Handball Im Echazderby soll die Serie reißen

Zuletzt wehrten sich die Lila-Weißen tapfer, ohne aber die TSG Reutlingen im Derby auf die Verliererstraße bringen zu können. Verzweifelt kämpft der TV Großengstingen um jedes Tor. Hier setzt sich Michael Kinzelmann (am Ball) gegen TSG-Akteur Armin Hatic durch.
Zuletzt wehrten sich die Lila-Weißen tapfer, ohne aber die TSG Reutlingen im Derby auf die Verliererstraße bringen zu können. Verzweifelt kämpft der TV Großengstingen um jedes Tor. Hier setzt sich Michael Kinzelmann (am Ball) gegen TSG-Akteur Armin Hatic durch. © Foto: Baur
Region / swp 01.12.2018

TV Weilstetten II –

TV Neuhausen II

(Samstag, 16 Uhr)

Der TVN II reist als Tabellenführer auf die Alb und will dort natürlich einen erneuten Sieg einfahren, um die Position an der Spitze weiterhin zu festigen. Leicht wird das aber nicht.

„Vor denen darf man gewarnt sein“, erklärt Neuhausens Cheftrainer Markus Bühner vor dem Aufeinandertreffen mit dem Tabellenzwölften TV Weilstetten II. Denn zuletzt verlor die Weilstetter nur denkbar knapp beim Spitzenteam SG Ober-/Unterhausen mit 31:33. Zuvor gab es Siege unter anderem in Reutlingen zu feiern. „Die Lochenfüchse haben durchaus ein paar gefährliche Akteure in ihren Reihen. Gerade mit Zappa Single einen sehr erfahrenen Spieler“, weiß Bühner.

Die Füchse aus Weilstetten fühlen sich vor allem in ihrem „Bau“ wohl und holten die meisten ihrer sechs Punkte vor heimischer Kulisse. Doch der TVN II hat nach dem sehenswerten 27:26-Kampfsieg gegen die HSG Albstadt vorige Woche „mächtig Selbstvertrauen getankt“ und schickt sich an, auch beim TVW zu siegen.

„Das war die beste zweite Halbzeit der bisherigen Saison“, blickt der Kommandogeber aus Neuhausen zurück auf das Duell an der Tabellenspitze und schränkt die Euphorie gleich etwas ein. Stichwort Personal. „Uns fehlen die Rückraum-Links-Schützen. Leider war es in diesem Jahr ja noch nie so, dass wir wirklich mit Vollbesetzung angetreten sind, irgendjemand hat immer gefehlt“, klagt Bühner, um direkt anzufügen: „Da lassen wir uns taktisch etwas einfallen und werden das sicher lösen.“ Das Ziel der Ermstäler ist natürlich auch auswärts klar: ein Sieg und zwei Punkte sollen her.

TV Aixheim –

TSG Reutlingen

(Samstag, 19.30 Uhr)

Die TSG trifft am heutigen Samstag auswärts auf den TV Aixheim. „Es gibt angenehmere Aufgaben, als in Aixheim anzutreten,“ sagt der Reutlinger Trainer Marcus Grimm. Die Aixheimer, vor ihrem Abstieg in die Bezirksliga langjähriger Landesligist, sind als Aufsteiger gut gestartet und stehen mit 12:10 Punkten auf dem achten Tabellenplatz der Landesliga, Staffel 2. „Auch wenn wir gegen Schlusslicht Engstingen gewonnen haben, wissen wir genau, dass wir gegen Aixheim eine andere Leistung zeigen müssen“, mahnt TSG-Kapitän David Drosson nach der schwachen Vorstellung im Derby.

Personell muss die Storlach-Mannschaft weiterhin auf Levi Leyh verzichten, der aber nach seiner Verletzung gute Fortschritte macht.

VfL Pfullingen II –

SG Ober-/Unterhausen

(Samstag, 17.30 Uhr)

Nach eher durchwachsenen Wochen mit vielen liegengelassenen Punkten heißt es für den VfL Pfullingen II jetzt Mund abwischen und nach vorne blicken. Heute ab 17.30 Uhr geht es ins erste Echazderby gegen die SG Ober-/Unterhausen. Verpasste man es durch unnötige Niederlagen gegen Rietheim-Weilheim und Köngen, sich in der Tabelle vor die SGOU zu spielen, hat der VfL nun die Chance, wenigstens punktgleich zu ziehen und die Woche darauf mit Aufwind in das nächste Derby gegen den TV Neuhausen II zu gehen. Die Jungs von Trainer Dietrich Bauer sehen die anstehenden Derbys als Chance, wieder richtig oben mitzumischen und endlich wieder ihre Leistung auf den Platz zubekommen. Dann, so VfL-II-Kapitän Tobias Müller, könne man in dieser Liga jede Mannschaft schlagen.

Rechtzeitig zum Kracher beim VfL Pfullingen II sind die Hausener wieder in die Erfolgsspur zurückgekehrt. Nach zwei Niederlagen durfte die SGOU zuletzt einen Sieg gegen den TV Weilstetten II verbuchen.

