Die American Footballer des SSV Reutlingen, die Eagles, gastierten zum Saisonauftakt  in der Bezirksliga Baden-Württemberg beim Meisterschaftsfavoriten Heidelberg Hunters. Michael Häring, Cheftrainer der Reutlinger seit August, stimmte die Defensive der Eagles so gut wie möglich ein. Den Spielerkader der Eagles verstärken eine zweistellige Zahl neuer Spieler mit und ohne Footballerfahrung, die in Heidelberg zum ersten Mal für die Reutlinger „Adler“ aufliefen.

 Nach gewonnenem Münzwurf schickten die in lila spielenden Eagles zuerst ihr Herzstück, die Defensive, aufs Feld. Die starken Runs der Heidelberger und deren US-Ballträger konnten nach kurzer Zeit unter Kontrolle gebracht werden.  Die ersten Drives der Achalmstädter konnten nicht zum Punktgewinn genutzt werden. Individuelle Fehler, die sich durch alle Positionen zogen, unnötige Strafen und Ballverluste belasteten die Anfangsphase. Diese Unsicherheiten wurden von der Heidelberger Defense genutzt und so ging das erste Viertel nach einem Safety Heidelbergs mit 0:2 zu Ende. Die lange Spielzeit und der konstante Druck führte nach einem langen Drive der gegnerischen Offense zu deren erstem Touchdown und nach verwandeltem  Extrapunkt zum Stand von 0:9. Auch im zweiten Viertel fanden die SSV-Footballer offensiv nicht zu ihrem Spiel. Eine Interception der Heidelberger Defense brachte das Heimteam in gute Feldposition, die durch ein Fieldgoal zu drei Punkten und einem Zwischenstand von 0:12 aus Gästesicht führte. Zur Halbzeit stand es nach einem weiteren Touchdown schon 19:0.

 Die Reutlinger Coaches nutzten die Halbzeit, um ihr Team wieder aufzubauen. Auf dem Feld machte sich das durch konzentrierteres Auftreten, besseres Blocking und präzisere Pässe bemerkbar. Passend zum Spielverlauf war es allerdings auch auf Reutlinger Seite die Defensivabteilung, die die ersten Punkte des Jahres 2017 einfuhr: Auch hier verhalf ein Safety zu zwei Punkten. Während des direkt folgenden Ballbesitzes konnte die Offensive dann endlich nachlegen. Nach langem Pass durch QB Kotraci auf Dominik Wollmertshäuser brachte das Laufspiel um den starken Cengiz Arslan die Reutlinger in die Position, ein Field-Goal zu versuchen, das von Kai Singer gewohnt sicher zum 5:19 verwandelt wurde. Im vierten Viertel verkürzten die Achalmstädter gar auf 11:19. Der Extrapunktversuch schlug fehl. Obwohl die Eagles das dritte Viertel mit 5:0 und das vierte Viertel mit 6:2 für sich entschieden, mussten sie sich den Heidelberg Hunters am Ende mit 11:21 beugen.