Handball TSG feiert den Derbysieg

Da kann man schon einmal ein Tänzchen wagen. Die TSG Reutlingen feierte ausgelassen den Derbysieg gegen die SG Ober-/Unterhausen.
Da kann man schon einmal ein Tänzchen wagen. Die TSG Reutlingen feierte ausgelassen den Derbysieg gegen die SG Ober-/Unterhausen. © Foto: Baur
swp 02.10.2018

HSG Rietheim-Weilheim gegen

TV Neuhausen II 19:25 (10:13)

Neuhausen begann im südlichen Schwarzwald engagiert gegen die HSG Rietheim-Weilheim. Man tat sich allerdings trotz einer zwischenzeitlichen 4:2-Führung (7.) schwer gegen die robuste Abwehr der Gastgeber. Auch das gänzliche Haftmittelverbot machte den Neuhäusern zu schaffen. Der TVN II kam selten durch die HSG-Deckung und folglich nicht weg. Ein Klusch-Strafwurf brachte das 7:6 (19.), nach einer Auszeit kamen die Rietheimer in Schwung und glichen zum 8:8 (23.) aus. Beim 11:8 von Steffen Buck ins lange Eck waren es erstmals drei Tore Abstand. Zur Pause zeigte die Tafel ein 13:10 für den TVN II.

Nach dem Seitenwechsel vernagelte Marius Spitz zunächst den Kasten, die Riehteim-Weilheimer streuten Fehler ein und so zog Neuhausen auf 16:10 (34.) weg. Wenig später staubte Steffen Buck am Kreis ab und netzte zum 17:11 ein. Christoph Klusch traf zum 18:11, war mit neun Treffern bester Werfer. Beim 19:14 (46.) durch die HSG wurde es Neuhausens Coach Markus Bühner zu heiß – er rief eiligst eine Dienstbesprechung ein. Kurz vor dem Ende, beim Stand von 24:17, verlor HSG-Mann Robin Hermle die Nerven – er streckte Nadim Brockhaus mit einem rüden Check ins Gesicht zu Boden. Dafür flog er vom Platz. Die Ermstäler brachten ein 25:19 über die Zeit.

 Trainer Bühner war zufrieden, vor allem mit seiner Abwehr: „Das ist das dritte Spiel, in dem wir höchstens 20 Gegentore bekommen. Vorne müssen wir aber noch etwas kaltschnäuziger werden.“

TV Neuhausen II: Lutter, Spitz – Pohr (4), T. Reusch, Klusch (9/4), Brockhaus (1), Gutbrodt (2), Jungel, Rödel (1), Setzer (2), Buck (5), Fesser, Stojanovic, Bodechtel (1)

VfL Pfullingen II gegen

TEAM Esslingen 27:27 (12:13)

Nach einem guten Start konnte sich Pfullingen mit 3:0 absetzen, ehe die Gäste ins Spiel fanden und es zum 6:6 brachten. Daraufhin folgte eine durchwachsene Partie, die auf beiden Seiten von einfachen Fehlern geprägt war. Als sich Esslingen mit vier Tore absetzten konnte, schien sich die erste Niederlage der Saison anzukündigen. Jedoch kämpfte sich die Mannschaft von Dietrich Bauer zurück und glich zwei Minuten vor Schluss aus. So musste man sich am Ende mit einem verdienten Unentschieden arrangieren, bleibt damit erster Verfolger der verlustpunktfreien Spitzenreiter.

VfL Pfullingen II: Bantle, Stoll – Roth, Nothdurft (2), T. Müller, Reiff (4), Werner (4), Mager (5), Finkbohner, Schulze, Greve, L. Müller (10/4), Bauer (2/1), Klett

TV Aixheim gegen

TSV Dettingen 27:22 (13:11)
Nach gutem Start führte Dettingen mit 5:2 (7.), konnte sich aber nicht weiter absetzen. Bis zur 17. Minute drehten die Aixheimer das Spiel zum 6:5. Im Angriff wurden die Ermstäler fahrig, hatten große Probleme, den Ball im gegnerischen Tor unterzubringen. Leichtsinnige Ballverluste und eine löchrige Abwehr ermöglichten den Aixheimern einfache Tore. Marc Euchner traf schließlich zum 13:11-Pausenstand.

In der zweiten Halbzeit veränderte sich das Bild kaum. Mal zogen die Aixheimer auf vier Tore weg, mal kamen die Dettinger wieder auf zwei heran. Individuelle Fehler verhinderten, dass die Gäste den Abstand nicht weiter verkürzen oder sogar den Spielstand drehen konnten.

Außer Torhüter Patrick Bader, der vier Siebenmeter hielt und mehrere freie Würfe entschärfte, hatte an diesem Tag keiner die Form, um aus dem Schwarzwald zwei Punkte mit nach Hause zu nehmen. Bei solch schwankenden Leistungen wird man in Dettingen bis zum Ende gegen den Abstieg spielen.

