Rabausch Siebter bei Schweizer Höllentrip Leichtathletik: 55. Ultralauf, 100 km in Biel

DIETMAR CZAPALLA 12.06.2013
Bei der 55. Auflage des legendären 100-Kilometer-Laufs in Biel (Schweiz) liefen im zeitlichen Rahmen von 21 Stunden 954 Teilnehmer ins Ziel. Von den zehn "Ultras" der Region ragte Stefan Rabausch heraus.

Seit eh und je wagen etliche Läuferinnen und Läufer aus der Region den alljährlichen 100 Kilometer langen Höllentrip durch die Nacht der Nächte im schweizerischen Biel. Rund 1000 Ultra-Läuferinnen und -Läufer versuchten, die 55. Auflage des längsten Crosslaufs in Europa erfolgreich zu beenden. Das heißt, sie mussten vor Ablauf des zeitlichen Rahmens von 21 Stunden über den neben dem Kongressgebäude liegenden, lange Zeit herbeigesehnten Zielstrich laufen. Letztlich schafften es 954 Teilnehmer, darunter 153 Frauen. Beim Start, am Freitagabend um 22 Uhr in der Bieler Innenstadt, herrschten für einen Ultralauf "nahezu perfekte Witterungsbedingungen. Gleiches galt für den Ohmenhäuser Ultralauf-Spezialist Helmut Sirtl, Herbert Roos (Reutlingen), Hannelore Huhn (Riederich), Vincenzo Schittone (TSV Altenburg), den Grafenberger Klaus Woldert (TuS Metzingen), Jürgen Vietense (IGL Reutlingen) und Peter Born (Nürtingen).

Für eine faustdicke Überraschung sorgte der 41-jährige Eninger Triathlon-Spezialist Stefan Rabausch. Für den ehemaligen Fußballer des TSV Eningen war es die Premiere - "ich dachte mir, probiere es einfach" - auf der 100-Kilometer-Distanz. Mit Radbegleitung lief es für den Ausdauerathleten bis Kilometer 75 ,,perfekt, dann kam ein Tief." Als es nach fünf Kilometern eine ganze Weile bergab ging, gelang es ihm sich ,,mental zu puschen" und zwischen 80 und 95 Kilometer ,,alles rauszuholen." Den Zielstrich überquerte Rabausch in der überragenden Zeit von 8:05:35 Stunden schon als Siebter der Gesamtwertung. Damit hatte er die schnellste Zeit und auch beste Platzierung erreicht, die jemals ein Läufer der Region Neckar/Alb in 55 Jahren Biel abgeliefert hat.

Sehr beachtenswert auch die Leistung des Reutlinger Ultra-Seniors Helmut Sirtl. Bei seiner achten Biel-Teilnahme tauchte der vereinslose Ohmenhäuser 12:01:01 Stunden nach dem Startschuss als Elfter seiner Altersklasse M60 im Ziel auf. Damit hatte er sich im Vergleich zum Vorjahr um 38 Minuten verbessert. Herbert Roos (Roadrunner Reutlingen) bewältigte die ultralange Strecke in 13:02:47 Stunden. Sehr stark auch die 59-jährige Hannelore Huhn (Riederich), die in der Zeit von 13:48:52 Stunden Achte der W55 wurde. M65-Läufer Vincenzo Schittone (TSV Altenburg) finishte in 14:05:52 Stunden.

15:34:49 Stunden nach dem Startschuss tauchte auch der Grafenberger Klaus Woldert im Ziel auf. Der für die TuS Metzingen startende 72-jährige Ultraläufer bewältigte den querfeldein führenden Schweizer Höllentrip abermals erfolgreich. Diesmal als Neunter der M70 in bewundernswerten 15:34:49 Stunden. 134 weitere erfolgreiche männliche Ultraläufer konnte Woldert hinter sich lassen. Der 68-jährige Jürgen Vietense (IGL Reutlingen) finishte bei seinem Biel-Auftritt in 16:11:36 Stunden und war damit 17 Minuten schneller unterwegs als im Vorjahr.

Der für den TSV Kusterdingen startende Dettinger Dietmar Veith beendete seinen Ultralauf nach 3:26 Stunden, für Rainer Leske (SV Ohmenhausen) kam das vorzeitige Aus nach 3:45 Stunden.

Schnellster von allen war der 26-jährige Schweizer Florian Vieux aus Collombey in der sagenhaften Zeit von 7:14:00 Stunden. Bei den Frauen siegte seine um zwölf Jahre ältere Landsfrau Gabriele Werthmüller aus Zuckwil (8:30:27 Stunden).

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