Das diesjährige Meeting wartet erneut mit einem international stark besetzten Feld auf. So geht der Niederländer und frühere U23 EM-Bronzemedaillengewinner Jesper van der Wielen mit einer Bestzeit von 7:52,57 Minuten als Favorit in das Rennen. Dahinter drängen sich Athleten wie der Engländer Christopher Olley (8:06,15 Minuten), der seit einigen Monaten aus Studiengründen in Freiburg weilt, und der Ire Daire Bermingham (8:10,34). Gespannt sein darf man auch auf den Auftritt von Charles Grethen (8:08 Minuten). Der Luxemburger ist in Pliezhausen kein unbekanntes Gesicht: Im Vorjahr belegte er über 1000 Meter Platz zwei hinter dem Deutschen Meister Timo Benitz.

Bei den Frauen stehen zwei EM-Teilnehmerinnen aus dem Norden Deutschlands im Blickpunkt. Agata Strausa (Lauf-Team Haspa Marathon Hamburg) konnte sich im letzten Jahr mit zwei deutschen Vizemeistertiteln in Szene setzen. Ihr Hausrekord über 3000 Meter steht bei 9:11,23 Minuten. Nur knapp dahinter folgt Isabell Teegen (SC Rönnau 74), die eine Bestzeit von 9:12,80 Minuten vorweisen kann.

Hindernisspezialist Martin Grau (LSC Höchstadt/Aisch) möchte wieder erfolgreich laufen. Der EM-Finalist 2014 und Deutsche Meister 2015 nimmt die WM in London fest ins Visier. Auf dem Weg dorthin kehrt er zurück nach Pliezhausen, wo er sich 2013 in 5:39,96 Minuten bereits in die Siegerliste über 2000 Meter Hindernis eintragen konnte. Einer seiner Herausforderer ist kein geringerer als Vorjahressieger Tim Stegemann (Erfurter LAC), der sich auf 5:41,12 Minuten steigerte. Auf der Rechnung haben sollte man außerdem Patrick Karl (TV Ochsenfurt), der die Bestenliste 2016 im Hindernislauf anführt. Dem 20-jährigen Hoffnungsträger attestiert Bundestrainer Werner Klein einen „bemerkenswerten Leistungssprung“. Allerdings bleibt abzuwarten, ob der Deutsche U23-Meister schon wieder die Form hat, um seine Bestmarke (5:40,23 Minuten) anzugreifen.

Das Feld der Frauen wird angeführt von Jana Sussmann (Lauf-Team Haspa Marathon Hamburg, Bestzeit 6:20,64). Damit gilt sie als erste Anwärterin für die Nachfolge der Schweizer Vorjahressiegerin Fabienne Schlumpf. Selbst der Meetingrekord (6:15,52 Minuten) scheint nicht außer Reichweite. Die Hamburgerin beeindruckte nach dem knapp verpassten Olympia-Ticket zum Saisonende mit einer neuen Bestzeit über 3000 Meter Hindernis (9:41,05 Minuten) und kommt mit dem Rückenwind von DM-Erfolgen auf der Straße (Einzel-Bronze, Team-Gold) und im Crosslauf (Team-Gold) nach Pliezhausen. Die Hindernis-Wettbewerbe überraschen aber immer.