Handball Neuer Dettinger Mut nach Derbypunkt

Marcel Bordt (am Ball) will mit der SG Ober-/Unterhausen gegen das TEAM Esslingen nichts anbrennen lassen, damit hinterher auf der traditionellen Rocknacht des TV Unterhausen keine schlechte Stimmung bei den SGOU-Fans zu beklagen ist.
Marcel Bordt (am Ball) will mit der SG Ober-/Unterhausen gegen das TEAM Esslingen nichts anbrennen lassen, damit hinterher auf der traditionellen Rocknacht des TV Unterhausen keine schlechte Stimmung bei den SGOU-Fans zu beklagen ist. © Foto: Silke Euchner
Region / Von Alexander Mareis 10.11.2018

SG H2Ku Herrenberg –

TSV Dettingen/Erms

(Samstag, 17.45 Uhr)

Aufatmen heißt es für die Männer von Dettingens Trainer Manfred Haase. Nach der starken Leistung und dem Punktgewinn im Ermstal-Derby gegen den TV Neuhausen II am vergangenen Samstag in der gutgefüllten Neuwiesenhalle vor 500 Zuschauern geht es am heutigen Samstag nach Herrenberg. Die Reserve der Oberligaherren der SG H2Ku hat sich ebenso im unteren Teil der Tabelle eingefunden wie die Ermstäler. Knüpfen die Dettinger freilich an die Leistung der letzten zwei Spiele an, können sie vermutlich die ersten zwei Auswärtspunkte einfahren. Einige Verletzte und Erkrankte hat TSV-Trainer Manfred Haase zu vermelden und muss auf Anleihen aus der Zweiten Mannschaft zurückgreifen. Wie die letzten Wochen hat man in dieser Trainingswoche nochmal den Fokus auf die Abwehr gelegt, um die Defensive stabiler zu halten.

TSG Reutlingen –

TV Weilstetten II

(Samstag, 19.30 Uhr)

Die Stimmung nach dem gewonnenen Punkt in Albstadt bei der TSG ist gut und die Mannschaft von Trainer Marcus Grimm möchte gegen den TV Weilstetten II die Punkte versilbern. „Meine Jungs haben gezeigt, was sie gegen die Mannschaften aus der oberen Tabellenhälfte bewerkstelligen können. Jetzt gilt es, gegen einen vermeintlich schwächeren Gegner die Leistungen zu bestätigen“, meint der Trainer der Achalmstädter.

  In Gestalt des TV Weilstetten II trifft die TSG auf einen Gast in der Storlachhalle, der bis zur letzten Minute kämpft und vom Leistungsvermögen her sicher nicht dem aktuellen Tabellenplatz entspricht. Die Gästetruppe von Trainer Timo Luippold wird entsprechend motiviert nach Reutlingen reisen.

„Wir müssen von Beginn an sofort da sein und dürfen uns nicht ausruhen auf dem zuvor Geleisteten“, macht Benedikt Greve mit dem mahnenden Zeigefinger klar.

HSG Rietheim-Weilheim –

VfL Pfullingen II

(Samstag, 19.30 Uhr)

Nach dem knappen Sieg gegen den TV Aixheim möchte die Zweite Mannschaft des VfL Pfullingen auswärts bei der HSG Rietheim-Weilheim erneut doppelt punkten, um für das nächste Heimspiel gegen die TSG Reutlingen in der Woche darauf bestens vorbereitet zu sein und den Anschluss an die Tabellenspitze zu wahren.

Urlaubsbedingt muss auf Kreisläufer Matthias Reiff und auf den bisher besten Torschützen Lennard Müller verzichtet werden. Dafür kann VfL-Coach Dietrich Bauer wieder auf Jannik Finkbohner sowie die A-Jugendlichen zurückgreifen, um in der harzfreien Halle in Tuttlingen einen Sieg einzufahren.

Die Pfullinger Mannschaft würde sich über lautstarke Unterstützung durch VfL-Anhänger in Tuttlingen freuen.

TV Neuhausen II –

HSG Rottweil

(Samstag, 20 Uhr)

Nach dem 34:34-Remis im Ermstalderby in Dettingen empfängt der TVN II unterm Hofbühl die HSG Rottweil. Die Gäste aus dem Schwarzwald rangieren im sicheren wie grauen Tabellenmittelfeld.

Mit Aufstiegen kennen sich die Rottweiler Handballer bestens aus. Denn nicht nur auf dem Aufzugs-Testturm, den der Stahl- und Industriekonzern Thyssenkrupp mitten ins Umland der ältesten Stadt Baden-Württembergs gepflanzt hat, geht es weit nach oben. Auch die HSG Rottweil erklomm in der Vorsaison die letzten Stufen bis zur Landesliga und stieg auf.

Ob jetzt HSG-Trainer Jochen Barth auf Deutschlands höchste Aussichtsplattform mit 246 Metern gestiegen ist und versucht hat, das Neuhäuser Spiel aus großer Höhe zu analysieren, ist nicht überliefert.

