Handball VfL könnte dem TVN einen Dienst erweisen

Teningen / Wolfgang Gattiker 02.03.2018

Handball-Drittligist VfL Pfullingen kann mit einem Sieg am Samstag beim Schlusslicht SG Köndringen/Teningen den Klassenerhalt bei dann 23 Punkten auch rechnerisch fast klarmachen. Zudem könnte der Echaztalklub mit einem Sieg in Südbaden dem TV Neuhausen eine Hilfeleistung  im Abstiegskampf erweisen. VfL-Trainer Till Fernow meint: „Der TVN kann es aus eigener Kraft schaffen, ist nicht auf uns angewiesen. Wir spielen für uns, wollen einfach wieder gewinnen. Wir haben in der 3.Liga bisher fünf Mal gegen die SG Köndringen/Teningen gespielt und fünf Mal gewonnen, sind eine Art Angstgegner der Südbadener. Das soll auch am Samstag so bleiben, die Gastgeber haben Respekt vor uns, wir aber auch vor der SG, die zu Hause recht stark ist.“

Die Gastgeber haben mit  dem Dänen Ole Andersen einen Trainerfuchs an der Linie, sind besser als es der Tabellenplatz aussagt. Jonathan Fischer wirkt mit Zweitspielrecht bei der SG mit, er spielte jetzt für die SG BBM Bietigheim in der 2. Liga gegen den TUSEM Essen, ist ein Ass und markierte gegen Hochdorf beim 22:29 zehn Tore. Dazu sind Zipf, Zank, Bührer, Moldovan und Simak Spieler mit Drittligaerfahrung im Teninger Lager. Doch die Lage ist mit zwölf Punkten ernst, aufgeben ist aber keine Option in Südbaden. Die Teninger glauben an sich, wollen gegen den VfL die Wende einleiten. Till Fernow hat in der Teninger Ludwig-Jahn-Halle alle Spieler an Bord, nur Marc Breckel zog sich beim Skifahren am  spielfreien Wochenende eine Schulterprellung zu, es ist aber nichts gebrochen. Bis Ostern muss der VfL bei einem Heimspiel noch drei Auswärtsspiele bestreiten, daher kann man froh sein, schon 21 Punkte auf dem Konto zu haben. Schließlich spielt die 3. Liga verrückt: Schlusslicht TV Hochdorf siegte bei Tabellenführer SV Kornwestheim 30:29 und zuvor beim Tabellenzweiten Rhein-Neckar Löwen II, gab die rote Laterne an Köndringen/Teningen ab.

Till Fernow, der den neuen Teninger Trainer Frederick Griesbach kennt, kommentiert: „Wir machen keine Rechenspiele, wir  sind gut drauf, haben eine gute Stimmung und wollen unsere gute Form ausspielen. Dazu sind Biss und Engagement in Teningen nötig.“

Die Echaztäler schauen nur auf sich, wollen den dritten Auswärtssieg  erringen. „Nur zwei Auswärtssiege  gelangen uns bisher, das ist eher mager“, klagt Fernow.

Wichtig im Abstiegskampf:  Zweitligist HSG Konstanz würde bei Abstieg in die Süd-Gruppe der 3. Liga kommen. Doch die Konstanzer haben jetzt in der 2. Liga zwei Mal gewonnen, sind nicht mehr auf einem Abstiegsplatz. Ein Konstanzer Abstieg würde ein Team mehr in die Regionalliga absteigen lassen. „Wir wollen punkten, uns stabil im Mittelfeld  halten. Ich hoffe für den VfL, dass Steffen Hepperle bleibt, er leistet  glänzende Arbeit. Meine Jungs werden sich reinhauen, 23 Punkte sollen es sein. Zuletzt hat alles gepasst, ich konnte viel wechseln, die Spieler zeigten Top-Leistungen. So sollte es weitergehen“, unterstreicht Trainer Fernow.

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