Handball VfL verliert Duell der Torwartgiganten

Beide Pforzheimer Keeper waren voll auf dem Posten in der Kurt-App-Halle: Hier scheitert der Pfullinger Felix Stahl (rechts) als Rechtsaußen an Gästeschlussmann Jonathan Binder. Der Ex-Neuhäuser Stahl ging auch insgesamt leer aus und haderte hinterher ebenso wie mancher Mitspieler mit der Chancenverwertung.
Beide Pforzheimer Keeper waren voll auf dem Posten in der Kurt-App-Halle: Hier scheitert der Pfullinger Felix Stahl (rechts) als Rechtsaußen an Gästeschlussmann Jonathan Binder. Der Ex-Neuhäuser Stahl ging auch insgesamt leer aus und haderte hinterher ebenso wie mancher Mitspieler mit der Chancenverwertung. © Foto: Grundler
Pfullingen / Alexander Mareis 10.09.2018

Im dritten Saisonspiel hat es den VfL Pfullingen erwischt: Die mit zwei deutlichen Siegen glänzend in die Runde der 3. Liga Süd gestarteten Hausherren kassierten gegen die TGS Pforzheim vor 600 Zuschauern eine 25:28-Heimniederlage.  Verdienter Sieg einer starken Gästetruppe, unnötige VfL-Pleite wegen schwacher Chancenverwertung - im Grunde trafen beide Thesen zu.

Bärenstarke Keeper

Unstrittig war die Bewertung der Torhüterleistung: Magnus Becker, der zunächst Daniel Schlipphak den Vortritt lassen musste, parierte 15 Bälle. Auf Pforzheimer Seite stahl ihm Sebastian Ullrich, der über die höherklassigen Stationen MT Melsungen und RTV Basel an den Nordrand des Schwarzwalds kam, fast die Schau und ließ alleine elf Paraden in der ersten Hälfte für sich sprechen. Und als Ullrich in der Schlussphase den Kasten räumte, machte sein Vertreter Jonathan Binder mit exzellenten Abwehraktionen nahtlos weiter.

Zu ungenau gezielt

VfL-Trainer Frederick Griesbach wollte die ungewöhnlichen Torwartleistungen freilich nur bedingt als Grund für die Niederlage gelten lassen. „Wir haben mitunter eben auch direkt auf den Körper der Keeper gezielt. Unsere Chancenverwertung war einfach zu schwach, um gegen diesen Gegner die Punkte daheim zu behalten. Vom Kreis haben wir zu viel zugelassen und den starken Linksaußen Fabian Dykta auch nicht in den Griff bekommen.  Positiv ist wieder einmal die Moral meiner Mannschaft gewesen, die einfach niemals aufgibt und sich auch diesmal nach ständigen Rückständen wieder herankämpfte. Mein Team hat viel Qualität. Schade, dass es sich diesmal durch mangelhafte Geduld im Angriffsspiel nicht für seinen Aufwand belohnt hat.“

Im kompletten Spielverlauf lag der VfL niemals in Führung. Nur ein einziges Mal, beim 20:20 in der 45. Minute, gelang den Blau-Weißen ein Ausgleich. In dieser Phase hätte das Spiel kippen können. Doch ein Pforzheimer 5:0-Lauf bis zur 51. Minute entschied letztlich die kampfbetonte, durchaus auch hochklassige Begegnung der 3. Handball-Liga Süd von zwei starken Teams, die sich nichts schenkten und hohes Tempo boten.

VfL Pfullingen - TGS Pforzheim 25:28 (11:14)

VfL Pfullingen: Schlipphak, Becker - Wittlinger (1), Schmid (3), Breckel (3), Stahl, Roth (7), Prinz, Maier, Möck (7), Haug, Goller (1), Hertwig, List (3/3).
TGS Pforzheim: Binder, Ullrich - Bregazzi, Bogdanic, Taafel (5/2), James, Kikillus (6/1), Sruk (5), Fassunge, Wysokinski (2), Zweigner (4), Dykta (6), Klimovets, Salzseeler, Versakovs.
Siebenmeter: 3/5 (List 3/5) – 3/4 (Taafel 2/2, Kikillus 1/2).
Zeitstrafen: Schmid (2), Prinz, Hertwig –  Bregazzi, James, Sruk, Dykta.
Schiedsrichter: Florian Reuther/Michael Tobiasch.
Zuschauer: 600.

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