Laura Siegemund und Julia Görges haben die sportliche Ehre der deutschen Tennis-Damen in Paris bei den French Open 2020 gerettet. Die 32 Jahre alte Siegemund aus Metzingen setzte sich am Dienstag, den 29.09.2020, bei den French Open gegen die Französin Kristina Mladenovic nach einem tollen Comeback mit 7:5, 6:3 durch und zog in die zweite Runde ein.

Görges und Siegemund treffen nun aufeinander

Wenig später folgte ihr die 31 Jahre alte Görges. In ihrem erst zweiten Match nach dem Neustart nach der monatelangen Corona-Pause gewann die Fed-Cup-Spielerin gegen die an Nummer 19 gesetzte Amerikanerin Alison Riske mit 6:3, 6:7 (4:7), 6:1. Görges und Siegemund treffen nun aufeinander. Zuvor hatten Angelique Kerber, Andrea Petkovic, Anna-Lena Friedsam und Tamara Korpatsch ihre Auftaktpartien verloren.

1. Satz: Siegemund mit 1:5-Rückstand

Siegemund machte im ersten Satz einen 1:5-Rückstand wett und wehrte sieben Satzbälle ab. Nach 2:02 Stunden nutzte sie ihren ersten Matchball. Siegemund begeisterte mit einer kämpferisch überragenden Leistung. Einen Tag nach der Lustlos-Vorstellung von Angelique Kerber ließ sich die US-Open-Siegerin im Doppel auch von einem schlechten Start nicht aus der Ruhe bringen.

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Obwohl Mladenovic unter dem geschlossenen Dach des Court Philippe Chatrier auf 5:1 davon zog, blieb Siegemund ruhig und steigerte sich von Ballwechsel zu Ballwechsel. Nach 71 Minuten wurde die Aufholjagd der Schwäbin mit dem Gewinn des ersten Satzes belohnt.

Schiedsrichter übersieht Fehler von Siegemund

Knackpunkt der Partie war der letzte Satzball für Mladenovic, die Französin hatte davor schon sieben vergeben: Die Metzingerin Siegemund schlug einen Stoppball, der bereits zweimal in ihrem Feld aufgesprungen war, noch über das Netz. Mladenovic machte im Anschluss problemlos per Volley den Punkt, lief dabei aber ins Netz - der Schiedsrichter entschied Punkt Siegemund. Eine Fehlentscheidung von Stuhlschiedsrichterin Eva Asderaki und kein Fairplay der Metzingerin. Siegemund sagte später in der Pressekonferenz, dass sie nicht hundertprozentig gemerkt hatte, ob der Ball bereits zweimal aufgesprungen war. „Hätte sie es zugeben wäre sie die beste und fairste Spielerin der Tour gewesen. Leider hat sie es nicht getan, was ich auch nicht erwartet habe“, erklärte Mladenvoic nach der Partie. Auf Eurosport.de könnt die umstrittenen Situation zwischen Siegemund und Mladenvoic nochmals sehen und die Statements beider Spielerinnen dazu.

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Metzingen

„Ich war mit dem Anfang überhaupt nicht zufrieden, da habe ich viel zu viele leichte Fehler gemacht“, sagte Siegemund selbstkritisch. „Aber wie ich mich dann gesteigert und gespielt habe, das war schon sehr gut“, sagte die Schwäbin, die im zweiten Satz alles im Griff hatte.