Basketball Raben flattern unterm Korb

Müsste passen. Reutlingens Sinan Durant (links) kommt frei zum Korb. Überhaupt stellte sich die TSG gegen Mannheim nicht ungeschickt an.
Müsste passen. Reutlingens Sinan Durant (links) kommt frei zum Korb. Überhaupt stellte sich die TSG gegen Mannheim nicht ungeschickt an. © Foto: Baur
Reutlingen / swp 04.10.2017

Am zweiten Spieltag mussten die TSG-Basketballer in der 2. Regionalliga nach engagiertem Auftritt dem Favorit aus Mannheim die Punkte lassen. Trotz der Niederlage haben sie den Heimauftakt ordentlich gestaltet. Die Ravens, wie der neue Teamname nun lautet, ließen sich vom Aufstiegskandidat nicht überrennen, sondern zeigten über weite Strecken eine ansprechende Leistung.

Gute Defensive

Die Hausherren kamen gegen die in Bestbesetzung angereisten Favoriten aus Nord-Württemberg gut in die Partie und konnten das erste Viertel sogar für sich entscheiden (21:20).  Vor allem die Defensive arbeitete gut, der Einsatz stimmte und Mannheim kam nicht in den gewohnten Rhythmus. Das änderte sich im zweiten Viertel. Bei der TSG stockte offensiv der Motor, die vielen Neuzugänge fanden noch nicht richtig zueinander und den während der Woche wegen Krankheit ausgefallenen Sinan Durant und Alex Feldberg merkte man an, dass sie noch nicht 100 Prozent bei Kräften sind.

So konnten die Gäste nach und nach davonziehen und sich einen zweistelligen Vorsprung zur Halbzeit erarbeiten (36:50). 30 Punkte im zweiten Viertel waren natürlich viel zu viel, somit lautete die Devise, in der zweiten Halbzeit wieder engagierter in der Defensive zupacken und gegen die deutlich größeren Gegenspieler mit viel Herz die fehlenden Zentimeter wettzumachen.

Dies gelang im dritten Viertel nur bedingt. Die Mannheimer hatten spätestens Mitte des zweiten Viertels ihren Rhythmus gefunden und diesen auch nicht in der Kabine verloren. Immer wieder konnten die großen Leute in Korbnähe abschließen, da auch die Mannheimer Guards einen guten Job machten und diese durch Penetration zum Korb in Szene setzten.  Auch nach dem dritten Viertel betrug der Abstand noch 16 Punkte (46:62).

Die Dreier sitzen

Wer dachte, die Ravens geben nun auf, irrte sich, denn die TSG-Basketballer zeigten weiter eine sehr engangierte Leistung, speziell defensiv. Doch immer wieder leicht verpasste Punkte und fehlendes Wurfglück hinderten die TSG daran, das Spiel zu drehen. Erst zwei Minuten vor Schluss fand die TSG jenes Wurfglück und konnte zur Überraschung der Gäste den Vorsprung nach Dreipunktewürfen von Stjepan Buhac und Sinan Durant auf nur noch sechs Zähler verkürzen.

Doch die Mannheimer spielten konzentriert ihre individuelle Klasse aus und brachten den Sieg letztlich mit mehr Mühe als gedacht über die Runden. Am Ende stand ein 68:78-Sieg für den Favoriten. In der Schlusssequenz fehlte auch die offensive Unterstützung für Topscorer Damir Dronjic, der als einziger Reutlinger zweistellig punktete (19).

Die TSG Reutlingen kann mit der Leistung aber zufrieden sein. Nach zwei Topteams zum Saisonauftakt steht am kommenden Wochenende die Partie bei Mitaufsteiger Wieblingen an, welche überraschend Absteiger USC Heidelberg auswärts mit 80:66 schlugen. Trotzdem eine Partie, bei der sich die TSG Siegchancen ausrechnet.

TSG-Scoring: Dronjic (19/3), Wildermuth (9/1), Klay (8), Buhac (7/1), Durant (7/1), Feldberg (6), Adeboyeku (6), Charlton (6), Grubic, Philippi, Kiriakidis