Elefantentreffen am Markwasen: Am heutigen Freitag ab 13 Uhr findet auf der Anlage des TV Reutlingen an der Rudolf-Harbig-Straße ab 13 Uhr das Top-Spiel der 2. Tennis-Bundesliga statt: Die Nummer eins bei der zwei. Der TC Großhesselohe und der TV Reutlingen haben beide ihre sechs bisherigen Spiele gewonnen. Die Gäste aus Pullach im Isartal vor den Toren Münchens haben allerdings  die weitaus besseren Matchpunkte (42:12 gegenüber 37:17) und wären bei einem Auswärtsieg  aufgestiegen, wenngleich noch das letzte Spiel folgt: der TCG empfängt die Spvgg Hainsacker, der TVR muss nach Würzburg (beide Spiele am Sonntag). Diese Gegner haben beide 4:8 Punkte. Aber bei einem heutigen TVR-Heimsieg gegen Großhesselohe müssten die Spieler um Trainer Daniel Stöhr auch in Würzburg gewinnen. Das TVR-Ziel war ursprünglich, frühzeitig die Klasse zu halten, dies wurde souverän erfüllt. Großhesselohe siegte in Ludwigshafen 7:2, in Ismaning 8:1, gegen Rosenheim 5:4, gegen Pforzheim 7:2 - es gab meist klare Siege des Top-Favoriten auf den Erstliga-Aufstieg. Immerhin spielt eben auch Florian Mayer für die Isartäler. Er hat für das Turnier in Montreal nicht gemeldet, dürfte somit heute in Reutlingen spielen und stand kürzlich im Finale in Hamburg. TVR-Manager Rainer Renz rechnet fest mit Mayers Einsatz. Aber die Oberbayern  haben noch andere Asse im Kader. Marc Chiudinelli aus der Schweiz, den Spanier Steven Diez, die beiden Tschechen Kevin Krawetz und Marek Jaloviec, den Niederländer Boy Westerhof, Marcel Zimmermann (Deutschland), die Italiener Andrey Golubev und Gianluigi Quinzi, den Österreicher Lucas Miedler und den Schweden Christian Lindell. Gegen Blau-Weiß Oberweier war Mayer beim 8:1 schon dabei. TVR-Manager Rainer Renz bastelt mit Trainer Daniel Stöhr an der Aufstellung. Michael Berrer wird  heute zum letzten Mal auf der TVR-Anlage aufschlagen. Renz meint zur Lage: „Wir schauen auch auf die Doppel, die entscheidend sein können. Deshalb kann es sein, dass wir Alessandro Gianessi pausieren lassen, der zuletzt im Doppel nicht so stark war. Wir sind klarer Außenseiter, müssen mit Kampf und unserem tollen Teamgeist versuchen zu punkten. Wir wollen gegen Großhesselohe mithalten, unseren treuen Fans - zuletzt an die 400 Zuschauer - zeigen, dass wir kein Kanonenfutter sind. Wir wollen wie in den bisherigen Spielen den Fans tolles Tennis bieten mit Emotionen und mit Krimi-Partien.“

Renz macht für heute klar: „Wir sind gegen dieses Top-Team totaler Außenseiter, gehen aber nach sechs Siegen auch mit Selbstvertrauen in das Match. Wir haben mehr erreicht als wir zu träumen wagten, die bisherige Bilanz ist sensationell. Ob der Franzose Jonathan Eysseric spielt, entscheiden wir heute, wir müssen alles abwägen. Ob wir im Falle eines Falles bei sportlich erreichtem Erstligaaufstieg auch wirklich das Aufstiegsrecht annehmen würden, müssten wir uns sehr gründlich überlegen.“