Fußball TSG Balingen plant den Regionalliga-Aufstieg

Daniel Seemann (links) wechselte als letzter von insgesamt sechs Spielern des SSV Reutlingen zum Liga-Konkurrenten TSG Balingen. Die Volkwein-Truppe hat gute Chancen auf den Aufstieg, was eine Mehrheit der Verantwortlichen begrüßen würde.
Daniel Seemann (links) wechselte als letzter von insgesamt sechs Spielern des SSV Reutlingen zum Liga-Konkurrenten TSG Balingen. Die Volkwein-Truppe hat gute Chancen auf den Aufstieg, was eine Mehrheit der Verantwortlichen begrüßen würde. © Foto: Eibner
Balingen / Gattiker 21.02.2018

Zehn Jahre lang spielte die TSG Balingen in der Verbandsliga, danach zehn Jahre in der Oberliga. Nun ist man Tabellenführer, würde als Meister direkt in die 4. Liga, die Regionalliga Süd, aufsteigen.

Die ersten sechs einer Oberliga müssen Unterlagen für die 4. Liga an den Verband schicken - das machte die TSG schom drei Mal. Nun ist aber alles anders: Man führt die Tabelle an.

Viele Anforderungen

Das Stadion, die Bizerba-Arena, erfüllt  viele Anforderungen: Man hat Flutlicht und eine neue Tribüne – tauglich für die Regionalliga. Bei Sicherheitsspielen muss man einiges  beachten, aber man will dann nicht in ein anderes Stadion umziehen (das Reutlinger Kreuzeiche-Stadion wäre zum Beispiel geeignet und erfüllt alle Anforderungen mit Zaun und separatem Gästeblock). In Balingen gibt es hinsichtlich eines Aufstieges zwei Gruppen: Die klar größere ist für Aufstieg, eine kleinere hat Bedenken aus finanziellen Gründen. Der Aufwand wird (Reisen, Übernachtungen) viel größer, auch viele Wochentagsspiele stehen an. Nun wird ein hauptamtlicher Geschäftsführer  gesucht, der neue  Geldquellen akquirieren muss.

Uwe Haußmann, Vorsitzender der Fußball-Abteilung betont, dass man den Etat um 450 000 Euro erhöhen müsse, wenn man das Vorhaben ernsthaft angehen will. Mit Spielberg, Nöttingen und Bahlingen stiegen drei Oberligisten aus Baden-Württemberg nach einem Jahr wieder  ab, das will die TSG  vermeiden, wenn man das Ziel erreicht. Es gab Besichtigungen mit Vertretern der Stadt, der Polizei und Regionalliga-Funktionären. Es wird über Einfriedungen eines Gästeblocks gegenüber der Haupttribüne mit Zäunen nachgedacht, es muss einen weiteren Zugang geben, auch ein abgetrennter  Spielereingang muss gefunden werden. Das kostet viel Geld. Dann muss geklärt werden, ob die Spieler sechsmal pro Woche trainieren können, ob Trainer Ralf Volkwein seinen Beruf mit dem Traineramt zeitlich vereinbaren kann.

Neue Herausforderung

Haußmann ist überzeugt, dass die neue Herausforderung zu meistern ist. Es gibt auch eine Aufbruchstimmung. Gegner wie Waldhof Mannheim, VfB Stuttgartt II, SSV Ulm 1846, Stuttgarter Kickers, Kickers Offenbach, 1. FC Saarbrücken, SC Freiburg II, Wormatia Worms oder SV Elversberg gastierten noch nie in Balingen. Da kann man den bisherigen Zuschauerschnitt von 600 Fans glatt verdoppeln oder verdreifachen - da kommen vielleicht auch mal 2000 Zuschauer zu einer interessanten Partie. Das Ziel ist klar Regionalliga, wenn man so spielt wie bisher ist der Aufstieg möglich: Der Meister steigt direkt auf, der Zweite bestreitet eine Aufstiegsrunde mit den Zweiten aus Hessen und Rheinland-Pfalz/Saarland.

Der SSV Reutlingen ist ein bisschen am möglichen Aufstieg beteiligt, denn mit Seemann, Hauser, Fecker, Pflumm, Kurth und Schreyeck sind sechs ehemalige Stützen aus Reutlingen in Balingen am Ball.

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