Fußball TSG-Damen setzen sich die Krone auf

Coach Eckhard Bayha rangiert mit seinem TSV Eningen (zehn Punkte) nach sieben Spielen aktuell auf dem siebten Tabellenplatz.
Coach Eckhard Bayha rangiert mit seinem TSV Eningen (zehn Punkte) nach sieben Spielen aktuell auf dem siebten Tabellenplatz. © Foto: Grundler
Region / swp 05.12.2018

Mit zwei Siegen gegen den TSV Eningen (3:2) und die SG Nürtingen/Wernau (3:0) übernahmen die Landesliga-Damen der TSG Reutlingen die alleinige Tabellenführung und haben nun beste Karten auf den Aufstieg in die Oberliga. Gefühlt war es ein verlorener Punkt im Derby gegen den TSV Eningen, obwohl am Ende die Freude über den 3:2 Sieg und die Revanche für die letzten beiden Niederlagen bei den Achalmstädterinnen überwog. Schon im ersten Satz dominierte die TSG eigentlich das Geschehen und arbeitete sich eine beruhigende 18:11 Führung heraus. Doch Eningen kämpfte unverdrossen, kam Punkt um Punkt heran und sicherte sich den Satz durch einen Angriff von Sabrina Buckendahl mit 25:23. Doch Reutlingen zeigt sich keineswegs geschockt. Trainer Jan Grauel brachte auf der Mittelposition mit Martina Fetzer frischen Wind, außerdem brillierte Libera Alisa Schweizer in der Abwehr, und prompt schlug das Pendel zu Gunsten der TSG aus.

Dramatik in Satz vier

Souverän gingen die Sätze zwei und drei an die TSG-Sechs (25:18, 25:19). An Spannung und Dramatik kaum zu überbieten dann Durchgang vier. Die Schmetterlinge riskierten nochmals alles, schlugen druckvoll auf und gingen mit 19:10 in Führung. Dann lieferte sich Sara Zöllner im Aufschlag ein Privatduell mit Mona Taigel in der Annahme und brachte ihre Farben wieder auf 17:19 heran. Beim Stande von 24:23 und 25:24 gab es sogar zwei Matchbälle für die TSG, die beide jedoch nicht genutzt wurden. So gelang Eningen doch noch der Ausgleich (27:25). Im Tie-Break lieferten sich dann beide Abwehrreihen ein packendes Duell mit langen Ballwechseln, die aber meistens Reutlingen als Sieger sahen. Am Ende stand schließlich ein hart erkämpfter Sieg (15:10) für die TSG, die dann im Spitzenspiel gegen die SG Nürtingen/Wernau diesen Schwung mitnahm und richtig Dampf machte. Nur im zweiten Satz (29:27) wackelte die TSG kurz, zog aber dann unwiderstehlich ihr Angriffsspiel durch und schickte den einzigen ernsthaften Konkurrenten im Meisterschaftsrennen glatt mit 3:0  nach Hause.

TSG Reutlingen: Fetzer, Gieske, Hattingen-Pröbster, Hemmann, Humic, Hunstein, Schröder, Schweizer, Vohrer, Zöllner.

TSV Eningen:  Buckendahl, Bückle, Folberth, Missbauer, Paczulla, Ribeiro-Küppers, van Severen, Sonntag, Taigel, Weißmüller, Zander.

Ohne die Verletzten Jan Siller und Matthias Anft sowie Lutz Jaksche (krank) und Jonathan Schopp (verhindert) kam Oberligist TSV Eningen zu einem wichtigen 3:1-Erfolg beim Letzten SG Volley Alb. Völlig umstellen musste Trainer Eckard Bayha, da die etatmäßigen Mittelblocker alle ausgefallen waren und trotzdem klappte aus einer stabilen Annahme heraus fast alles, sodass eine schnelle 2:0-Führung die Folge war. Im dritten Satz kamen die Aufschläge der SG risikoreicher und prompt musste Eningen einem Rückstand hinterherlaufen. Beim 22:22 hatte man den Gleichstand erreicht, doch konnte man den Satzverlust nicht verhindern. Im vierten Satz gelang den Bayha-Schützlingen eine schnelle Führung, die sie bis zum Schluss nicht mehr abgaben.  Mit dem Sieg hat sich der TSV nun etwas von den Abstiegsplätzen entfernt.

TSV Eningen:  Kimmerle, Mattes, Pauckner, Schilke, Schwille, Späth, Wödl.

Einen wertvollen Punkt ergatterte Landesligist TSV Eningen II beim Tabellenzweiten TSB Ravensburg. Obwohl die Mannschaft durch die Ausfälle von Patrick Anft und Carsten Fellmeth arg gehandicapt war, konnte man einen 1:2 Rückstand noch ausgleichen. Im fünften Satz fehlte dann die Kraft, um den Sieg nach Hause zu bringen.

TSV Eningen II:   Auer, Bückle, Friedrichson, Huonker, Sowoda, Staake, Wolff.

Bezirksligist VfL Pfullingen wird wohl auf einem Abstiegsplatz überwintern. Sowohl gegen den Tabellenzweiten TG Bad Waldsee II als auch gegen den Lokalrivalen PSV Reutlingen setzte es zwei deutliche 0:3 Niederlagen. War gegen die Oberschwaben ein Punktverlust einkalkuliert, haderte VfL-Trainer Thomas Teiber nach der Pleite gegen den PSV doch mit der Chancenverwertung. „Wir haben eigentlich ganz gut Druck gemacht, aber der PSV hat sich mit seiner guten Abwehr immer wieder befreit und dann in den langen Ballwechseln die wichtigen Punkte gemacht“, brachte Teiber das Manko seines Teams auf den Punkt. So konnte der VfL immer bis 17 Punkte mithalten, musste dann aber den Gegner ziehen lassen. Sein Gegenüber Fabian Kaiser hingegen durfte sich angesichts einiger angeschlagener Spieler über weitere drei Punkte freuen und hat sich mit seiner Mannschaft nun erst einmal oben festgesetzt.

VfL Pfullingen: Banzhaf, Bucher, Missbauer, Pflüger, Sautter, Trumpf, Weißschuh, Wilkening.

PSV Reutlingen:  Freitag, Grauel, Kronenberger, Liss, Oertel, Pfleger, Proebster,Springmann.

Eine 2:0-Führung bei der SG Friedrichshafen IV/Fischbach reichte dem TSV Eningen III nicht, um sich etwas aus der Abstiegszone der Bezirksliga zu befreien. Am Ende war man froh durch den 3:2 Erfolg wenigstens zwei Punkte auf der Habenseite mitzunehmen.

TSV Eningen III:  Bauer, Brielmann,  Hiller, Karlewski, Kimmerle, König, Margenfeld, Mezger, Schilling.

Die Tie-Break-Königinnen der SG Reutlingen/Betzingen haben wieder zugeschlagen. Beim SC Renningen setzte sich die Klein-Truppe mit 3:2 durch, sprach aber hinterher eher von einem Punktverlust als von einem Punktgewinn, da man zu oft den Gegner durch eigene Fehler stark machte und so nach einer 2:1-Führung noch in den fünften Satz musste.

SG Reutlingen/Betzingen:  Bloß, Favretto, Grubisic, Knoblauch, Krich-Gruschwitz, Lang,  Mezger, Rhattas, Rojan, Straub.

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