicht fallen. © Foto: Baur
Reutlingen / swp 12.02.2019

Im Spitzenspiel der Regionalliga mussten die Basketballer der TSG Volksbank Reutlingen gegen Schwäbisch Hall eine knappe 65:69 (27:33)-Niederlage hinnehmen. Vor allem die schwachen Wurfquoten ließen einen Sieg am Ende nicht zu.

Die Ravens gingen im ersten Spiel nach der schweren Verletzung von Topspieler Damir Dronjic gegen das aktuell beste Team der Liga (acht Siege in Folge) früh mit 5:0 in Führung. Die Gäste schienen mit ihren Gedanken noch nicht beim Spiel zu sein und vergaben in den Anfangsminuten zahlreiche Würfe. Doch auch die Tsouknidis-Schützlinge ließen jede Menge Chancen ungenutzt, frühzeitig wegzuziehen. Mitte des ersten Viertels stellte dann Liga-Topscorer Dalibor Cevriz sein Visier ein und brachte Hall in Führung. Das erste Viertel ging mit 18:14 an Hall.

Wurfquoten bleiben schlecht

Auch im zweiten Viertel setzten sich die schwachen Wurfquoten ungehindert fort. Obwohl sich die TSG gute Würfe freispielte, wollte einfach nichts durch den Ring fallen. Vor allem TSG-Topscorer Marques Charlton gelang in dieser Phase nichts. Seinen ersten Korb erzielte er erst in der 17. Minute.

Doch auch die Gäste konnten ihre zuletzt gezeigte Stärke kaum ausspielen und vergaben selbst viele Möglichkeiten. Nach zwischenzeitlichem Zehn-Punkte-Rückstand kam die TSG bis zur Pause auf 27:33 ran.

Nach den mageren 27 Pünktchen in der ersten Halbzeit war klar, dass eine große Leistungssteigerung notwendig sein würde, um das Spiel zu gewinnen. Erst nachdem Hall über den starken Cevriz aber die Führung zweistellig ausbauen konnte, wachten die Achalmstädter langsam auf und trafen nun etwas hochprozentiger aus dem Feld. Vor allem Benni Traore erarbeitete seinem Team immer wieder zweite Wurfchancen, auch wenn die Wurfquote nach wie vor schwach war. Zwei Charlton-Dreier zum Ende des Viertels brachten die Reutlinger aber wieder in Schlagdistanz (49:51).

Kampf wird nicht belohnt

Im letzten Viertel entwickelte sich dann weiter ein nervöses Spiel mit vielen Unterbrechungen. Die TSG versuchte es trotz fehlendem Wurfglück über den Kampf und die Verteidigung, und konnte bis zur 34. Minute in Schlagdistanz bleiben (54:58). Doch die Haller, insbesondere in Form von Cevriz, nutzten die enge Regelauslegung der Unparteiischen, um sehr oft an die Freiwurflinie zu kommen. Cevriz ging alleine rekordverdächtige 17 Mal an die Freiwurflinie, wovon er 14 verwandelte. Die TSG kam als Team auf nur 16 Versuche.

Beim 54:63 zwei Minuten vor Schluss schien die Partie gelaufen, doch angepeitscht vom eigenen Publikum, kam nun endlich das Wurfglück zurück. Charlton und Klay brachten die TSG eine Minute vor Schluss nochmal auf 60:64 ran, doch die Ravens mussten nun die Uhr anhalten, und die Haller nutzten die Chancen von der Freiwurflinie eiskalt und brachten den Sieg über die Zeit.

TSG-Headcoach Vasilios Tsouknidis: „Mit diesen Wurfquoten kann man normalerweise kein Spiel gewinnen. Trotzdem ist es ärgerlich, da auch Hall keinen guten Tag hatte und das Spiel zu gewinnen gewesen wäre. Wenn man jedoch zwei Minuten vor Ende erst 54 Punkte erzielt hat, darf man sich nicht wundern, wenn es am Ende nicht reicht. Die Mannschaft hat aber trotzdem die Köpfe nicht hängen lassen und stark gekämpft. Ich bin zuversichtlich, dass wir auch ohne Dronjic noch einige Siege holen werden. In Karlsruhe wollen wir nächste Woche zurück in die Erfolgsspur.“

 

TSG-Scoring: Charlton (18/4 Dreier), Traore (14), Klay (13/2), Gaurina (9/1), Grubic (6), Albanus (3/1), Schmid (2), Terzidis, Adeboyeku, Ahlgrim, Martini, Janovsky

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