Fechten Max Weise schlägt sich achtbar

Max Weise (links) konnte seine Erwartungen bei der Kadetten-Europameisterschaft in Russland nicht ganz erfüllen. Der Reutlinger TSG-Fechter landete nur auf Rang 34 im Einzel.
Max Weise (links) konnte seine Erwartungen bei der Kadetten-Europameisterschaft in Russland nicht ganz erfüllen. Der Reutlinger TSG-Fechter landete nur auf Rang 34 im Einzel. © Foto: Axel Grundler
Sotschi / swp 05.03.2018

Es war ein grandioser Start in den Einzelwettbewerb für den Reutlinger Max Weise bei der Fecht-Europameisterschaft der Kadetten in Sotschi (Russland). Mit keiner einzigen Niederlage und fünf Siegen in der Vorrunde gegen Fechter aus Bulgarien, Russland, Luxemburg, Griechenland und Polen war Weise auf Platz sechs für die Direktausscheidung gesetzt. Mit einem Freilos qualifizierte er sich für das 64er-K.O.-Finale, wo er auf den Polen Jan Socha traf.

Seine zu Turnierbeginn demonstrierte Stärke konnte der Reutlinger jedoch nicht auf Anhieb abrufen. Weise kam erst verspätet in das Gefecht hinein und musste direkt mit 0:3 Treffern in Rückstand gehen.

Er konnte zwischenzeitlich aufholen und zeigte starke Aktionen. Seine Ungeduld machte ihm jedoch letztlich einen Strich durch die Rechnung, und seine Aufholjagd sowie sein Kampfgeist wurden nicht belohnt. Der Pole ließ sich seinen Vorsprung nicht mehr nehmen und Weise musste sich mit 13:15 Treffern knapp geschlagen geben.

Die Enttäuschung bei dem Reutlinger TSG-Talent und seinem Trainer Philipp Pleier war unmittelbar nach dem Kampf nicht zu übersehen. Nach der starken Vorrunde und der guten Platzierung hatten sich beide mehr erhofft. Für Weise reichte es am Ende zu Rang 34 bei den Kadetten (A-Jugend).

„Dennoch ist das für seine erste EM-Teilnahme eine sehr gute Leistung“, lobt Pleier seinen Schützling. Der Reutlinger TSG-Trainer ist insgesamt zufrieden: „Es ist toll, dass Max überhaupt bei der EM starten durfte. Es ist ein großer Erfolg für ihn und für unsere Abteilung. Er hat in der Vorrunde sehr diszipliniert und konsequent gefochten – das muss er versuchen über den kompletten Turniertag zu halten. Seine fechterische Entwicklung ist sehr positiv und ich blicke zuversichtlich nach vorne. Das Ende ist noch nicht erreicht.“

Weitere Chance im Team

Obwohl es aus Reutlinger Sicht noch etwas besser hätte laufen können, hat Weise am morgigen Dienstag nochmal im Mannschaftswettbewerb mit seinen deutschen Kollegen die Chance, erneut anzugreifen. Der Reutlinger zeigt sich zuversichtlich: „Ich freue mich, Teil der Mannschaft zu sein. Wir sind ein tolles Team. Und unser Ziel ist es, eine Medaille zu holen.“

Unbegründet sind diese Ambitionen nicht. Auch die deutschen Trainer schätzen die Chancen sehr gut auf eine Medaille. Wie weit es nach vorne für das deutsche Team geht, zeigt sich dann am Dienstag.

Weises Teamkollegen landen weiter vorne

Deutlich besser lief es für Weises deutsche Kollegen Leon Gießer aus Augsburg und Paul Veltrup aus Krefeld in Russland bei der EM. Gießer musste erst im Viertelfinale eine Niederlage gegen den Österreicher Alexander Biro einstecken und landete auf Rang sechs. Für die erste deutsche Medaille in Sotschi sorgte Paul Veltrup. Er belegte nach seiner Niederlage gegen den Italiener Davide di Veroli den dritten Platz und sicherte sich damit die Bronzemedaille.

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