Am 1. Juli sind die Handball-Damen der TusSies Metzingen als Team gemeinsam in die neue Bundesliga-Saison gestartet.

Kaja Kamp Nielsen nicht nach Metzingen

Die neuen finanziellen Vorzeichen waren zu diesem Zeitpunkt allen Spielerinnen und Beratern bekannt. Kaja Kamp Nielsen hatte vorzeitig mitgeteilt, doch nicht nach Metzingen zu kommen. Alle anderen nahmen das Training wie geplant auf. Am 2. Juli fand noch mal eine umfangreiche Besprechung mit den Großsponsoren statt, bei der der Mannschaft noch mal die gesamte Situation verständlich erläutert wurde. Einen Tag später gab es noch ein internes Mannschaftsmeeting. Insgesamt schien Einigkeit und Verständnis zu herrschen und die Mannschaft beschloss gemeinsam mit dem Verein vertrauensvoll zusammenzuarbeiten und diese schwierige Zeit zu lösen.

Berateragentur von Simone Petersen meldet sich bei Ferenc Rott

Nur wenige Tage später meldete sich der Berateragentur von Simone Petersen bei Ferenc Rott (TuS-Mananger) und hatte unerfreulichen Nachrichten. „Mich erreichte ein Anruf der Agentur, dass Simone nun nicht mehr bereit ist auf Gehalt zu verzichten. Da war ich dann schon sehr überrascht, weil ich von der Beratungsagentur bereits ein schriftliches grundsätzliches Einverständnis hatte. Der plötzliche Sinneswandel wirkte auf mich eher wie ein taktieren, um den Verein nun doch verlassen zu können. Hier hätte ich mir einen offeneren Umgang von Simone gegenüber der Mannschaft, dem Trainerteam und auch mir gewünscht.

Alle Spielerinnen verzichten auf Teil des Gehalts

Alle Spielerinnen waren bereit zu verzichten und wir wollten das gemeinsam umsetzen. Ich hatte immer gesagt, dass wenn dann alle prozentual gleichmäßig verzichten und ich keine Ausnahmen machen werde. Auch bei Simone konnte und wollte ich keine Ausnahme machen. Ich habe es erneut erläutert, warum wir so handeln müssen, dann folgte die Bitte mit der sofortigen Vertragsauflösung.“

Neuer Verein wohl Herning-Ikast Haandbold in Dänemark

Als neuer Club wird Herning-Ikast Haandbold in Dänemark gehandelt, für den Sie bereits 2014-2017 aktiv war. Ferenc Rott sieht den sportlichen Erfolg mit diesem Abgang nicht gefährdet und kann die Fans beruhigen, dass keine weiteren Überraschungen folgen: „Wir hatten Simone auf Mitte gemeinsam mit Silje voll eingeplant. Daher ist es natürlich schade, dass Sie geht, vor allem unter diesen Umständen. Wir sind aber weiterhin sehr gut aufgestellt und haben viele Alternativen im Rückraum, sodass wir das als Team kompensieren können,“ so Rott.

TusSies Metzingen noch mehr zusammengerückt

Ich habe auch noch mal intensiv mit der Mannschaft gesprochen und von allen ein klares Bekenntnis eingefordert. Das habe ich auch einstimmig erhalten, über diesen Zuspruch habe ich mich sehr gefreut und ich hatte eher das Gefühl, dass das Team jetzt noch mehr zusammenrückt. Somit sollten wir das als verkraftbare Ausnahme verbuchen und ich wünsche Simone natürlich trotzdem viel Erfolg für Ihre Zukunft“, erklärt Rott.