Tennis TVR hat nichts zu melden und rutscht auf letzten Platz ab

TVR-Trainer Daniel Stöhr hatte wenig Spaß am gestrigen Spieltag: Ungünstige Ergebnisse führten zum Absturz der Reutlinger auf den letzten Tabellenplatz. Sein Team verlor mit 0:6 in Mannheim.
TVR-Trainer Daniel Stöhr hatte wenig Spaß am gestrigen Spieltag: Ungünstige Ergebnisse führten zum Absturz der Reutlinger auf den letzten Tabellenplatz. Sein Team verlor mit 0:6 in Mannheim. © Foto: Grundler
Reutlingen / Alexander Mareis 28.07.2018

Keine Chance gehabt und diesmal auch nicht wirklich vom Pech verfolgt gewesen: Tennis-Bundesligist TV Reutlingen haderte bei seinen drei Niederlagen zuvor schon mit der einen oder anderen Aktion oder dem Spielverlauf. Gestern in Mannheim verliefen die Dinge zu eindeutig, um sich hinterher um den Lohn der Mühen betrogen zu fühlen. Schon nach den Einzeln war alles klar. Der TK Grün-Weiß Mannheim entschied alle vier Duelle klar für sich, nur ein Match ging in den dritten Satz, alle anderen waren nach zwei Sätzen zugunsten der Kurpfälzer verlaufen. Lorenzo Giustino blieb es vorbehalten, den Mannheimer Peter Gojowczyk ein wenig länger zu ärgern, doch nach 2:6, 6:2 behielt der Grün-Weiße mit 10:6 die Oberhand.

Ansonsten eindeutige Angelegenheiten bei sengender Hitze.  Jordi Samper-Montana musste sich dem Argentinier Federico Delbonis mit 2:6, 2:6 beugen. Michael Berrer stand beim 1:6, 4:6 gegen Tobias Kamke auf verlorenem Posten. Und auch Florian Fallert kam beim 2:6, 4:6 gegen Andreas Beck nicht für eine Überraschung in Frage.

In den beiden Doppeln ging es somit nur noch um Ergebniskosmetik, doch auch dies misslang.  Delbonis/Beck hielten das TVR-Duo Samper-Montana/Peter Mayer-Tischer mit 6:2, 6:3 nieder. Michael Berrer und Florian Fallert machten es Daniel Brands und Robin Kern etwas schwerer, mussten aber auch mit 3:6, 5:7 die Flügel strecken. Nach sechs Stunden Gesamtspielzeit hatten die 1700 Zuschauer einen klaren 6:0-Heimsieg des Tabellenführers GW Mannheim (9:1 Punkte) erlebt. Die ohnehin gute Laune bei den Gastgebern verstärke noch die Ergebnismeldung vom rheinischen Derby aus Köln: Dort ging der Tabellenzweite Rochusclub Düsseldorf recht unerwartet mit 1:5 beim Kölner THC Stadion Rot-Weiss (nun 5:5 Zähler) baden und rutschte auf Rang drei mit 6:4 Punkten ab.

Ganz anders die Stimmung bei den Gästen: Weil der Tabellenletzte Blau-Weiss Neuss (nun 2:8 Punkte) beim Drittletzten TK Kurhaus Lambertz Aachen (2:8) mit 5:1 siegte, rutscht der TVR vom vorletzten auf den letzten Rang ab. Keine Frage: Es muss viel Gutes im weiteren Saisonverlauf für die Achalmstädter (1:9 Punkte) zusammenkommen, damit der Erstligaerhalt geschafft wird. Zwei Teams steigen ab.

Ob es morgen (11 Uhr, Rudolf-Harbig-Straße) daheim gleich gegen die derbygeschädigten Düsseldorfer klappt, erscheint unwahrscheinlich. Der Rochusclub wird alles in die Waagschale werfen, um ein zweites Fiasko binnen drei Tagen zu vermeiden. „Die Düsseldorfer werden sicherlich jetzt den einen oder anderen starken Spieler hinzuholen, wir werden morgen mit einer ähnlichen Truppe agieren wie in Mannheim. Gutzumachen haben aber beide Teams etwas“, meint TVR-Trainer Daniel Stöhr.

Reutlinger Hoffnung auf einfachere Gegner

„Wir liegen zwar nun zur Halbzeit der Bundesligarunde auf dem letzten Platz. Aber die bisherigen Gegner waren meist Topteams. Es werden nun wohl einige Aufgaben auf uns warten, die eher lösbar sind“, hofft TVR-Coach Daniel Stöhr, der seinen Jungs in Mannheim keinen Vorwurf machte. „Der TK Grün-Weiß war zu stark. Die Ergebnisse sehen deutlich aus. Immerhin aber gab es in den jeweiligen Spielen auch Breakbälle für uns und enge Situationen. Das ist ein kleiner Trost.“

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