Handball VfL siegt wieder mit einem Tor Vorsprung

Robin Keupp (re.) traf auch aus großer Distanz. Foto: Grundler
Robin Keupp (re.) traf auch aus großer Distanz. Foto: Grundler © Foto: Grundler
Pfullingen / Wolfgang Gattiker 12.03.2018

Der VfL Pfullingen kann tolle Zahlen aufweisen: er gewann neun Heimspiele in Folge (18:0 Punkte ), aus den letzten zehn Spielen holte man 19:1 Punkte, in der Rückrunde errangen die Echaz-Krokodile 12:4  Punkte, schafften den vierten Sieg in Folge. Man hat 25 Punkte, will nun zum ersten Mal die 30er Marke knacken. Auch Gäste-Trainer Holger Löhr („Als Ex-Pfullinger Spieler komme ich gerne zurück, hier ist alles wie vor 28 Jahren, nur der Boden ist neu”) erkannte den VfL-Sieg an, er sei verdient gewesen. Man müsse auch VfL-Trainer Fernow loben, der einiges bewirkt hat, die Pfullinger hätten sich stabilisiert.

Sein Team habe kämpferisch alles gegeben, es reichte nicht ganz. Die beiden Stammspieler, darunter Hideg, fehlten eben doch. Till Fernow ist einfach stolz auf seine Spieler, die wieder fast alles richtig machten, eben  eine Spannung aufkommen lassen wollten. Fernow hatte den vollen Kader bis auf Breckel und Jabot zur Verfügung, konnte oft rotieren, das klappte auch gut. Da kam vor der Pause Schlipphak für Becker - die beiden ergänzen sich gut. Steffen Hepperle macht einen guten Job, er zeigte sieben Paraden, dann kam wieder Becker, der bei 27:25 eine wichtige Parade aufs Parkett legte. Auch die Gäste wechselten mehrfach den Torwart aus. Löhr ließ auch ab und zu mit sieben Spielern ohne Torwart  spielen - das nutzten Keupp mit 30-Meter-Tor und Hertwig aus. Der VfL führte 7:6, kam nie richtig weg, da hatte Lukas Sauer was dagegen. Es stand 9:7, dann aber 9:10, ehe aus dem Rückraum David Wittlinger traf: wieder Führung mit 12:10 - die gab man nie mehr her. So ging es mit 17:14 in die Pause, dann aber stand es 17:16, als die  Echaz-Krokodile nicht wach und konzentriert genug waren, einige Freie versemmelten. Da klappte vieles  gut, man ist eine Einheit, das Füreinanderkämpfen ist ausgeprägt - da kann man von der Mannschaft 2018/19 mit Schmid und Möck sowie eventuell mit Schliedermann (bald entscheidet sich der Studienort) einiges erwarten. Das Team ist reifer, abgezockter, cleverer, alle sind ein Jahr älter - das kann sich auszahlen. Die Fernow-Schützlinge legten eine Schippe drauf: 21:18, als der A-Jugendliche Paul Prinz seinen Körper einsetzte, am Kreis schöne Tore warf, auch in der Abwehr wertvoll ist. Der VfL vergab einige Freie, da sich Unser im Tor steigerte:  22:19, dann in der 50. Minute 25:21 - der Käse schien gegessen. Fünf Minuten vor Schluss stand es 27:22 - sollte es diesmal einen klaren Sieg geben? Nein, das Team machte es spannend. Die HG kämpfte: 27:25.

Thiemann vergab den Matchball: Unser hielt seinen Siebenmeter. Oftersheim erzielte noch das vierte Tor in Folge, es reichte nicht. Wenn man zum vierten Mal in Folge mit einem Tor gewinnt, ist das auch eine Qualität. Micha Thiemann freut sich: „Es macht so viel Spaß mit der geilen Truppe und dem Trainer. Ich fühle mich sauwohl. Wir wollen noch einstellig werden. Hinten hinaus machten wir es unnötig spannend. Wir kamen lange nicht weg, erst  am Schluss, haben noch Ziele, sind eines der besten Rückrunden- Teams.”

Die Saison wird verlängert. Fernow bleibt länger Trainer, denn es  folgen im Mai DHB-Pokalspiele, wie derzeit VfL gegen TSG Haßloch (kann sich noch ändern), da ist die Teilnahme Pflicht. Till Fernow bilanzierte: „Wir sind stabil, haben unser Spiel durchgezogen, das Team hat eine tolle Entwicklung genommen. Bei den Gästen fehlten zwei Stammspieler, deshalb waren sie unberechenbarer. Löhr hat ja alles probiert, selbst offene  Manndeckung. Wir fanden Lösungen siehe Hertwig, der von Linksaußen drei schöne Tore warf - das war so abgesprochen. Ich konnte viel rotieren, es macht Spaß, den A-Jugendlichen Goller und Prinz zuzuschauen. Schlipphak war nahe dran, zu beginnen, Becker hat noch etwas mehr Kredit, aber Schlipphak spielte großartig. Aus dem Rückraum kam mehr als zuletzt und wir haben noch nie 30 Punkte erreicht, das sollten wir in sieben Spielen doch schaffen. Die 25 Punkte jetzt hätte ich vor der Saison gleich 100prozentig unterschrieben. Wir haben eine gute Phase, spielen nun zwei Mal auswärts, haben erst in vier Wochen wieder ein Heimspiel.”

So spielten sie

VfL Pfullingen: Becker, Schlipphak, Schliedermann 3, Wittlinger 6, Mayer, Thiemann 4/1,Prinz 4, Jabot, Müller 1, Goller 2, Hertwig 3, List, Hiller 2, Keupp 2

HG Oftersheim/Schwetzingen: Gabel, Unser. Messerschmidt 2, Jansen 6,Rudolf, Gartner, L.Sauer 8/3, Suschlik 1, A.Sauer 3, Fendrich 3. Körner 1, Zipf 2

Siebenmeter: Thiemann vergab einen - L. Sauer traf dreimal.

Zeitstrafen: VfL acht Minuten.  HG: Rot für Körner ( 50.Minute) nach der dritten Zeitstrafe.

Schiedsrichter: Christian und David Hannes aus Aachen und Dortmund-  sie gehören zum EHF-Projekt „Young Referee.“

Zuschauer: 700

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