Den Frust über die jüngste 22:34-Klatsche gegen die SG Ober-/Unterhausen hätte  sich der Rottweiler Trainer jedenfalls in luftiger Höhe vom Wind aus dem Gedächtnis blasen lassen können. Diese deutliche Niederlage der Rottweiler gegen die Lichtensteiner überraschte übrigens auch TVN-Coach Markus Bühner.  Nichtsdestotrotz werden die Gäste aus Rottweil sicherlich gut auf die Partie am Samstagabend vorbereitet sein. Das weiß auch Neuhausens Cheftrainer Bühner, der seinerseits etwaige Vorbereitungen getroffen hat – und vor allem Lehren aus dem 34:34-Unentschieden beim TSV Dettingen/Erms gezogen hat: „Wir haben vor, eine deutlich bessere Abwehr zu stellen als noch in der Vorwoche. Darauf wurde auch im Training der Fokus gelegt.  Wenn man auswärts 34 Tore erzielt, sollte man eigentlich gewinnen“, hadert Bühner noch mit den Abwehrschwächen im Ermstalderby.

Personell sieht es ebenfalls nicht sonderlich rosig aus: Kai Euchner wird wohl weiterhin fehlen, Nadim Brockhaus ist studienbedingt nicht zur Stelle und hinter Rückraumbomber Johannes Rödel steht ein Fragezeichen. „Aber Oliver Pohr ist wieder dabei, ansonsten ist unser Kader breit genug, dass wir eine schlagkräftige Mannschaft auf die Platte schicken können. Unser Ziel ist natürlich ein Heimsieg“, stellt der Kommandogeber klar.

SG Ober-/Unterhausen –

TEAM Esslingen

(Samstag, 19 Uhr)

Nach einem souveränen Auftritt in Rottweil erwartet die SGOU nun das TEAM Esslingen unterm Schloss Lichtenstein. Die Gäste reisen mit 9:7 Punkten ins Echaztal. In der Fremde gab es bislang für die „Teamplayer“ noch keinen Sieg zu verbuchen, wobei mit Albstadt, Pfullingen II und der TSG Reutlingen auch diverse Spitzenteams auf dem Spielplan standen. Hier möchte die SGOU keine Ausnahme sein. In der Vorwoche konnten die Rot-Blauen durch direkte Duelle von Spitzenteams und der Punkteteilung im Ermstalderby zwischen Dettingen und Neuhausen II die Tabelle etwas aufpolieren. Gerade vor heimischer Kulisse in der Ernst-Braun-Halle soll daher auch am heutigen Samstag die weiße Heim-Weste, wenn auch zu ungewohnter Zeit, gewahrt werden.

 Mit einem etwas ausgedünnten Kader traten die Lichtensteiner unter der Woche gegen den TSV Altensteig in der 2. Runde des HVW-Pokals an. Probleme gab es dennoch nicht. Die Rot-Blauen aus dem Echaztal behielten mit 34:25 klar die Oberhand in der heimischen Braun-Halle am Dienstagabend. Mit dem Punktspielduell am Samstagabend greifen die SGOU-Burschen zum dritten Mal in acht Tagen in die Harzdose.

 Im Vorjahr hatten die Lichtensteiner lange zu kämpfen, um das TEAM Esslingen zu bezwingen. Mit einer engagierten Defensive und einem flüssigen Angriffsspiel will man im rot-blauen Lager einen erneuten Heimerfolg feiern. Im Anschluss an die Partie steigt in der Lichtensteinerhalle die traditionelle Rocknacht des TV Unterhausen. Da es sich nach einem Sieg bekanntlich besser feiert, hoffen die Dangel-Jungs erneut auf zahlreiche rot-blaue Fan-Unterstützung.

 Im Vorspiel empfangen die SGOU-Damen in der Württembergliga die Neckarsulmer SU II (17 Uhr). Danach treten ab 19 Uhr die Männer an.

TV Aixheim –

TV Großengstingen

(Sonntag, 17 Uhr)

Nach der mehr als enttäuschenden Partie in der Vorwoche (19:30-Heimpleite gegen Herrenberg II) geht es für den Tabellenletzten TV Großengstingen beim Ranglistenachten TV Aixheim um Wiedergutmachung. Unter der Woche gab es eine lange Aussprache zwischen Spielern, Trainer und den Verantwortlichen. Fehler wurden analysiert, neue Pläne geschmiedet. In Aixheim soll trotz Harzverbot nun wenigstens eine gute Leistung folgen. Dass es zweifellos äußerst schwer werden wird, den ersten Sieg zu ergattern, steht außer Frage. Die bisherigen acht Partien sahen noch keinen doppelten Punktgewinn der Lila-Weißen, nur ein einziges Remis sprang für den Aufsteiger heraus. Aixheim hingegen weist eine fast ausgeglichene Bilanz mit drei Siegen und fünf Niederlagen auf. Über die Favoritenstellung in dieser Partie im Ortsteil der Gemeinde Aldingen im nördlichen Landkreis Tuttlingen muss somit nicht spekuliert werden.

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