Laura Siegemund steht als erste Deutsche seit Turniersiegerin Claudia Kohde-Kilsch 1985 im Damendoppel-Finale der US Open in New York. Die 32-Jährige aus Metzingen zog an der Seite der Russin Wera Swonarewa beim ersten gemeinsamen Einsatz erstmals in ihrer Karriere ins Doppel-Endspiel eines Grand-Slam-Turniers ein. Das Duo schlug die ungesetzten Russinnen Anna Blinkowa und Weronika Kudermetowa (Russland) 5:7, 6:3, 7:5.
2016 hatte Siegemund ebenfalls in New York an der Seite des Kroaten Mate Pavic den Titel im Mixed gewonnen. "Diese Erfahrung hat ein bisschen geholfen", sagte sie: "Aber wir haben auch versucht, das Match nicht als Grand-Slam-Halbfinale zu sehen, sondern es ganz easy von Punkt zu Punkt gespielt. Ich glaube, wir hatten einen ganz guten Plan." Kohde-Kilsch hatte 1985 mit der Tschechin Helena Sukova den Titel in New York gewonnen, die "Twin Towers" waren seinerzeit eines der weltbesten Doppel.
Die Finalgegnerinnen von Siegemund/Swonarewa ermitteln Asia Muhammad/Taylor Townsend (USA) und die an Nummer drei gesetzten Nicole Melichar/Yifan Xu (USA/China).
Siegemund hatte von Beginn an Probleme mit ihrem ersten Aufschlag und kassierte im ersten Satz das Rebreak zum 4:4 und das Break zum Satzverlust. Im dritten Satz kamen Siegemund und Swonarewa dann über den Kampf zum Erfolg, selbst nach einem Break steckten sie nicht auf und buchten schließlich das heißersehnte Finalticket.
Im Dameneinzel steht Kerber-Bezwingerin Jennifer Brady (USA) als erste Halbfinalistin fest. Die 25-Jährige, die von dem früheren deutschen Tourspieler Michael Geserer trainiert wird, gewann gegen Julija Putinzewa (Kasachstan) mit 6:3, 6:2.
In der Runde der letzten Vier trifft Brady auf die an Nummer vier gesetzte Naomi Osaka (Japan), US-Open-Siegerin von 2018, oder Shelby Rogers (USA).