Handball VfL Pfullingen feilt am Teamgeist

Mit Herzblut und Leidenschaft bei der Sache: Frederick Griesbach (Mitte) will als neuer Trainer des VfL Pfullingen seine Ideen von einem attraktiven Handball in der 3. Liga verwirklichen.
Mit Herzblut und Leidenschaft bei der Sache: Frederick Griesbach (Mitte) will als neuer Trainer des VfL Pfullingen seine Ideen von einem attraktiven Handball in der 3. Liga verwirklichen. © Foto: Eibner
Pfullingen / Von Wolfgang Gattiker 29.06.2018

Seit Montag schwitzen Pfullingens Drittliga-Handballer wieder im Training. Die Echaztäler haben das Ziel, einen einstelligen Platz in der Saison 2018/19 der 3. Liga Süd zu belegen. Neuer Trainer ist der angehende Lehrer Frederick  Griesbach, der mit 29 Jahren der jüngste Coach der 3. Liga Süd ist. Er spielte in Kornwestheim und Horkheim, begann dann seine Trainerkarriere. Zuletzt trainierte Griesbach den SV Remshalden, er hat auch Erfahrung  als Trainer der A-Jugend und hat für Trainer-Legende Rolf Brack, der ihn als großes Coachtalent schätzt, Videoanalysen gemacht.

Training im Olympiastützpunkt

In der Vorbereitung wird auch vom 6. bis 9. August ein Trainingslager im Olympiastützpunkt Oberhof abgehalten. Dort dürfen sich die Pfullinger Handballer auf Bobfahrten und Läufen auf die Skisprungschanze freuen. VfL-Abteilungsleiter Armin Geffke meint zur Saison, die wahrscheinlich am 1. September beginnt (man will das Spiel gegen den TSV Neuhausen/Filder,  noch auf 25. August terminiert, verlegen): „Wir bauen wieder junge Spieler ein. Goller, Prinz, Haug und Roth sollen ihre Chance erhalten. Wir möchte diese Talente integrieren. Wir haben uns verstärkt mit Möck, Schmid und Stahl, verfügen über eine gute, hungrige Mannschaft ohne Stars, das Team zählt. Unsere Philosophie bleibt  bestehen. Wir bieten Handball mit Herz, bauen auch auf unsere tollen Fans mit den Trommlern, haben den Freundeskreis und sind gut aufgestellt.“

Geffke ergänzt: „Wir bauen auf den Nachwuchs, profitieren von der guten Arbeit der JSG Echaz-Erms in der A-Jugend-Bundesliga. Wir haben einen 16-er Kader und hoffen auf viele Fans. Denn wir sind der einzige Verein der Landkreise Reutlingen und Tübingen, der Drittliga-Handball bietet. Am 18. August spielen wir in unserer App-Halle gegen die Eulen Ludwigshafen im DHB-Pokal.“

Jörg Hertwig, der Sportliche Leiter, hofft auf gut 600 Fans (im Vorjahr lag man in der Zuschauergunst an zweiter Stelle hinter Absteiger TV Neuhausen), man hat viele Teams vor allem im Jugendbereich.

Der Etat des VfL liegt unter der 500 000-Euro-Grenze, man befindet sich damit im Ligavergleich im hinteren Drittel.

Trainer Frederick Griesbach lässt zur sportlichen Lage verlauten: „Ich habe 16 gleichwertige Spieler, andere Klubs haben zwölf oder 13. Dann fällt das Niveau ab,  bei uns ist das nicht der Fall. Alle Positionen sind doppelt besetzt. Da kann ich viel wechseln, neue Impulse setzen, was ein Vorteil ist. Wir wollen uns weiterentwickeln, den nächsten Schritt tun und an die Tür zum einstelligen Tabellenplatz anklopfen. Die genauen Ziele werden mit dem Team erarbeitet. Ich habe mich mit Fernow und Hepperle ausgetauscht, das war positiv. Wir wollen noch mehr erreichen mit harter Arbeit.“

Der neue Coach hat klare Ziele: „Wir müssen unsere Stärken wie Tempo-Handball, Gegenstöße, konsequente  Abwehrarbeit, hinten auch hart und aggressiv zur Sache gehen, herausstellen. Von der Abwehr geht alles aus. Wir spielen ein 5:1-System, sind variabel, flexibel, können jederzeit auf andere Systeme umstellen. Eine gewisse Härte gehört dazu. Die Abwehr ist die Basis, aber vorne müssen die Basics funktionieren, siehe  Chancenverwertung.”

Florian Möck, der Heimkehrer von der TSB Heilbronn-Horkheim, hat Respekt vor dem Trainer: „Ich kenne sein Programm, das ist knallhart, aber da muss man durch. Da geht die Post ab.”

Coach Griesbach schaute sich einige Spiele des VfL in der Vorsaison an, spielte mit der Jugend in der Kurt-App-Halle: „Das war toll, die Fans sind spitze mit den Trommlern. Doch wir müssen Leistung bringen, sie  mitreißen, dann sind sie der achte Mann. Die Zuschauer können unser Spiel positiv beeinflussen.”

Kader des VfL Pfullingen für die Saison 2018/19

Tor: Becker, Schlipphak.
Feld: Wittlinger, Breckel, Keupp,Thiemann, Prinz, Jabot, Goller, Roth, Haug, Hertwig, List, Möck, Schmid, Stahl.
Zugänge: Möck und Schmid (beide TSB Horkheim), Stahl (TV Neuhausen), Haug (eigene zweite Mannschaft), Lennard Müller steht in Reserve, gehört dazu.
Abgänge: Schliedermann (TV Willstätt),  Hiller (SV Salamander Kornwestheim), Mayer (HSG Albstadt).
Trainer: Frederick Griesbach.
Co-Trainer: Michael Gruber und Tobias Fluck.
Abteilungsleiter: Armin Geffke.
Sportlicher Leiter: Jörg Hertwig.

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