Elsass / DIETMAR CZAPALLA  Uhr
Beim Ultra Trail du Petit Ballon im Elsass hatte ein Quintett der Region Neckar-Alb am Wochenende 52 Kilometer und 2300 Höhenmeter zu bewältigen. Die Dettingerin Pamela Veith ragte als schnellste Frau heraus.

Für die für den TSV Kusterdingen startende Ermstälerin Pamela Veith sollte der vergangene Sonntag "ein super erfolgreicher Tag" werden. So wie noch je zwei Läuferinnen und Läufern der Region hatte sich die Ultralauf-Spezialistin zum Trail du Petit Ballon im französischen Rouffach auf den Weg gemacht.

Vor sich hatten sie eine höchst anspruchsvolle, 52 Kilometer lange Strecke mit zu überwindenden 2300 Höhenmetern. Der Extremlauf bot alles, was ein wahrer Trail zu bieten hat: Eis und Schnee, viel Gestein und Geröll, sehr schmale Passagen, Stufen und auch steile Passagen, auf denen ausschließlich gehen angesagt war. Im Rucksack (ein Liter Trinkblase) mitführen musste man Buff-Schlauchtuch, Rettungsdecke, Handy, Trillerpfeife und eine leichte Jacke.

Bei Kilometer zehn überholte Pamela Veith, mit Ärmlingen und Handschuhen laufend, die bis dahin an Position drei laufende Frau, bei Kilometer 17 schnappte sie sich auch noch die in Führung liegende Konkurrentin.

In der Folge konnte sich die Dettingerin absetzen und es gelang ihr, sich die letzten 15 Kilometer an die Fersen eines Schweizers zu heften, mit dem sie letztlich gemeinsam ins Ziel lief.

Mit ihrer Zeit von 4:43:43 Stunden wurde sie als 43. von insgesamt 1011 Finishern - darunter 99 Frauen - registriert.

Auf Platz zwei lief die mehrfache Siegerin des Zugspitzlaufs, die Österreicherin Kathrin Schichtl, in 4:53:57 Stunden. Als Dritte überraschte Lisa Mehl aus Bempflingen, die 5:12:29 Stunden benötigte. Für Pamela Veith war der Ultra Trail zugleich ein Leistungsnachweis und Formtest des DLV für die diesjährige WM im Ultra Trail im französischen Annecy. Beides mit Bravour bestanden.

Und auch der mit für einen Ultraläufer außergewöhnlich junge Neuzugang des TSV Kusterdingen, Julian Hustadt, konnte im Elsass überzeugen. Der 21-Jährige finishte mit der Zeit von 5:46:21 Stunden als 314. und konnte damit 598 männliche Konkurrenten hinter sich lassen.

Helmut Sirtl, 66-jähriger vereinsloser Ohmenhäuser Ultra-Senior, war mit seinen 7:17:57 Stunden zwölf Minuten schneller unterwegs als im Vorjahr und sagte nach seiner Rückkehr: "Ich bin zufrieden."

Die gewaltige Tortur auf sich genommen, hatten auch zwei Läuferinnen vom Marathon-Stammtisch Metzingen. Kerstin Wurst (Vétéran 1) überquerte den Zielstrich 8:12:30, Hannelore Huhn (Vétéran 3) 8:25:10 Stunden nach dem Startschuss erfolgreich.