Handball Nach dem Pflichtsieg darf kein Rückschlag mehr folgen

Als Team zusammenstehen: Gemeinsam will der TV Neuhausen seine Chance im Kampf um den Klassenerhalt wahren und nun in Schwetzingen erneut punkten.
Als Team zusammenstehen: Gemeinsam will der TV Neuhausen seine Chance im Kampf um den Klassenerhalt wahren und nun in Schwetzingen erneut punkten. © Foto: Eibner
Schwetzingen / Alexander Mareis 13.04.2018

Die ganz heiße Phase in der 3. Handball-Liga Süd ist angebrochen. Jeder kleine Fehler kann jetzt die letzten Hoffnungen aufs Erreichen eines Saisonziels fatal beeinflussen. Beim abstiegsbedrohten TV Neuhausen ist man sich seiner Lage voll bewusst. Aufgrund der Tatsache, dass der derzeitige Tabellenplatz 14 nach aktueller Lage ein direkter Abstiegsrang ist und sich momentan vier eng beieinander liegende Teams um zwei Nichtabstiegsplätze streiten, müssen die Ermstäler vermutlich jede der ausstehenden Partien gewinnen. Los geht es mit diesem kühnen Vorhaben am Samstag (19.30 Uhr, Nordstadthalle) beim Tabellenachten HG Oftersheim/Schwetzingen, es folgt am 21. April die Heimaufgabe gegen den auf Rang drei platzierten TSB Heilbronn-Horkheim, ehe der Auftritt der TGS Pforzheim (Platz neun) unterm Hofbühl am 28. April und die Reise nach Nußloch (Rang sechs) am 5. Mai die so unbefriedigend verlaufene Runde abschließen.

Der erste Happen, der den Schützlingen des Trainergespanns Ferdinand Michalik/Daniel Reusch vorgesetzt wird, könnte unter die Beschreibung „gut verzehrbar“ fallen. Von den letzten acht Begegnungen hat die HG Oftersheim/Schwetzingen nur drei gewonnen, im bisherigen Kalenderjahr 2018 schaffte die Truppe von Trainer Holger Löhr magere vier doppelte Punktgewinne in elf Einsätzen. Vor allem daheim tut man sich schwer: Die beiden jüngsten Auftritte in der Schwetzinger Nordstadthalle setzte man gegen den HC Oppenweiler/Backnang und die TGS Pforzheim in die Binsen. TVN-Co-Trainer Daniel Reusch lässt sich davon nicht irreführen. „Wir sollten deswegen nicht glauben, dass uns eine einfache Aufgabe erwartet. Daheim ist Oftersheim/Schwetzingen schon ein echtes Pfund, die HG stellt eine gute Truppe“, betont Reusch.

Nachlegen ist Pflicht

Nach dem Pflichtsieg vom vergangenen Samstag (31:26 gegen Schlusslicht SG Köndringen/Teningen) müssen die Blau-Weißen dringend nachlegen. „Der Heimsieg ist wertlos, wenn wir ihm nun keinen weiteren Erfolg folgen lassen. Für uns gibt es keine Ausreden oder Alternativen: auch in Schwetzingen muss doppelt gepunktet werden. Um den Klassenerhalt einzutüten, muss ein positiver Lauf gestartet werden“, lässt Daniel Reusch keine Zweifel am Ernst der Lage.

Einen kleinen Trumpf erhofft sich der spielende Co-Trainer durch die Tabellensituation aber schon. „Oftersheim/Schwetzingen liegt im Niemandsland der Tabelle, im gesicherten Mittelfeld. Wir spielen voll gegen den Abstieg. Daher muss jeder Zuschauer am Samstag merken, dass wir das Team sind, das den Sieg mehr will, weil es bei uns um deutlich mehr geht.“

Spieler mit Blessuren, Trainersuche läuft weiter

Die letzten vier Saisonspiele bestreitet der TV Neuhausen mit dem Handikap, einige angeschlagene Spieler im Kader zu haben. Größte Sorgenkinder sind Rechtsaußen Mario Laurenco, mit 141 Toren (davon 56 von 70 Siebenmetern verwandelt) bester Schütze der Ermstäler, und Linksaußen Marcel Meyer. Den Portugiesen plagt sein Knie, aus dem einiges an Flüssigkeit entfernt wurde. Meyer liegt flach, ihn quält eine hartnäckige Virusinfektion. Michel Stotz, Daniel Reusch und Torwart Simon Tölke werden ebenfalls von Knieproblemen geplagt, sollten aber am Samstag allesamt einsatzfähig sein. Nichts Neues gibt es beim TVN auch in Sachen Trainersuche für die kommende Saison.

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