Volleyball Herzschlagfinale bei den Eninger Teams

Jubel bei Eningens Damen: Sie haben die Relegation hauchdünn vermieden. Auch dank des eigenen 3:2-Sieges.
Jubel bei Eningens Damen: Sie haben die Relegation hauchdünn vermieden. Auch dank des eigenen 3:2-Sieges. © Foto: Grundler
Um 19 / swp 13.03.2018

Um 19.30 Uhr am Sonntagabend stand der direkte Klassenerhalt für Oberligist TSV Eningen fest. Nach dem eigenen 3:2-Erfolg über Bad Saulgau am Samstagabend musste man doch noch nach der Konkurrenz schauen. Und zumindest Ludwigsburg tat dem TSV nicht den Gefallen, gewann seine beiden Spiele und zog noch an Eningen vorbei. Nun wartete man ungeduldig auf das Ergebnis von Dettingen. Mehr als ein 3:2 durfte es nicht sein und genau dieses Ergebnis stand dann um 19.39 Uhr fest. Der Party Teil zwei konnte also losgehen.

Wechselbad der Gefühle

In ein Wechselbad der Gefühle stürzte der TSV zuvor seine Fans und am Ende auch sich selbst. Mit einem klaren Sieg über Schlusslicht TSV Bad Saulgau sollte der endgültige direkte Klassenerhalt sichergestellt werden und dann die große Partysause folgen. Doch die Gäste erwiesen sich als wahrer Spielverderber und hielten von Beginn an dagegen, sodass sich Anft & Co verwundert die Augen rieben, was da alles an Bällen wieder ins eigene Feld zurückkam. Dennoch schien alles seinen gewünschten Gang zu gehen, denn nach einer 2:1 Führung war alles für die Feier angerichtet. Aber Eningen verkrampfte, ließ beste Chancen aus und so schleppte sich der Satz bis zum 18:18 dahin, ohne dass einer der Kontrahenten sich absetzen konnte. Dann gelangen Saulgau die entscheidenden Punkte, auch weil Eningen Aufschlag um Aufschlag ins Aus setzte (25:23). Wieder musste der Tie-Break entscheiden, zum vierten Mal in den letzten fünf Spielen. Und Eningen fokussierte sich, gewann auch spielerisch endlich die Oberhand und durfte am Ende mit 15:10 jubeln. Doch es war ein verhaltener Jubel, der erst am Sonntag um 19.39 Uhr richtig losbrach.

TSV Eningen 1:  Anft M., Anft P., Bauer, Bayha, Kimmerle, Lenz, Pauckner, Schielke, Schopp, Wödl.

Sowohl der TSV Eningen II als auch der VfL Pfullingen, beide schon als Absteiger aus der Landesliga feststehend, wollten zum Abschluss der Runde sich mit einem Sieg von ihren Fans verabschieden, doch es sollte wie so oft in dieser Saison genau das Quäntchen Glück fehlen, um einen Erfolg bejubeln zu dürfen. Eningen verlor sowohl gegen Unterkirchberg als auch gegen Rottenburg III.

TSV Eningen 2:  Bauer, Brielmann, Hellmann, Hiller, Kimmerle, König, Margenfeld, Mezger, Schilling, Siller.

VfL Pfullingen: Bertram, Bucher, Haydt, Missbauer, Pflüger, Sautter, Späth, Schwille, Teiber.

 Erhebliche Mühe hatten die Landesliga-Damen des TSV Eningen gegen den Tabellenvorletzten VfB Friedrichshafen um den 3:2-Erfolg unter Dach und Fach zu bringen. Wie schon gegen das Tübinger Modell vor einer Woche kamen die Anft-Schützlinge oft zu spät oder trafen die falsche Entscheidung. Immerhin stimmte die Moral, denn nach einem 1:2-Rückstand kämpfte sich die TSV-Sechs wieder ins Spiel zurück und konnte dann im Tie-Break einen Vorsprung auch dank gütiger Mithilfe der Gäste mit 15:12 nach Hause schaukeln. Damit war eigentlich das Soll erfüllt, denn niemand erwartete, dass Konkurrent Laupheim gegen die beiden souveränen Spitzenreiter Ulm und Bad Waldsee auch nur einen Punkt holen würde. Als dann am Sonntagabend die Kunde von zwei 2:3-Niederlagen Laupheims die Runde machte, atmete man beim TSV kräftig durch. Nur hauchdünn hatte man die Relegation vermieden.

TSV Eningen Damen:  Buckendahl, Folberth, Hellmann, Missbauer, Schiedt, Sonntag, Taigel, van Severen, Wien, Zander.

Drei Punkte am grünen Tisch – Ochsenhausen trat zum Nachholspiel am Donnerstag wegen Krankheit nicht an - dann eine 1:3-Niederlage beim TSV Blaustein und am Ende Rang vier. Alles in allem kann man bei der TSG Reutlingen mit dem Verlauf der Saison ziemlich zufrieden sein, wenn, ja wenn nicht die beiden Derbyniederlagen gegen Eningen gewesen wären. Immerhin haben die aber zum Klassenerhalt der Arbachtälerinnen beigetragen.

TSG Reutlingen: Fuchs, Gruschwitz, Herzog, Helbig, Humic, Hunstein, Köhler, Langert, Münch, Schneider, Schröder, Simon.

 „Wir haben gut gespielt und dem Tabellenführer alles abverlangt, doch wir hatten nicht genügend Alternativen auf der Bank“, brachte Eningens Coach Thorsten Frank die 1:3-Niederlage im Spitzenspiel gegen die TSG Tübingen auf einen Nenner. Drei Sätze lang boten beide Teams den Zuschauern spektakuläre Ballwechsel. Doch Tübingen ließ sich nach einer 2:0-Führung auch durch den verdienten Anschluss der Gastgeber nicht aus der Ruhe bringen und fand vor allem im Angriff immer wieder Lücken im Eninger Block. Man setzt nun auf die Relegation.

 TSV Eningen III:  Abdelrahman, Fellmeth, Frank, Friedrichson, Karlweski, Slotnarin, Sowoda, Wolff.

Der PSV Reutlingen besiegte zum Abschluss den TV Baiersbronn mit 3:0 und den TV Beffendorf mit 3:1 und belegte einen hervorragenden vierten Platz.

PSV Reutlingen:  Kaiser, Kronenberger, Oertel, Pfleger, Proebster, Schwederski, Springmann.

Beinahe hätte es für die SG Reutlingen/Betzingen sogar zum direkten Aufstieg gereicht. Der Tabellenzweite entledigte sich trotz des verlorenen ersten Satzes letztendlich souverän seiner Aufgabe bei der TSG Tübingen II (3:1) und freut sich nun auf die Relegation.

SG Reutlingen/Betzingen:  Dyroff, Favretto, Gieske, Goldmann, Krich-Gruschwitz, Kühne, Pfitzer, Straub.

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