Handball Kann Dettingen die SGOU ärgern?

Region / swp 02.03.2018

TSV Grabenstetten   -

Spvgg Mössingen

(Sonntag,  17 Uhr)

Wer hätte das im Vorfeld gedacht, dass sich diese beiden Traditionsvereine in einem echten Kellerduell gegenüberstehen? Jahrelang waren sie ausschließlich ab dem Mittelfeld aufwärts zu finden und hatten nichts mit dem Thema Abstieg zu tun. Mit 11:25 Punkten halten sie nun gemeinsam die rote Laterne und hoffen, sie nach diesem 19. Spieltag wieder loszuwerden. Die Liga ist ausgeglichen wie lange nicht, liegen alle Mannschaften von Platz sieben bis 14 gerade mal sechs Punkte auseinander. Da insgesamt noch 16 Zähler zu vergeben sind, darf man bereits jetzt sicher sein, dass die nächsten Wochen die spannendsten der letzten Jahre sein werden. Das erste Aufeinandertreffen war schon das Spiegelbild der jetzigen Situation, trennte man sich doch unentschieden. Die Grün-Weißen lagen beim Kabinengang mit 14:13 vorne, führten wenige Minuten vor Spielende mit 29:27 und mussten erst mit der letzten Aktion einen Siebenmeter zum Ausgleich hinnehmen. Zwar gab es am vergangenen Wochenende für beide Mannschaften nichts zu holen, einen Spieltag zuvor  überzeugten sie mit ansteigender Form und sicherten sich die maximale Ausbeute.

SG Ober-/Unterhausen  -

TSV Dettingen

(Samstag, 20 Uhr)

Vor einem schwierigen Spiel stehen die Dettinger Handballer in der Unterhäuser Ernst-Braun-Halle beim Tabellenzweiten SGOU. Das Hinspiel in der Neuwiesenhalle konnten die Lichtensteiner knapp für sich entscheiden, Endstand war 30:31. Zu diesem Zeitpunkt war der Kader der Dettinger aber weitaus breiter. Nach dem Ellenbogenbruch von Sascha Salzer im vergangen Spiel gegen die HSG Rietheim-Weilheim wird nun ein weiterer A-Jugendspieler die Mannschaft unterstützen. Nun muss der TSV Dettingen auf Eric Klinger, Imer Zhabeli, Marco Muckenfuß, Max Hartl, Sascha Salzer und Patrick Müller verzichten. Dennoch zeigten die Ermstäler gegen Rietheim-Weilheim, dass ein Spiel auch mit dezimiertem Kader zum Erfolg führen kann. Voraussetzungen waren eine starke Abwehrleistung und ein konsequentes Angriffsspiel. Wenn diese zwei Faktoren plus einer geschlossenen Mannschaftsleistung am Samstag abgerufen werden können, muss sich der TSV Dettingen sicherlich nicht verstecken.  Nach den zwei Niederlagen gegen Weilstetten II und Pfullingen II ist im Lager der SG Ober-/Unterhausen Wiedergutmachung angesagt. Der komfortable Vorsprung auf die HSG Ostfildern ist mittlerweile auf nur noch zwei Zähler geschrumpft. Vor dem TSV Dettingen ist man gewarnt: Nach drei Niederlagen in Folge siegten die Gäste vergangenes Wochenende gegen die HSG Rietheim-Weilheim deutlich vor heimischer Kulisse und befinden sich aktuell auf Rang fünf der Tabelle. Leider aus SGOU-Sicht wird es vermutlich kein Wiedersehen (zumindest auf dem Feld) mit Imer Zhabeli geben, der Ex-Lichtensteiner fehlt dem Ermstal-Team bereits seit einigen Wochen verletzungsbedingt.

TSG Reutlingen  -

SG H2Ku Herrenberg II

(Samstag, 19.30 Uhr)

Handball-Landesligist TSG Reutlingen möchte bei seinem Heimspiel gegen die Reserve des Oberligisten Herrenberg (19.30 Uhr, Storlachhalle) den Schub der vergangenen Woche mitnehmen und auch im dritten Spiel innerhalb von sieben Tagen erfolgreich sein. „Ich erwarte von meinen Jungs den absoluten Hunger auf mehr, denn wir stehen vor den Wochen der Wahrheit“, hebt Reutlingens Trainer Marcus Grimm (der Coach hat auch für die nächste Saison zugesagt) die Bedeutung der Partie gegen den punktgleichen Tabellenneunten hervor, denn auf Grund des direkten Vergleiches müssten die Gäste im Falle eines TSG-Erfolges bis zum Saisonende drei Punkte auf die Achalmstädter gut machen.

 „Es geht so langsam auf die Zielgerade der Saison. Wir haben es selbst in der Hand und wollen die Woche nach dem Auswärtssieg in Esslingen sowie dem Einzug ins Final Four zu vergolden“, schlägt Youngster Benedict Greve in dieselbe Kerbe. Der 19-jährige Regisseur dürfte gute Erinnerungen an das Hinspiel haben als er nach Ablauf der regulären Spielzeit einen Strafwurf zum vielumjubelten 22:21-Siegtreffer in den Winkel jagte.

 Die Gäste, die ihren Negativlauf von vier verlorenen Partien in Folge vergangenen Spieltag durch einen 28:25-Sieg gegen die Spvgg Mössingen stoppen konnten, verfügen über viele technisch und taktisch gut ausgebildete Spieler sowie mit Markus Illitsch auf der Bank einen absoluten Handball-Fachmann, der seinerseits mit der HSG Böblingen/Sindelfingen als Nachfolger von Volker Blumenschein in Verbindung gebracht wird.

HSG Baar  -

VfL Pfullingen II

(Samstag, 19.30 Uhr)

Nachdem der VfL II das Derby gegen die SGOU für sich entschied und nunmehr 10:2 Punkte in Serie einfuhr, wartet eine lange Auswärtsreise nach Talheim aufs Team von Trainer Dietrich Bauer (der Coach bleibt auch nächste Saison an Bord). Der Tabellenzwölfte HSG Baar überraschte zuletzt mit einem 26:25 über den TV Weilstetten II. Der VfL II kann auf alle Spieler zugreifen, lediglich die sich im Ausland befindenden Philipp Mager und Tobias Müller fehlen in der Talheimer Hohenlupfenhalle.

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