Es war ein Paukenschlag im vergangenen Jahr, als der VfL Pfullingen die Kooperation mit dem TV Neuhausen in der JSG Echaz-Erms jäh beendete. Jetzt hat sich der Traditionsverein unterm Hofbühl im Jugendbereich neu aufgestellt und ist bereit für die kommende Saison.

Es war ein Kraftakt

„Es war ein absoluter Kraftakt und wir hatten es uns ehrlich gesagt auch etwas einfacher vorgestellt“, erklärt Neuhausens Teammanager Benjamin Schweizer den enormen Aufwand, den man seit vergangenem Jahr betreibt. Im Dezember, mitten in der Hochphase der Corona-Krise, erhielten die Ermstäler die Nachricht, dass der VfL Pfullingen die jahrelang erfolgreiche Jugendarbeit in der JSG Echaz-Erms beenden will. Also gingen fortan beide Teams wieder getrennte Wege in der Nachwuchsausbildung.

Komplette Jugend beim TV Neuhausen

Auf diesem Weg hat man in Neuhausen mit viel Einsatz wieder eine komplette Jugend innerhalb der Handballabteilung aus der Taufe gehoben. Leicht war das alles aber nicht: „Wir hatten da ein gewisses Henne-Ei-Problem“, so Schweizer mit Blick auf die Trainersuche. Denn zunächst sei unklar gewesen, welche Spieler bleiben, daran hingen wieder die Trainerpersonalien und andersherum. Inzwischen hat man allerdings für nahezu alle Mannschaften ein Trainergespann gefunden. Einzig die B-Jugend macht Sorgen, denn hier bekommen die Neuhäuser nicht genügend Spieler zusammen. Doch auch dafür hat man beim TVN eine Lösung ausgetüftelt: „Da gibt es eine Kooperation mit der HSG Ermstal. Die Spieler werden per Gastspielrecht quasi für ein Jahr ausgeliehen und kehren dann zurück“, erklärt Tilmann Müller.

Nachwuchs noch intensiver im Blick

Doch der ganze Aufwand habe auch einen positiven Effekt gehabt, wie Müller, der als Bindeglied zwischen Jugend und Aktiven fungiert, erklärt: „Da ziehen jetzt alle an einem Strang und haben den Nachwuchs noch intensiver im Blick.“ Alles in allem sei man gut aufgestellt, betonen Schweizer und Müller einmütig. In der administrativen Arbeit wird Müller von Dirk Ackermann unterstützt. Um die sportlichen Belange kümmern sich fortan Toni Lutter und Fabian Hölz. Die beiden bilden auch das Trainergespann für die A-Jugend. Für den Kinderbereich konnten die Verantwortlichen Janina Pernesch als Trainerin gewinnen. Müller blickt „hoffnungsvoll“ auf die Saison, natürlich unter der Voraussetzung, dass diese auch gespielt wird. Zunächst muss man aber mit den Jugendmannschaften noch durch die Qualifikation. „Wir haben für unterschiedliche Staffeln gemeldet“, erklärt Schweizer und unterstreicht den Neuhäuser Anspruch: „Wir wollen leistungsgerechten Handball spielen in der Jugend.“