Metzingen / Wolfgang Seitz Die TuS Metzingen gastiert zum Abschluss der englischen Woche am Samstag (18 Uhr) beim Tabellenschlusslicht SV Union Halle-Neustadt.

Die strapaziöse englische Woche der TuS Metzingen endet mit der größten Strapaze  – der Anreise nach Halle-Neustadt. „Dass so etwas an einer Mannschaft nicht immer spurlos vorübergeht, hat man am Mittwoch bei Buxtehude gesehen“, verweist TuS-Trainer André Fuhr auf den Faktor, den man nicht unterschätzen sollte. Nach zwei Spielen zu Hause geht es am Samstag auf eine der längsten Auswärtsfahrten überhaupt. Das gilt es zu verkraften, die beiden vorangegangen Spiele auch, wobei man aus diesen sogar Kraft schöpfen kann. „Wir haben zwar noch etliche Chancen liegen lassen, haben aber 40 Minuten lang richtig gut verteidigt und sind dadurch in unser Tempospiel gekommen“, streifte Fuhr das 33:18 vom Mittwoch gegen Buxtehude. Selbiges Strickmuster lag dem Spiel am vergangenen Samstag zugrunde, als Dortmund ebenfalls mit 33:18 aus der Halle geschossen wurde.

Jetzt geht es also nach Halle. „Ich habe schon immer gesagt, dass Halle individuell sehr gut besetzt ist. Nach dem Sieg in Leverkusen haben sie jetzt durchaus noch Chancen, die beiden Abstiegsplätze verlassen zu können“, sagt der TuS-Trainer. Fakt ist aber auch, dass der 32:25-Sieg in Leverkusen der erste überhaupt war, Halle-Neustadt nach wie vor Tabellenletzter ist (4:28 Punkte).

Starker Rückraum

Zum Thema individuelle Klasse hat die TuS Metzingen mit der Verpflichtung von Katarzyna Janiszewska ihren Beitrag geleistet (siehe unten), der Thüringer HC hat sich tags zuvor Mariana Ferreira Lopes geangelt. Letztere ist aus dem Rückraum gefährlich. Sophie Lütke leistet in der Mitte richtig gute Arbeit, Ekaterina Fanina und Viktoria Divak gilt es ebenfalls die gebührende Aufmerksamkeit zu schenken.

„Sie haben mit dem Sieg in Leverkusen viel Selbstvertrauen getankt“, weiß Fuhr. Davon haben seine Mädels aber auch eine große Kelle geschöpft. Das doppelte 33:18 müsste genug Rückenwind für Fahrt und Spiel geben. Wobei der Coach das mit dem Selbstvertrauen unterstreichen kann, jetzt nur aufpassen will, dass es nicht in Selbstzufriedenheit umschlägt. Dann könnte man nämlich ein Problem bekommen.

In der Kürze der Zeit, also binnen zwei Tagen, muss man sich mit der im Frauenhandball eher unüblichen 3:2:1-Deckungsavariante beschäftigen, die Halle-Neustadt auf die Platte bringt. Sonst macht das in der Bundesliga nur Frisch Auf Göppingen. „Wir sind stark genug, um Lösungen zu finden“, verspricht Fuhr. Den dritten Platz muss man weiter stabilisieren – und parat stehen, falls sich der Tabellenzweite (Thüringer HC) einen Ausrutscher leisten sollte.

Ohne Korsos und Haggerty

Mit schmalem Aufgebot werden die TusSies nach Halle reisen. Bei Dorina Korsos steht nächste Woche noch eine Untersuchung bei einem Knie-Spezialisten an. „Wegen ihrer Vorgeschichte sind war da sehr vorsichtig“, sagt ihr Trainer. Für Tamara Haggerty geht es nach ihrem Muskelfaserriss im Oberschenkel zügig voran. Nächste Woche wird noch einmal ein Ultraschall gemacht, das holländische Energiebündel muss sich aber noch gedulden, wird vor der internationalen Pause nicht mehr spielen – die beginnt nach dem Spiel gegen Göppingen am 16. März.

Entwarnung gab am Donnerstag Julia Behnke, die eine Prellung an der Hand, zwischen Daumen und Handballen, hat. „Es ist nichts kaputt“, konnte sie ihren Trainer beruhigen – die TuS-Fans natürlich auch.