TSV Dettingen: Maginski, Bader – Beck (1), Müller (1), Bauknecht (7), Brodbeck (1), Muckenfuß (2), Fritz (5), Weber (1), Euchner (3), Wille (1), Krohmer

TV Großengstingen gegen

HSG Rottweil 23:23 (11:12)

 Im dritten Saisonspiel holte der TV Großengstingen mit dem 23:23 gegen Mitaufsteiger HSG Rottweil den ersten Punkt und ist damit in der Landesliga angekommen. Die Gäste konnten sich bis zur siebten Minute auf 3:0 absetzen. Der TVG agierte im Angriff teilweise zu hektisch und lief in Konter. Bereits in der frühen Phase war es Torhüter Simon Trostel, der Schlimmeres verhinderte. Der TVG blieb dran und konnte durch Manuel Hummel und Alban Balaj zum 2:4 verkürzen. Ein konzentriertes Angriffsspiel brachte den TVG zum 7:7 (18.) durch Bastian Grünewald, ehe Kevin Hummel die Lila-Hemden erstmals in Front brachte. Technische Fehler und leichte Ballverluste sorgten dann für das 12:9 für die Gäste, ehe Manuel Hummel und Tiago Azevedo zum 11:12-Halbzeitstand verkürzen konnten.

Auch im zweiten Durchgang lief der TVG immer wieder einem Rückstand hinterher, gab jedoch nicht auf und zeigte eine tolle kämpferische Einstellung und gab sich nie geschlagen. Acht Minuten vor dem Abpfiff führte Rottweil mit 21:18, ehe der TVG eine heiße Schlussphase einleitete. Als Marcel Schwarz in der 57. Minute auf 21:22 verkürzte, schien der TVG die Partie drehen zu können, der Sieg wollte jedoch nicht mehr gelingen. Michael Kinzelmann gelang 70 Sekunden vor dem  Abpfiff das 23:23.

TV Großengstingen: Trostel, Rinker – S. Hummel (4), Leuze (2), K. Hummel (3), Azevedo (3), Reisch, Rudolph, Kinzelmann (1), Balaj (4/4), M. Hummel (4), Schwarz (1), Grünewald (1), Häcker

TSG Reutlingen gegen SG

Ober-/Unterh. 27:25 (13:15)

Durch einen auf Grund der überragenden zweiten Halbzeit unter dem Strich hochverdienten 27:25 (13:15)-Derbysieg gegen den Aufstiegsaspiranten SG Ober-/Unterhausen stürmten die Handballer der TSG Reutlingen auf den ersten Tabellenplatz – wenn auch nur über Nacht. „Wir haben vor dem Spiel gewusst, das wir unsere beste Leistung abrufen müssen, um zu bestehen. Das haben wir umgesetzt und deshalb verdient gewonnen“, jubelte TSG-Coach Marcus Grimm nach der Partie.

Die rund 250 Zuschauer sahen von Beginn an eine Begegnung auf recht hohem Niveua, in welcher die Hausherren zunächst das Zepter in die Hand nahmen. Folgerichtig gingen die Achalmstädter über die Stationen 4:2 (7.), 9:8 (17.) und 12:10 (25.) verdientermaßen in Führung. Urplötzlich stotterte der Reutlinger Angriffsmotor, bedingt durch Unkonzentriertheiten sowohl im Angriff als auch im Abwehrverbund, lud man die Gäste zum Torewerfen förmlich ein, so dass man mit dem Halbzeitpfiff das 13:15 mit in die Kabine nehmen musste.

Nach dem Seitenwechsel agierte das Team um Kapitän Rok Selakovic deutlich stabiler. Im Angriff folgte die beste Phase von Neuzugang Robert Selesi, der innerhalb weniger Zeigerumdrehungen drei seiner insgesamt sieben Treffer erzielte, so dass seine Farben wieder mit 18:17 (38.) in Führung gingen.

Nun folgte die entscheidende Phase. Während die Gastgeber in der Abwehr um Keeper Mersid Memisahovic Beton anrührten, zog Reutlingen Tor um Tor davon und setzte sich zum vorentscheidenden 24:20 (51.) durch Billy Bantle ab.

Die SG Ober-/Unterhausen konnte noch durch den mit acht Treffern erfolgreichsten Torschützen der Partie, Florian Grauer, auf 26:24 (58.) verkürzen, doch Benedict Greve erstickte mit dem letzten Reutlinger Treffer des Abends sämtliche Resthoffnungen der Gäste im Keim.

TSG Reutlingen: Selakovic, Memisahovic – Selesi (7/1), Leyh (4), Bantle (7/2), Wiedwald, Löchle, Ludescher, Hatic (2), Buck (2), Ofenheusle (2), Greve (3), Groß, Mayer

SG Ober-/Unterhausen: Fischer, Kilgus – Hagmaier (2), Bordt, Werz (4), Symanzik (1), Fl. Grauer (8), Sarpkaya (6), Tröster (3), Bochtler, Wild, Fe. Grauer (1), Althaus, Schmid

Themen in diesem Artikel
Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel