Handball VfL strebt neunten Heimsieg in Folge an

Marc Breckel (am Ball) wird dem VfL Pfullingen morgen wohl fehlen.
Marc Breckel (am Ball) wird dem VfL Pfullingen morgen wohl fehlen. © Foto: Archivfoto: Grundler
Pfullingen / woga 09.03.2018

Handball-Drittligist VfL Pfullingen strebt am Samstag (20 Uhr, Kurt-App-Halle) gegen die HG Oftersheim/Schwetzingen den neunten Heimsieg in Folge an. Aus den letzten neun Heimspielen schauten 17:1 Punkte heraus. Damit ist man nach Spitzenreiter HBW Balingen II das zweitbeste Heim-Team der 3. Liga. Oftersheim ist ein sehr unangenehmer Gegner, die Badener gewannen viele Spiele knapp, haben mit 26 Punkten ein negatives Torverhältnis. Trainer der HG ist Holger Löhr, der Ende der 1980er Jahre mit Markus Baur beim VfL spielte. Wirbelwind Löhr bestritt 95 A-Länderspiele, erzielte 219 Tore. Sein Spitzname war Spiky nach dem  Pitbull in der Zeichentrickserie Tom und Jerry. Er hat nach seiner Zeit in Leutershausen die HG nach oben geführt, ist für den  guten fünften Tabellenplatz verantwortlich. Gegen den TV Hochdorf siegte man 27:25. Im Tor ist Unser ein Klassemann, der den VfL oft zur Verzweiflung brachte. Jansen, Förch, Messerschmidt, Körner oder Sauer sind Asse der Nordbadener. VfL-Trainer Till Fernow sieht klar: „Wir haben noch je vier Heim- und Auswärtsspiele, der Klassenerhalt ist so gut wie fix, das ist eine tolle Leistung. Denn nach den sechs Abgängen im Juni gab es vom Verein zwei Vorgaben: den Klassenerhalt zu schaffen und zu Hause besser abzuschneiden. Beides haben wir grandios erfüllt. Wir wollen zu Hause  weiterhin ungeschlagen bleiben, sind es seit November. Ich habe mit  den neuen Trainer Frederick Griesbach lange telefoniert. Der Verein hat sich für ihn entschieden, er für den VfL. Griesbach bekommt eine intakte, junge, gut funktionierende Mannschaft. Er kommt uch über das Kollektiv, bringt dann neue Ideen ein. Da gibt es eine saubere Übergabe. Eine gute Basis ist vorhanden, der VfL ist gut aufgestellt.”

Ob Marc Breckel nach seiner Prellung am Schlüsselbein spielen kann, ist fraglich, aber Chris Jabot kann nach Bänderdehnung spielen.

Trainer Fernow hofft: „Wenn wir im Angriff so spielen wie in der ersten Halbzeit in Köndringen (17 Tore) und so in der Abwehr wie nach der Pause (neun Gegentore) bin ich sehr zufrieden. Doch Löhr hat es geschafft, dem HG-Team Akzente zu geben. Die Gäste spielen eine 6:0-Abwehr, da muss unser Rückraumspiel effektiver, viel besser werden. Es wird ein knappes Spiel, wir haben jetzt vier Spiele mit einem Tor gewonnen, das ist auch eine Qualität. Wir haben die ersten Drei – Balingen, Kornwestheim und die Rhein-Neckar-Löwen II - besiegt. Ich sehe ein Spiel auf Augenhöhe, wir haben viel Selbstvertrauen. Deshalb haben wir das Eins gegen Eins trainiert, dazu müssen unsere Außen eingebunden werden. Wir müssen die richtige Mischung finden, dürfen nicht passiv spielen, sondern den Rückraum verstärken, die Lücken suchen und nützen. Wir sind klar im Aufwind, spielen cleverer und wenn am Samstagabend 19:1 Heimpunkte dastehen, bin ich happy.“

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