Tennis Hoffnung auf Matteo Berrettini im richtungsweisenden Duell

Matteo Berrettini ist beim Turnier in Kitzbühel ausgeschieden und könnte somit nun für den TV Reutlingen in der Tennis-Bundesliga zur Verfügung stehen.
Matteo Berrettini ist beim Turnier in Kitzbühel ausgeschieden und könnte somit nun für den TV Reutlingen in der Tennis-Bundesliga zur Verfügung stehen. © Foto: Eibner
Reutlingen / Andreas Stephan Alexander Mareis 03.08.2018

Rainer Renz, Teamchef des Bundesligateams des Tennisvereins Reutlingen, ist sich der Wichtigkeit des kommenden Auswärtsspieles bei Tennis Ewige Liebe BW Neuss (nicht der einzige Bundesligist mit einem ellenlangen Sponsorennamen) bewusst. „Neuss wird sicherlich das vorentscheidende Duell für uns.“

Schon vor der Saison hatte er Blau-Weiss Neuss als eines der drei Teams genannt, die der TVR realistisch betrachtet schlagen könne. Nachdem gegen das andere schlagbare Team, TK Kurhaus Lambertz Aachen, nur ein 3:3-Unentschieden zu holen war, ist ein Sieg am kommenden Sonntag (11 Uhr) in Neuss umso wichtiger.

Berrer wieder dabei

Das Team, dem der Befreiungsschlag gelingen soll, wird sich aus dem altbekannten Stamm zusammensetzen. „Michael Berrer wird wieder von der Partie sein, sowie auf jeden Fall einer der zwei Italiener, die bisher bei uns aufgelaufen sind.“

Die Rede ist von Andrea Arnaboldi und Lorenzo Giustino. Wer die anderen Plätze im Team besetzt, ist noch nicht ganz klar.

„Wie jedes Wochenende ist die endgültige Planung etwas schwierig“, meinte Renz. Bestes Beispiel ist Reutlingens Spitzenspieler Matteo Berrettini.

„Mit seiner Verpflichtung haben wir das richtige Näschen gehabt“, sagte Renz. „Der Junge ist momentan in einer Topverfassung und spielt sich rasant in der Weltrangliste nach oben.“

Letzte Woche gelang Berrettini in Gstaad (Schweiz) sogar sein erster Turniersieg auf der ATP-Tour. Auf dem Weg zu seinem bisher größten Erfolg besiegte er niemand geringeres als Feliciano Lopez und im Finale Roberto Bautista Agut. Aber nicht nur im Einzel war er erfolgreich, auch im Doppel gewann er das Turnier an der Seite von Daniele Bracciali.

Danach setzte er seinen Lauf in Kitzbühel fort. In der ersten Runde bezwang der Italiener gleich den an Position fünf gesetzten Gilles Simon. Renz freut sich zwar über den Erfolg seines Spielers, weiß aber um die Kehrseite der Medaille. „Wir haben da einen super Spieler verpflichtet – der aber leider aufgrund seiner Erfolge noch nicht bei uns auflaufen konnte.“

In der nächsten Runde von Kitzbühel hieß sein Gegner Radu Albot. Der stellte für Berrettini auch in Gstaad kein großes Problem dar. In Österreich hielt Matteo Berrettini den  moldauischen Davis-Cup-Spieler Radu Albot mit 6:3, 6:7, 6:1 nieder. Das Aus kam erst gestern gegen Nicolas Jarry (siehe Kasten).

Der TV Reutlingen könnte nun vielleicht doch seinen Spitzenspieler an Bord haben und in Neuss mit  Berrettini auflaufen.

Matteo Berrettini fliegt in Kitzbühel raus

Nicolas Jarry hat als zweiter Spieler das Halbfinale bei den Generali Open in Kitzbühel erreicht: Der Chilene besiegte den Italiener Matteo Berrettini (TV Reutlingen) in zwei engen Sätzen. Nicolas Jarry hat sich als fairer Sieger erwiesen nach den 84 Minuten, die er mit Matteo Berrettini auf dem Center Court des Kitzbüheler Tennis Clubs verbracht hatte. Im zweiten Satz habe er schon bemerkt, dass sein Gegner etwas müde war, kein Wunder bei den Anstrengungen der letzten Tage: Berrettini war als Sieger von Gstaad nach Kitzbühel gekommen. Was natürlich nur die halbe Wahrheit ist: Denn auch Jarry hat in der letzten Woche erfolgreich Tennis gespielt, in Hamburg nach einem Sieg gegen Dominic Thiem das Halbfinale erreicht. Ebenso wie nach einem 7:5 und 6:3 nun bei den Generali Open.

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