Lisa Brennauer und Franziska Brauße haben bei der Bahnrad-WM in Berlin die Silber- und Bronzemedaille in der 3000-Meter-Einerverfolgung gewonnen.

„Die letzte Woche war auf jeden Fall unglaublich. So richtig glauben kann ich es immer noch nicht“, meinte die in Metzingen geborene und aus Eningen stammende Radsportlerin Franziska Brauße (früher TSV Betzingen, jetzt RSV Öschelbronn) nach ihrem zweiten Edelmetall in der Bundeshauptstadt.

Brennauer (Durach) verlor am Samstag das Finale in 3:23,229 Minuten gegen die überragende Amerikanerin Chloe Dygert, die in 3:16,937 Minuten erneut ihren Weltrekord verbesserte.

Brauße gewinnt kleines Finale

Die 21-jährige Brauße (RSV Öschelbronn/3:24,284) gewann das kleine Finale gegen Teamkollegin Lisa Klein (Erfurt/3:26,342). Zuvor waren beide noch gemeinsam das Madison-Rennen über 30 Kilometer gefahren, hatten als Zehnte beim Sieg der Niederländerinnen Kirsten Wild und Amy Pieters aber die Medaillenränge verfehlt.

Podestplätze fünf und sechs

Für das deutsche Team waren es die Podestplätze Nummer fünf und sechs, allesamt durch die Frauen. In der ersten Entscheidung des Tages hatte die erst 20-jährige Lea Sophie Friedrich das 500-Meter-Zeitfahren gewonnen. Brauße, Europameisterin in der 3000-Meter-Einzelverfolgung, war in der Qualifikation am Mittag in 3:20,222 Minuten noch unter Lisa Brennauers bisherigem deutschen Rekord (3:23,401) geblieben, aber ihre Teamkollegin unterbot die Zeit nochmals mit 3:18,320 Minuten.

Schon am Donnerstag raste Franziska Brauße mit dem Frauen-Vierer in deutscher Rekordzeit zu Bronze. Mit zwei Bronzemedaillen erfüllte die Ex-Betzingerin ihr selbst gestecktes Ziel, in diesen Disziplinen an Sprung aufs Podium zu schaffen.

Das Beste herausgeholt

Franziska Brauße meinte hinterher: „Mit der Mannschaft haben wir nach der etwas misslungenen Qualifikation dann noch mit Platz drei das Beste herausgeholt. Wobei unsere Zeit in der ersten Runde die zweitschnellste Zeit jemals war. Am Samstag hatte ich einen harten Tag mit der Einerverfolgung und Madison. Das kleine Finale war aber ok, zumal Lisa Klein auch das Madison in den Beinen hatte. Für uns als Mannschaft motiviert das Abschneiden auf jeden Fall enorm in Richtung Olympia in Tokio.“

Dort will man nicht leer ausgehen. Bekanntlich ist die 21-jährige Franziska Brauße mit dem Vierer eine Medaillenkandidatin bei den Olympischen Sommerspielen in Japan.