Frauenhandball Jetzt geht’s richtig los

Die TuS Metzingen ist wild entschlossen, eine gute Saison 2018/2019 zu spielen. Den Grundstein dafür kann man am Samstag mit einem Erfolg in Neckarsulm zum Auftakt der Frauenhandball-Bundesliga legen.
Die TuS Metzingen ist wild entschlossen, eine gute Saison 2018/2019 zu spielen. Den Grundstein dafür kann man am Samstag mit einem Erfolg in Neckarsulm zum Auftakt der Frauenhandball-Bundesliga legen. © Foto: Thomas Kiehl
Metzingen / Wolfgang Seitz 07.09.2018

Vorbei die Vorbereitung, vorbei die Tests. Ab Samstag zählen in der Frauenhandball-Bundesliga nur noch die harten Fakten. Viele Tore will die TuS Metzingen in Neckarsulm machen und am Ende zwei Punkte mit nach Hause nehmen. Auf diesen einfachen Nenner lässt sich die Aufgabe bringen. Einfach wird die sicher nicht – darauf verweist TuS-Trainer André Fuhr mit Nachdruck.

Mit der Vorbereitung war Fuhr durchaus zufrieden. Getestet wurde gegen hochkarätige Gegner, deshalb setzte es auch die eine oder andere Niederlage. Abschließend weilten die Metzingerinnen vergangene Woche in Ungarn (Debrecen). Den Feinschliff hat man sich dort geholt und mit diversen Maßnahmen abseits des Handballfeldes die Mannschaft noch enger zusammengeschweißt. Mit einem 45:22-Sieg beim Test in Nellingen wurde die Woche gekrönt. „Das werden wir nicht überbewerten, sondern ganz vernünftig einordnen“, sagt André Fuhr. Der Gegner war ersatzgeschwächt, dennoch befand der Trainer, dass es sein Team ordentlich gemacht habe. Shenia Minevskaja zeigte zum Beispiel mit neun Treffern einen klaren Aufwärtstrend. „Wir haben das schnelle Umschaltspiel praktiziert, das ich sehen will, zudem von vielen Positionen getroffen“, lobt Fuhr, der solches Verhalten nun natürlich auch in Neckarsulm sehen will: „Den Schwung wollen wir mitnehmen ins erste Saisonspiel.“ Die Favoritenrolle werde man annehmen  – aber auf der Hut sein.

Die Sportunion musste in der Vorbereitung zwei Nackenschläge hinnehmen. Roberta Ivanauskaite, der hochveranlagte Neuzugang aus Litauen, fällt mit Kreuzbandriss lange aus. Auf Michelle Goos, die aus Buxtehude nach Neckarsulm kam, muss man aus demselben  Grund verzichten. Bei Sina Namat ist das Knie „nur“ entzündet, sie lag zuletzt ebenfalls auf Eis.

Trainer und ihre Zettel

Trotz dieser Ausfälle kann das Team des neuen Trainers Pascal Morgant, der aus Nellingen kam, jedem Gegner gefährlich werden. André Fuhr warnt zum Beispiel vor der Ex-Nellingerin Louisa Wolf, die für die Spielsteuerung zuständig ist, glänzend mit dem Kreis (Seline Ineichen) harmoniert und selbst torgefährlich ist. Nele Reimer im linken Rückraum machte eine starke Vorbereitung. „Die muss man immer auf dem Zettel haben“, sagt der TuS-Coach, der dort auch NSU-Neuzugang Ana Pavkovic stehen hat – nebst weiteren Kolleginnen.

Sicher ist, dass auch Pascal Morgant einen solchen hat. Darauf werden die ganzen TuS-Asse notiert sein. Wobei in den Testspielen auffiel, dass die Mannschaft sehr schwer auszurechnen ist, die Regisseurinnen Delaila Amega und Patricia Kovacs beispielsweise etliche Überraschungen parat haben. Die Außen Marlene Zapf (rechts) und Julia Harsfalvi (links) sind torgefährlich, der Rückraum durch die Bank, am Kreis sperren Julia Behnke und Tamara Haggerty die Wege frei. Hinten ist Isabell Roch im Tor eine Bank. Das ist natürlich nur ein kleiner Auszug aus Morgants Zettel.

Matchplan steht

Nach dem Trainingslager hatten die TusSies zwei Tage frei, um die Akkus aufzuladen, ehe man sich mit Feuereifer an die Vorbereitung aufs Neckarsulm-Spiel machte. Kelly Vollebregt wird nach ihrem Kreuzbandriss behutsam ans Team herangeführt. „Da haben wir die nötige Geduld“, sagt André Fuhr. Madita Kohorst, Anika Niederwieser und Dorina Korsos sind, ebenfalls nach Kreuzbandrissen, noch lange kein Thema.  Der Rest ist gesund und will die ausgelobten zwei Punkte holen. „60 Minuten Druck – hinten und vorne. Das wird für jeden Gegner unangenehm und das muss so sein.“ Der Matchplan von André Fuhr steht – die Pink Ladies müssen es auf dem Platz richten.

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