Nina Küderle kippte, kaum dass sie die Ziellinie ein paar Meter hinter sich gelassen hatte, erst mal vom Rad und legte sich flach auf den Boden. Mit einer Flasche Wasser versorgt, kam sie aber rasch wieder zu Atem.

Die Juniorin vom TSV Böhringen hatte versucht die Französin Ilona Peltier auf der Zielgeraden noch abzufangen, erfolglos, denn die war dann doch 1,1 Sekunden schneller als Nina Küderle.

„Bin sehr zufrieden“

Egal, immerhin ein 18. Platz bei der UCI Junior Serie. „Ja, damit bin ich sehr zufrieden“, nickte die Feldstetterin. Die 3,4 Kilometer lange Startrunde glückte ihr nicht optimal, doch dann arbeitete sie sich noch einige Positionen nach vorne. 9:37,6 Minuten Rückstand auf die EM-Dritte Carolin Bohé aus Dänemark (1:07:52) wurden gemessen.

„So heiße Rennen mag ich eigentlich gar nicht“, gestand Küderle noch. Für’s Frühjahr waren die rund 25 Grad am Hochrhein doch schon fast ein Hitzerennen.

Katleen Bock aus Hülben beendete die Konkurrenz auf Platz 24, 14:07 Minuten zurück. Ihr hatte ein Sturz bereits in der ersten Runde einen Strich durch die Rechnung gemacht. „Bis dahin war ich eigentlich noch gut dabei, aber dann war ich raus aus dem Tritt“, erzählte Bock, „aber der Druck auf dem Pedal fehlt auch noch.“

Bei den Junioren war Pirmin Sigel vom TSV Dettingen zwar der beste Vertreter der Vereine aus der Region, doch der Weilheimer war mit seinem Rennen und Platz 23 nicht zufrieden. „Bei mir ging’s Rennen erst in den letzten drei Runden los“, ärgerte sich Sigel. Bis dahin habe er einen Rhythmus gefunden, der aber einfach langsamer war als der seiner direkten Kontrahenten. So sammelten sich 4:36 Minuten Rückstand auf siegreichen Franzosen Victor Lab (1:12.48) an, der 0,7 Sekunden Sekunden vor dem Norweger Tobias Johannessen und 4,5 Sekunden vor dem Friedrichshafener David List gewinnen konnte.

Der Mehrstetter Raphael Lange war zu Beginn mit Sigel unterwegs, konnte dann aber das Tempo nicht mehr halten und büßte Positionen ein. „In der vorletzten Runde habe ich zum Rhythmus zurückgefunden. Vielleicht habe ich da am Anfang etwas überzogen, aber es lief tausend Mal besser als zuletzt“, zeigte er sich nicht unzufrieden über seinen 26. Rang, 5:09 Minuten hinter Lab.

Beim Grafenberger Luca Girke lief dagegen gar nichts zusammen. „Ich bin nicht nach vorne gekommen und habe keinen Rhythmus gefunden, schade“, fasste er seinen 46. Platz (+7:53) zusammen, nachdem es zuletzt so gut gelaufen war.

Der Beurener Dennis Wahl, seit dieser Saison ebenfalls für den TSV Dettingen fahrend, beendete das Junioren-Rennen auf Platz 57 (+9:53). Der Böhringer Adrian Hummel kam als 68. mit 12:44 Minuten Differenz an die Zeitmessung.

Im Damen-Rennen, das die Ukrainerin Yana Belomoina vor der Olympia-Silbermedaillengewinnerin Maja Wloszczowska aus Polen gewinnen konnte, erreichte Nina Benz das Ziel auf Rang 27. Die Feldstetterin hatte doch 15:35 Minuten Rückstand auf Belomoina.

In einem international stark besetzten Feld verpasste die Älblerin in dem Rennen der HC-Kategorie zwar Weltranglistenpunkte, als jüngster Jahrgang verkaufte sie sich dennoch gar nicht so schlecht. Die gleichaltrige Junioren-Weltmeisterin vom Vorjahr, die Schwedin Ida Jansson, wurde gerade Mal 24.