Handball Neuer Mann für rechts

Christoph Klusch, hier noch für den VfL Pfullingen am Ball, wechselt nach einem Jahr beim TSV Dettingen zur kommenden Saison nach Neuhausen.
Christoph Klusch, hier noch für den VfL Pfullingen am Ball, wechselt nach einem Jahr beim TSV Dettingen zur kommenden Saison nach Neuhausen. © Foto: Archiv
Metzingen-Neuhausen / Wolfgang Seitz 13.02.2018
Christoph Klusch wechselt zur kommenden Saison ermstalabwärts vom TSV Dettingen zum TV Neuhausen.

Es geht vorwärts beim Handball-Drittligisten TV Neuhausen – zumindest, was die Planungen für die kommende Spielzeit anbelangt. Christoph Klusch, in dieser Saison noch für den Nachbarn TSV Dettingen in der Landesliga am Ball, kommt zum TV Neuhausen. „Unser Bestreben ist es, Spieler aus der Region, die sich mit dem Verein identifizieren, für das Objekt TV Neuhausen zu begeistern“, sagt Geschäftsleiter Nico Held. Und noch einmal Held: „Wir freuen uns sehr, einen Linkshänder aus der näheren Umgebung mit solch einer Qualität für uns gewonnen zu haben.“

Qualität bringt Klusch zweifellos eine ganze Menge mit. Geschult wurde er bestens beim TSV Dettingen, verfeinert hat er sein Können auf den Fildern beim TSV Neuhausen, mit etlichen Kameraden aus Dettingen spielte er zwei Jahre erfolgreich in der A-Jugend-Bundesliga, war dort ein Leistungsträger. Es folgte die Zeit beim Drittligisten VfL Pfullingen, wo Klusch auf dem Weg zum Stammspieler auf der Rechtsaußenposition war. Den Schritt einige Ligen tiefer zum TSV Dettingen in die Landesliga konnten zu Beginn dieser Spielzeit deshalb viele nicht nachvollziehen – am allerwenigsten sein damaliger Trainer Till Fernow.

Eine neue Situation

„Ich wollte den Aufwand nicht betreiben, Drittligahandball und Studium parallel laufen zu lassen“, so der 21-Jährige rückblickend. Zwei Sachen haben sich mittlerweile geändert. Die Sportwissenschaften waren doch nicht Kluschs Ding und dann war schnell zu erkennen, dass er in Dettingen keine Fortschritte machen würde. Jetzt beginnt er im Herbst bei der Gemeinde Dettingen eine Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten. „Die will ich natürlich gut abschließen, aber es sollte doch möglich sein, das neben dem Handball zu packen, zumal ja alles vor der Haustür ist“, blickt der Linkshänder voraus, der sein Haupteinsatzgebiet auf Rechtsaußen sieht. Die Halbposition ist natürlich aber auch eine Option.

Der Anruf aus Neuhausen kam überraschend, die Zusage kostete dann aber keine Überwindung. „Ich hoffe, einen Schritt nach vorne machen zu können“, so der Dettinger. Sicher ist er sich, dass der Weg des TVN der richtige ist, auf regionale Spieler zu setzen, die den nötigen Ehrgeiz mitbringen. Klusch ist überzeugt, dass die Neuhäuser die Klasse halten können, um sich dann in der kommenden Spielzeit wieder weiter nach oben zu orientieren.

Das hört Geschäftsleiter Nico Held natürlich gerne, der dieser Tage eine Menge Arbeit zu erledigen hat. „Es wird einen Umbruch geben. In der kommenden Saison können wir uns keine Zweitliga-Verträge mehr leisten. Deren acht sind es derzeit noch. Entweder die Spieler sind einverstanden, dass die Gehälter angepasst werden, oder sie suchen sich einen neuen Verein“, so Held. Die Eckpfeiler will er halten, berichtet aber von sehr schwierigen Verhandlungen.

Schwierige Situation

Zumindest schwierig ist dieser Tage auch die sportliche Situation. Der TVN bewegt sich nach der 20:25-Heimniederlage gegen Dansenberg in gefährlicher Nähe zu den Abstiegsrängen. So etwas erleichtert die Verhandlungen natürlich auch nicht. Freilich gehen die Verantwortlichen davon aus, dass die Neuhäuser drin bleiben. Vorsorglich gilt der Vertrag von Christoph Klusch aber für die dritte und vierte Liga.

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