Die Skizunft Römerstein geht mit wenigen Schneekilometern, aber einer motivierten, über 20-köpfigen Mannschaft in die nordische Skisaison 2019/2020. Mit sechs Verbandskader-Mitgliedern will man zum dritten Mal in Folge bester Verein im Schwäbischen Skiverband werden.

Mehrstetten ist ein Konkurrent

„Den Hattrick perfekt machen“, gibt Matthias Etzel als eines der Ziele für die SZ-Langläufer aus. In den vergangenen beiden Jahren konnten die Römersteiner in der Serie des Schwäbischen Skiverbands jeweils die meisten Punkte sammeln. „Es wird nicht leicht“, meint der Trainer, der auch mit den immer stärker werdenden Mehrstettern und der Skiläuferzunft Leutkirch rechnet.

Konzentration aufs Wesentliche

Die ist am 22. Dezember Ausrichter des ersten Wettkampfs, den Etzels Nachwuchs-Sportler bestreiten wollen. Beim eröffnenden Deutschland-Pokal in Oberwiesenthal, der eigentlich an diesem Wochenende (14./15. Dezember) ausgetragen werden sollte (und inzwischen abgesagt ist), wäre kein Römersteiner gelaufen. Jonas Schwenk wird sich in diesem Winter mehr auf die regionalen Rennen konzentrieren und versuchen, seinem Klub so viel wie möglich SSV-Punkte zu bescheren. Der Dettinger Jari Alber ist auch noch an Bord, wird vielleicht aber auch mal einen Marathon laufen.

So werden auf nationaler Ebene vor allem Simon Bächtle und Levin Etzel im Deutschen Schülercup die Römersteiner Farben vertreten. „Simon Bächtle ist sehr zielorientiert und hat im Training gute Leistungen gezeigt“, sagt Matthias Etzel über den Donnstetter, der in diesem Winter in der U15 mehrere Plätze unter den besten Zehn anpeilt. Der gleichaltrige Levin Etzel ist körperlich noch nicht so weit, besitzt aber gute Ausdauer-Werte und hat Spaß am Training.

Niemand wird verheizt

„Für uns ist es wichtig, die Jungen im Sport zu halten und nicht zu verheizen. Die Motivation muss von innen kommen“, meint Matthias Etzel. Über einen Baden-Württembergischen Meister würde man sich natürlich trotzdem freuen.

Diese Philosophie gilt auch für Tim Feller und Nico Füllemann, die in der U13 dem SSV-Kader angehören und die man landesweit auch mit ganz vorne erwarten kann. Luis Füllemann läuft in der U14 ebenfalls im Kader und gehört dort zu den Besten. „Ein paar Schwarzwälder sind stärker, aber es ist klar, dass man versucht, da ranzukommen“, erklärt Etzel.

Und wieder fehlt der Schnee

Allerdings müssen die Älbler das erst mal wieder mit einer bescheidenen Anzahl an Schneekilometer tun. Der SSV-Kader war im Trainingslager in Livigno auf Schnee, aber sonst heißt es Kilometer schrubben auf Skirollern. „Wir nehmen es wie es kommt, wir sind es ja gewohnt“, so Etzel.

Wettkämpfe auf Schnee, das hat Linn Katzmeier bereits hinter sich. Die sehbehinderte SZ-Läuferin hat in der Skihalle in Oberhof die Deutschen Meisterschaften der paralympischen Sportler bestritten. Sie wird für die SZ aber weiterhin mit Begleitläuferin „normale“ Rennen bestreiten. Sie hat in etwa das Niveau, das ihre U14-Vereinskolleginnen Mia Etzel und Leni Klebba aufweisen. Beide sind zwar nicht im SSV-Kader, aber im erweiterten Kreis.

Zuspruch passt in Römerstein

Insgesamt ist man bei der SZ ganz zufrieden mit dem Zuspruch. Mehr als 20 Läuferinnen und Läufer weiß man in seinen Reihen. Die Aktionstage während der Einweihung der neuen Rollskibahn tragen Früchte, sieben neue Kinder, vom Bambini-Alter bis zur U10, haben sich zum Sport motivieren lassen. So nach und nach kommen jetzt auch die etatmäßigen Mountainbiker wieder dazu, wie Kaja Pfau, Antonia und Charlotte Weeger oder Fabian Buck. Sie werden sicher auch den einen oder anderen Wettkampf bestreiten.

Verantwortliche Trainer bei der SZ bleiben neben Matthias Etzel Anette Reutlinger (U11 bis U13), sowie das Dreigestirn Luisa Holder, Britta Holder und Simone Haas für die Jüngeren.

SZR veranstaltet drei Rennen

Als Ausrichter von Rennen tritt die Skizunft im TSV Böhringen dreifach in Erscheinung. Die Bezirks-Staffelmeisterschaften sind auf 10. Januar terminiert, am 2. Februar werden sowohl die VR-Talentiade als auch die Leki Race-Challenge in Römerstein ausgetragen.