Volleyball  Nach 3:1 über „Seehasen“ ist TSG Reutlingen gerettet

Region / swp 06.03.2018

Es war ein spannendes Wochenende, in dessen Verlauf die Stimmungen mehrfach wechselten. Am Ende konnten aber Reutlingens Damen endgültig jubeln und auch Eningens Damen I und Herren I können dem letzten Spieltag trotz eigener Niederlagen einigermaßen entspannt entgegen sehen. Trauer hingegen bei den Landesliga-Herren des VfL Pfullingen und des TSV Eningen II. Beide müssen schon vor dem Saisonfinale den Gang in die Bezirksliga antreten.

Lange sah es so aus, als müsste Oberligist TSV Eningen alles auf den letzten Spieltag setzen, denn Gegner MTV Ludwigsburg II führte nach drei Sätzen mit 2:1 und hatte vor allem nach der Verletzung von Max Mattes Mitte des ersten Satzes und dem Grippe-Aus von Felix Pauckner ein deutliches Übergewicht. Doch die Arbachtäler stemmten sich mit aller Macht gegen die Verkürzung des Abstands zwischen den Gastgebern und ihnen und hatten plötzlich den Schlüssel zum Erfolg gefunden. Mit riskanten Aufschlägen provozierten sie Fehler um Fehler beim MTV und kamen zu einem sicheren 25:12 und zum 2:2-Ausgleich. Da machte es auch nicht mehr viel aus, dass im fünften Satz die Kraft nicht mehr reichte, um auch noch den Sieg nach Hause zu bringen. Nur einen Punkt rückte Ludwigsburg so näher und auch TSV Volley Alb Dettingen/Albuch liegt noch hinter Eningen, da müsste es schon mit dem Teufel zugehen, wenn dieser Vorsprung nicht ins Ziel reichen sollte.

TSV Eningen I:  Bauer, Bayha, Jaksche, Kimmerle, Mattes, Schielke, Schopp, Wödl.

Es war die letzte Chance für Landesligist TSV Eningen II doch noch den Relegationsplatz zu erreichen. Doch im direkten Kellerduell bei der SG Ailingen/Kressbronn zogen Bauer & Co klar mit 0:3 den Kürzeren und fanden bis auf den dritten Satz (29:31) nie Mittel, die wie entfesselt aufspielenden Gastgeber in Schach zu halten.

Nun hofft man, dass zumindest die eigene Dritte direkt oder über die Relegation den Sprung in die Landesliga schafft, sonst wäre die Bezirksliga ein Tummelplatz der Teams der Region.

TSV Eningen II:  Bauer, Brielmann, Hellmann, Hiller, Kimmerle, König, Margenfeld, Mezger, Schilling, Siller.

Gespannt hatte natürlich auch der VfL Pfullingen nach Ailingen geblickt, denn der Ausgang hatte ja auch Auswirkungen auf die letzten Spiele der Echaztäler. Da Eningen II zumindest einen Punkt hätte gewinnen müssen, begleiten Banzhaf & Co nun den TSV in die Bezirksliga.

Selbst gab es beim Tabellendritten TV Rottenburg III wie erwartet nichts zu holen, doch schon allein der Satzgewinn bei der 1:3-Niederlage war gut für die Moral. Außerdem hatten auch die Echaztäler mit der Grippewelle zu kämpfen und traten nur mit sieben Feldspielern an.

VfL Pfullingen: Banzhaf, Bertram, Bucher, Missbauer, Pflüger, Sautter, Schwille, Teiber.

Immer wieder gab es konsterniertes Kopfschütteln auf der Bank von Eningens Landesliga-Damen, denn einerseits boten die Schmetterlinge eines ihrer schwächsten Spiele, andererseits tat das Schiedsgericht sein Übriges, um den TSV beim so wichtigen Kellerduell mit dem FV Tübinger Modell II auf die Verliererstraße zu bringen. Den technisch nicht immer sauber agierenden Unistädterinnen, die schon vor der Partie als Absteiger feststanden, musste man allerdings zugestehen, dass sie um jeden Ball kämpften und die TSV-Angreiferinnen nach gewonnenem ersten Satz mehr und mehr zur Verzweiflung brachten. Als auch der dritte Satz knapp mit 27:25 an Tübingen ging, war Eningens Widerstand gebrochen. Durch die Ergebnisse der Konkurrenz ist der TSV jedoch so gut wie gerettet, sollte Laupheim nicht in einer Woche gegen das Führungsduo SSV Ulm 1846 und TG Bad Waldsee überraschend punkten.

TSV Eningen Damen:  Buckendahl, Folberth, Hellmann, Missbauer, Schiedt, Sonntag, Taigel, van Severen, Wien, Zander.

Jubel bei der TSG Reutlingen. Durch einen souveränen 3:1-Start-Ziel-Sieg beim ebenfalls in Abstiegsnöten steckenden VfB Friedrichshafen konnte sich die Grauel-Truppe schon einen Spieltag vor Saisonende den weiteren Verbleib in der Landesliga sichern und auch etwas Schützenhilfe für Eningen leisten.

Wie aus einem Guss präsentierte sich die TSG in diesem entscheidenden Spiel und dominierte in Abwehr und Angriff zwei Sätze lang das Geschehen (25:11, 25:18) gegen die „Seehasen.“

Im Gefühl des sicheren Sieges ließ die Konzentration etwas nach und der VfB Friedrichshafen kam zum Anschluss. Doch schnell zogen Hunstein & Co die Zügel im vierten Satz wieder an und der Rest war Formsache (25:16).

TSG Reutlingen:  Fuchs, Gruschwitz, Herzog, Helbig, Humic, Hunstein, Köhler, Langert, Münch, Schneider, Schröder, Simon.

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