Trotz des Heimsieges in der Vorwoche muss eine Leistungssteigerung her, wenn die Lichtensteiner etwas Zählbares in der App-Halle holen wollen. In den Vorjahren siegte im Echaztalderby stets das Heimteam. Damit die Rot-Blauen endlich auch in Pfullingen punkten, setzt die SGOU-Truppe wieder auf die zahlreiche Unterstützung von den Rängen. Hierbei gilt die frühe Anwurfzeit von 17.30 Uhr zu beachten. Ob die rot-blauen Anhänger Pascal Werz auf der Platte zu sehen bekommen, ist noch unklar. Im SGOU-Lager hofft man auf die baldige Rückkehr des Abwehrspezialisten.

Viele Akteure beider Vereine trugen in der Vergangenheit das Trikot des Gegners. Somit gilt es am heutigen Samstag erneut, die Freundschaft für 60 Minuten ruhen zu lassen. Ein Sieg gegen die alten Kameraden ist für alle Beteiligten umso schöner, daher dürfen sich alle auf ein packendes Derby zwischen dem Tabellenfünften VfL II (14:8 Punkte) und dem Ranglistendritten SGOU (16:6) freuen.

HSG Albstadt –

TSV Dettingen

(Samstag, 20 Uhr)

Am heutigen Samstag fährt die blau-weiße Mannschaft von Trainer Manfred Haase nach Albstadt zum Auswärtsspiel. Die HSG zählt als Tabellenzweiter zu den Aufstiegsanwärtern und ist heute klarer Favorit. Somit gibt es für die Dettinger als Außenseiter nichts zu verlieren. Herschenken will man ob seiner geringen Chancen freilich gar nichts. Im Gegenteil: es werden immer noch dringend Punkte gebraucht und deswegen würden sich die Ermstäler über nichts mehr freuen als über einen Coup auf der Zollernalb. Nach der Heimniederlage am vergangenen Samstag gegen das TEAM Esslingen muss man nach vorne blicken und wieder in die Spur finden, um nicht noch weiter nach hinten zu rutschen. Das Dettinger Motto lautet generell: Nicht nur gegen favorisierte Gegner gut spielen, sondern gegen alle Gegner die maximale Leistung abrufen.  Mit weiterhin vielen Verletzten wie Beck und Hartl fahren die Dettinger am heutigen Samstag mit einem dezimierten Kader nach Albstadt. Trotz dieser Umstände möchten die Gäste das Unmögliche möglich machen und zwei „Goldpunkte“ nach Hause bringen. Auch wenn man gerade als Tabellenviertletzter in einer schwierigen Phase steckt, sind alle Dettinger Spieler samt Trainer hochmotiviert und bleiben optimistisch.

TV Großengstingen –

TSV Köngen

(Sonntag, 17 Uhr)

Mit 11:11 Punkten steht der nächste Gegner des TV Großengstingen derzeit auf Platz neun in der Tabelle und verschaffte sich zuletzt Luft im Abstiegskampf. Mit dem wichtigen 31:27-Sieg im Vier-Punkte-Spiel gegen den TV Weilstetten II und dem überraschenden Heimerfolg gegen den VfL Pfullingen II verschaffte sich der TSV Köngen Luft, nachdem er zuvor nur drei Punkte aus sechs Partien holte.

Man darf also gespannt sein, ob die „Köngurus“ gegen die Engstinger weiter auf der Erfolgswelle schwimmen oder ob die Luft nach den jüngsten Erfolgen etwas raus ist und die Partie gegen das sieglose Kellerkind (1:21 Punkte) auf die leichte Schulter genommen wird.

Dass mit dem TVG trotz der mageren Punkteausbeute immer noch zu rechnen ist, bekam vergangene Woche die TSG Reutlingen zu spüren. Nachdem es zur Halbzeit bereits so aussah, als wäre die Begegnung bereits entschieden, kam der TVG-Express nach dem Seitenwechsel eindrucksvoll zurück ins Spiel und verlangte dem Tabellenvierten noch einmal alles ab.

Denn auch wenn der TV Großengstingen mit nur einem Punkt aus elf Spielen nahezu aussichtslos auf dem letzten Platz steht, ist die Stimmung im lila-weißen Team weiterhin gut. Mit dieser Lockerheit und dem dazugehörigen Einsatzwillen soll zur Primetime am Sonntagabend vor heimischer Kulisse nach Möglichkeit der erste doppelte Punktgewinn bejubelt werden.

„Wenn wir nur die Hälfte unserer ausgelassenen Chancen hätten verwandeln können, wäre gegen Reutlingen zur Halbzeit noch alles drin gewesen“, blickt Markus Kasch zurück und gibt damit die Marschroute für das Spiel gegen den TSV Köngen vor. Bei gleicher Abwehr- und Torhüterleistung die Effizienz im Angriff steigern und der erste Sieg könnte möglich sein. Zuletzt mussten Steffen Hummel und Marcel Schwarz pausieren. Der Einsatz von Rückraum-Shooter Hummel im lila-weißen Shirt ist auch am Sonntag fraglich.

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