Fechterin Simone Briese-Baetke von der TSG Reutlingen hat ihre Weltklasse auch in den Turnieren der zweiten Jahreshälfte beeindruckend unter Beweis gestellt. Und schaut man auf die Weltrangliste, dann kann man getrost sagen, sie ist die beste Rollstuhlfechterin der Welt. Die Weltranglisten in Degen und Florett führt sie mit großem Abstand an.

Vom 21. bis 23. November fand im ungarischen Eger ein Weltcup-Turnier für die Rollstuhlfechter statt. Wer glaubt, dass es nicht immer obenauf geht, rechnet nicht mit Simone Briese-Baetke. In einem perfekten Turnier mit dem Degen musste sie im gesamten Turnierverlauf nur 19 Gegentreffer einstecken - 14 davon in den beiden Finalgefechten. Nur zur Information: um ein Gefecht zu gewinnen muss man 15 Treffer setzen (!). Bei einer solch starken Leistung war klar: Simone Briese-Baetke nahm die Goldmedaille mit nach Hause und stärkt weiterhin ihre dominante Position im Weltcup.

Die Weltrangliste im Degenfechten führt sie mit 200 Punkten quasi uneinholbar an. Und auch der 7. Rang mit dem Florett, mit dem sie selbst natürlich nicht so richtig zufrieden war, konnte ihren Platz eins auf der Weltrangliste im Florett nicht gefährden.

Der Weltcup in Eger bildete den Abschluss eines grandios erfolgreichen Wettkampfjahres. Vom 25. bis 28. September holte sich Briese-Baetke beim Grand Prix in Warschau, einem stark besetzten Weltcup Turnier, souverän den Sieg. Simone behauptete sich gegen ihre internationale Konkurrenz und sicherte sich mit dem Degen die Goldmedaille und baute ihre führende Position auf der Weltrangliste aus.

Und last but not least gewann Simone Briese-Baetke im Juli 2014 bei den Europameisterschaften in Straßburg den Titel der Europameisterin im Degenfechten. Die Konkurrenz war groß, aber Briese-Baetke setzte sich mit ihrer Sonderklasse durch und brachte den Titel mit nach Reutlingen.

Auch 2015 werden wieder große Wettkämpfe auf dem Programm stehen. Simone Briese-Baetke ist extrem fokussiert auf ihren Sport - auf die Anforderungen in Vorbereitung und Training. Ihre Erfahrungen gibt sie im Training an andere Rollstuhlfechter in der TSG und an alle anderen Fechter der Abteilung weiter, die ihre Anregungen und Tipps gerne annehmen.

Und das Ziel, das das Wettkampfjahr 2015 bestimmen wird, ist auch heute schon klar: die direkte Qualifikation für die paralympischen Sommerspiele 2016 in Rio de Janeiro (Brasilien).